Warum Tyler, The Creator und ScHoolboy Q offenbar ein Problem miteinander haben

Drüben in den Staaten streiten sich zwei, die theoretisch cool miteinander sind. ScHoolboy Q und Tyler, The Creator haben momentan offenbar alles andere als die gleiche Meinung und tragen ihre Differenzen in der Öffentlichkeit aus.

Es geht um den Song Who Dat Boy, der zugleich eine Single von Tylers Album Flower Boy ist. Genauer genommen geht es um den Beat. Ein Twitter-User merkte an, dass sich die Produktion hervorragend für einen Part von Q geeignet hätte.

turn DNOE up on Twitter

the 3rd verse of @tylerthecreator Who Dat Boy shoulda went to @scHoolboyq.

Dieser reagierte darauf und stellte klar, dass er nur nicht auf dem Track wäre, weil er die anderen Artists dann raptechnisch beerdigt hätte.

ScHoolboy Q on Twitter

Tyler & rocky didn't wanna get bodied..... https://t.co/wGrZMumvAO

So konnte das der Odd Future-Querdenker nicht stehen lassen. In einem wütenden Capslock-Tweet samt einiger Beleidungen erklärte er, dass der Beat extra für ScHoolboy Q angefertigt worden sei und dieser schlichtweg keinen Bock darauf gehabt hätte.

Tyler, The Creator on Twitter

YOU FAT LYING BITCH I MADE THAT BEAT SPECIFICALLY FOR YOU AND YOU SAID " EHH, NAH" SO I KEPT IT YOU DIRTY NIGGA https://t.co/QkkN5pgNr1

Dabei hatten die beiden bisher keine offensichtlichen Probleme. Ganz im Gegenteil: Sie featureten sich in der Vergangenheit gegenseitig, ohne dass Dissonanzen bekannt geworden wären. Gerade beim Golf Wang-Gründer ist jedoch immer Vorsicht angebracht. Vielleicht handelt es sich nur um vorgetäuschten Streit, um Aufmerksamkeit für seine vielen Projekte zu erzeugen.

Hier nochmal der Stein des vermeintlichen Anstoßes mit dem Part von A$AP Rocky:

Tyler, The Creator ft. A$AP Rocky - Who Dat Boy [Video]

Tyler, The Creator meldet sich mit einem Knall zurück. Mit Unterstützung seines Kumpels A$AP Rocky droppt der Rapper aus Kalifornien ein böses Brett, das auf den Titel Who Dat Boy hört. Womöglich handelt es sich dabei um die erste Auskopplung aus seinem kommenden vierten Studioalbum.

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Kommentare

So ein quatsch die beiden machen dass schon immer aus Spaß und auch dass ist nur Witz.

euer ernst

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Fler rudert zurück: Jalil-Diss "unangebracht und nicht feinfühlig"

Fler rudert zurück: Jalil-Diss "unangebracht und nicht feinfühlig"

Von Michael Rubach am 01.04.2020 - 10:58

Fler steht wieder einmal im Kreuzfeuer der Kritik. Gegenüber allen, die ihm in den letzten Tagen Rassismus unterstellt haben, räumt er nun ein, mit seiner "Slave"-Line gegen Jalil übers Ziel hinausgeschossen zu sein. In einem Instagram-Post zeigt er sich geläutert und kündigt an, den Part gegen Jalil neu schreiben zu wollen.

Fler: "Rassismus hat auf Atlantis keinen Platz!"

Nach mehreren rhetorischen Fragen, die allesamt wohl auf die Geschehnisse der letzten Tage und Flers persönliche Lage anspielen sollen, kommt der Berliner zum Punkt. Er gesteht sich ein, dass er auf dem Track "Mood" die Grenzen der bloßen Provokation verlassen hat. Das Wort "Sklave" in einem Diss gegen einen dunkelhäutigen Kollegen zu verwenden, sendet auch an jugendliche Hörer eine fatale Message. Fler spricht in diesem Kontext von einem "bösen Beigeschmack", den er nun erkenne.

