"Squid Game"-Star wird zum Meme für Rapfans

"Squid Game" ist der Hype der Stunde. In der Netflix-Serie geht es für eine Vielzahl verzweifelter Menschen bei vermeintlichen Kinderspielen um das blanke Überleben. Die Darstellerin Jung HoYeon ist durch den Erfolg der Produktion kürzlich zur populärsten Schauspielerin Südkoreas aufgestiegen. Nun ist sie auch in der Welt der Memes und des Hiphops angekommen. Eine Aussage, die sie so wohl nirgends getätigt hat und die passende Bildauswahl lassen sie zum Rapfan werden – ihr Geschmack fällt dabei sehr divers aus

Meme mit "Squid Game"-Star flutet Timelines

Der Aufbau des Memes ist immer gleich. Es beginnt mit einer kurzen Vorstellung der Schauspielerin als Teil von "Squid Game". Dann wird auf ein Interview mit Jung HoYeon in der koreanischen Ausgabe der Vouge verwiesen. Dort soll die 27-Jährige etwas über das Album erzählt haben, von dem sie gegenwärtig regelrecht "besessen" sei. Daraufhin folgt ein Zitat, in welchem sie angeblich schildert, dass die Welt dieses Album jetzt brauche. Zudem verbessere es die Laune. Abgerundet wird das Ganze von einem Bild der "Squid Game"-Darstellerin und dem jeweils passenden Albumcover. Hier ein Beispiel mit Playboi Cartis "Whole Lotta Red":

Inzwischen gibt es unzählige Memes, die nach dem gleichen Muster funktionieren. Earl Sweatshirts "Some Rap Songs", NBA YoungBoys "Sincerely Kentrell" oder auch Kanye Wests "Donda" haben es der Schauspielerin demnach angetan. Fans aus dem Lager von J. Cole etwa sind zusätzlich an das Zitat herangegangen, um die hervorstechenden Eigenschaften ihres Lieblingsrappers zu betonen. Eine unvollständige Auswahl aus der Reihe "Squid Game" meets Rap:

Es bleibt unklar, woher das häufig verwendete Zitat ursprünglich stammt. Sicher scheint nur, dass die Memes aktuell die Timelines auf Social Media übernehmen.

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"Squid Game" & die Hood: Meek Mill sieht Parallelen

"Squid Game" & die Hood: Meek Mill sieht Parallelen

Von Michael Rubach am 13.10.2021 - 14:21

Kaum jemand ist in den letzten Wochen um den Netflix-Hit "Squid Game" herumgekommen – auch Meek Mill nicht. Für den US-Rapstar aus Philly ist eine der Kernthematiken der Serie auf den alltäglichen Struggle in der Hood übertragbar.

Meek Mill beobachtet das "Squid Game" in der Hood

Laut Meek Mill (jetzt auf Apple Music streamen) spiele sich in einem anderen Setting das "Squid Game" in der Realität bereits ab. Seiner Auffassung nach veranschauliche die Serie, was Menschen alles tun würden, um zu überleben. Armut setze in der Hood die exakt gleichen Mechanismen in Gang. Um dies zu verhindern, müsse dort für Geld und Arbeit gesorgt werden. Dies sei eine "Botschaft des gesunden Menschenverstandes".

In "Squid Game" haben 456 Menschen die Möglichkeit, auf einen Schlag ihre finanziellen Sorgen loszuwerden. Dazu müssen sie jedoch eine Reihe von Survival-Games wortwörtlich überleben. Die Serie von Hwang Dong-hyuk ist inzwischen zur meist gesehenen Netflix-Produktion ever aufgestiegen.

Diese "Fabel über eine moderne kapitalistische Gesellschaft", wie Hwang Dong-hyuk seine Geschichte bei Variety bezeichnet, zeigt Ungleichheit und ihre Folgen auf. Meek Mills Interpretation der Serie wird von Teilen der Twittercommunity als komplett zutreffend betrachtet. So gehe es schließlich auch in der Hood darum, es irgendwie bis zum nächsten Tag zu schaffen und klarzukommen, heißt es etwa. So einfach ist die Rechnung jedoch nicht für alle. Die eskalierende Gewalt in den Straßen ist nicht für jeden ausschließlich mit Armut erklärbar.

Dass der Weg zum persönlichen Reichtum auch abseits von "Squid Game" mit Schmerz verbunden ist, verdeutlicht Meek Mill mit seinem aktuellen Album "Expensive Pain". Hier kannst du reinhören:


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