T.I. scheint nicht durchweg zufrieden zu sein mit der Geschichtsstunde von Q-Tip für Iggy Azalea. Auf Twitter gabs er jetzt einige Statements zu der Thematik ab.

Es hätte schon weitaus schlechtere weiße Rapper gegeben, welche die schwarze Kultur manipuliert und zu persönlichen Zwecken genutzt hätten. So sei eine defensive "Alle Weißen wollen unsere Kultur klauen"-Mentalität entstanden. T.I. denkt talentierte Rapper wie Iggy oder Eminem tragen viel mehr zur Entwicklung der Hiphop-Kultur bei, als sie zu klauen und ihr zu schaden. Sollte man ihnen das Rappen verbieten, so wäre man nur ein Haufen von Heuchlern - und das wäre ganz und gar nicht im Sinne von Hiphop. 

Klingt soweit gut nachvollziehbar. Allerdings nicht für Azealia Banks, die sich auf Twitter weniger konstruktiv mit T.I.s Stellungnahme auseinandersetzt. Sie würde jetzt verstehen, wie konditioniert und indoktriniert T.I. sei und daher jetzt aufhören ihn damit aufzuziehen. Er hätte ja gar keine Ahnung. 

Hier die Tweet-Chronik zum Nachlesen:

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Kommentare

Soso, im Jahre 2014 wird also allen Ernstes darüber diskutiert welche Hautfarbe jemanden zum Mitmachen in der Hiphopkultur authorisiert. Mir wird schlecht.
Aber meiner Meinung sind das nun die Auswüchse der, in Solziologenkreisen erfundenen, "Definitionsmacht". Diese besagt, das zu bestimmten Themen nur die diskrimienierte Gruppe etwas sagen darf. Die privilegierte bzw mächtige Gruppe hat dementsprechend nichts zu melden. Und die mächtige Gruppe kann man ja immer so schön verallgemeinern (und somit ausschließen - siehe Diskussion um Iggy Azalea) ala "Alle weißen sind gegenüber den Schwarzen privilegiert", oder "Jeder Mann ist gegenüber der Frau privilegiert"...
Ob nun jemand wie Eminem, welcher durchaus in problematischen Verhältnissen aufwachsen musste, privilegiert ist, will ich nicht beantworten. Kann ich auch nicht laut Definitionsmacht, da ich weiß und männlich bin ergo bei diesen Thema die Schnauze zu halten habe.

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Dua Lipa, Elton John & mehr verurteilen DaBabys homofeindliche HIV/AIDS-Kommentare

Dua Lipa, Elton John & mehr verurteilen DaBabys homofeindliche HIV/AIDS-Kommentare

Von Michael Rubach am 29.07.2021 - 12:26

Von DaBabys Auftritt auf dem Rolling Loud Festival in Miami sind vor allem seine homofeindlichen Äußerungen hängengeblieben. Andere Künstler*innen wie Dua Lipa, Elton John oder Demi Lovato kritisierten DaBaby im Anschluss für seine Ansagen. Unterstützung erfährt der US-Star hingegen von T.I. und Boosie Badazz.

Dua Lipa "überrascht & entsetzt": DaBaby verliert Werbedeal

Während seiner Performance beim Rolling Loud ließ DaBaby verlauten, dass nur Menschen ihre Handy-Taschenlampen in den Himmel halten sollten, die kein AIDS und HIV haben oder unter einer anderen "dieser tödlichen sexuell übertragbaren Krankheiten" leiden. Männer, die auf Parkplätzen "Schwänze lutschen" hätten ihre Lichter außerdem unten zu lassen.

DaBaby lässt Homosexualität als etwas Unanständiges erscheinen und wertet homosexuelle Menschen ab. Er bedient das Klischee von ständig wechselnden Partnern, ungeschütztem Sex und befeuert die falsche Annahme, dass HIV/AIDS ausschließlich eine Homosexuellen-Krankheit sei.

Schnell äußerte sich Popstar Dua Lipa zu diesem homofeindlichen Statement in ihrer Insta-Story. Sie erklärte dort, dass sie den Artist nicht wiedererkenne, mit dem sie für den Remix ihres Songs "Levitating" zusammengekommen sei. Die Aussagen des US-Rappers hätten sie "überrascht und entsetzt". Sie stehe vollends hinter der LGBTQ-Community. Gemeinsam müsse man gegen die Ignoranz gegenüber HIV/AIDS ankämpfen.

Ähnlich positionierte sich Elton John. Was DaBaby gesagt habe, sei "das Gegenteil von dem, was unsere Welt braucht, um die AIDS-Epidemie zu bekämpfen." Der Brite sei "schockiert" gewesen. Als Artist sei es der Job, Menschen zusammenzubringen.

Demi Lovato verschrieb sich ebenfalls der Aufklärung. Sie machte auf Instagram darauf aufmerksam, dass HIV keine Krankheit der Homosexuellen ist.

DaBaby hat durch seinen Auftritt bereits einen Werbedeal verloren. Die Mode-Marke BoohooMan verurteilte die homofeindliche Sprache des Rappers. Das Unternehmen sei stolz auf seine diverse Kundschaft.

DaBabys wirre Entschuldigungsversuche

Auf Social Media meldete sich DaBaby gleich mehrfach Wort. Einerseits erklärte er auf Twitter, dass "jeder, der mal von AIDS/HIV betroffen war", das Recht habe verärgert zu sein. Er habe nicht die Absicht gehabt, jemanden zu beleidigen. Das sei unsensibel gewesen.

In seiner Instagram-Story sagte DaBaby, dass trotz seiner Ansage während der Show alle Lichter hochgegangen seien. Dies hänge damit zusammen, dass sogar seine schwulen Fans "kein verdammtes AIDS" hätten. Seine homosexuellen Anhänger würden auf sich aufpassen und seien keine "ekelhaften N***as". Der US-Star ergänzte noch: "Sie sind keine Junkies auf den Straßen."

DaBaby bekommt Support von T.I. & Boosie Badazz

T.I. kommentierte die Lage um DaBaby auf Instagram. Dabei zog er Lil Nas X heran, der als offen homosexueller Rapper ja in Ruhe sein Ding machen könne. Nach Ansicht von T.I. solle dies auch für DaBaby samt seiner homofeindlichen Sichtweise gelten. Es gehe um "Gleichheit." In einem weiteren Statement warf T.I. der LGBTQ+-Community vor, Rapper zu mobben.

Darüber hinaus sprang der umstrittene US-Rapper Boosie Badazz seinem Kollegen DaBaby zur Seite und driftete dabei in einen homofeindlichen Rant gegen Lil Nas X ab. Mit der Nacktheit bei dessen BET-Award-Performance kann Boosie Badazz nichts anfangen. Er beleidigte Lil Nas X als "fa**ot" und forderte ihn auf, "Schwänze auf Instagram zu lutschen".

Lil Nas X hielt seinen Kritikern auf Twitter entgegen:


Foto:

via twitter.com/lilnasx


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