"Die Wortwahl bei dem Diss gegen Jalil war unangebracht und nicht feinfühlig. Das Wort Sklave im Zusammenhang mit Farbigen hat einfach einen zu bösen Beigeschmack Aufgrund der Schwarzen-Geschichte." [sic]



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Wenn eine Gruppe von Leuten Dich als einzelnen unterdrückt bist du ein Opfer. Wenn du danach zur Polizei rennst, weil Du alleine bist und sie in der Mehrzahl, bist auch wieder das Opfer...? Aber wenn du nicht zur Polizei gehst, kein Schutzgeld zahlen willst und deswegen natürlich auch keinen Rücken hast... bist du das aller grösste Opfer!??? Wenn du Streetrap machst und sagst du hast ein schweres Leben ist alles fake und gelogen...? Wenn du das selbe machst und Schutzgeld zahlst bist aufeinmal eine der Realste in der Szene...? Die Wortwahl bei dem Diss gegen Jalil war unangebracht und nicht feinfühlig. Das Wort Sklave im Zusammenhang mit Farbigen hat einfach einen zu bösen Beigeschmack Aufgrund der Schwarzen-Geschichte. Deswegen hab ich beschlossen die 2.Stophe von MOOD neu zu schreiben. Es gibt 1000 andere Angriffsflächen bei Jalil die ich sportlich als Rapper angreifen kann. Rassismus hat auf Atlantis keinen Platz! #atlantis

Ein Beitrag geteilt von FLER (@fler) am

Dem attackierten Jalil schmeckte die Wortwahl des Tracks auch ganz und gar nicht. Er entgegnete kurz nach Release von "Mood", Fler hätte "gleich N**ga sagen können". Der von Fler in seiner Klarstellung benutzte Begriff des "Farbigen" ist leider ebenfalls nicht unproblematisch. Er geht auf Rassentheorien zurück und findet als Selbstbezeichnung in der Black Community keine Anwendung. An dieser Stelle Fler Absicht zu unterstellen, erscheint jedoch unangebracht. Dafür macht er generell zu deutlich, dass er seinen Diss neu bewertet hat.

Eine bewusste Entscheidung von Fler war hingegen sein Interview bei TV Strassensound. Dort vertiefte er mit seinen Aussagen den Graben zwischen sich und der schwarzen Community. Manuellsen, Künstler der Bantu Nation, Mortel und viele mehr positionierten sich daraufhin gegen Fler. Sugar MMFK droppte gestern noch einen Part, um klarzumachen, dass Flizzy sich keine weitere "Frechheit" erlauben solle.

Bantu Nation vs. Fler: Sugar MMFK teilt in neuem Part aus

Da Fler seine Lyrics inzwischen offenbar für unangebracht hält, möchte er sie nicht unverändert stehen lassen. Er kündigt an, die zweite Strophe des Tracks "Mood" umzutexten. Das hieße jedoch nicht, dass er nicht weiter auf Konfrontationskurs mit Jalil bleiben würde. Es gebe "1000 andere Angriffsflächen bei Jalil". Sein Statement beschließt er mit dem Satz:

"Rassismus hat auf Atlantis keinen Platz!"

Neben diesem Schauplatz im Fler-Universum ist die On-Off-Beziehung mit Sentino aktuell belastet. Letzterer beklagte sich über ausbleibende Zahlungen für die Mitarbeit an "Atlantis" und lieferte einen Disstrack, der vor allem durch seine extreme Homofeindlichkeit auffällt:

Sentino frontet Fler wegen angeblich unbezahlter "Atlantis"-Lyrics

Fler und Sentino dissen sich aktuell wieder mal gegenseitig - und zwar auf sehr unangenehme Art und Weise. Sentino frontet Fler in einer Disstrack-Vorschau, die vor Homofeindlichkeit nur so trieft. Fler postet als Antwort ein Video, das Sentino offenbar auf der Flucht zeigt, worauf der ebenfalls schon wieder reagiert hat.


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