Andere Perspektive auf den Kollegah-Ausraster: Falk Schacht positioniert sich auf Kollegahs Seite

Mal eine andere Meinung zum Kollegah-Ausraster: Im aktuellen Schasabi-Podcast gibt Falk Schacht eine recht kontroverse Einschätzung zu seinem viel diskutierten Tweet bezüglich des Kollegah-Eklats ab. 

Nachdem Kollegah bei einem Konzert seiner Imperator-Tour in Leipzig einen Fan niederschlug, postete Falk via Twitter:

Falk Schacht on Twitter

Alle wollen Beef & Action, aber wenn Kollegah sich auf der Bühne verteidigt heult ihr rum. #Hypocrites

Daraufhin wurde Falk mit Anschuldigungen überhäuft und wegen des Wortes "verteidigt" kritisiert. Im Podcast äußert er sich jetzt erstmals dazu und erklärt, wie er die Sache sieht. 

Nachdem das Video online ging, hätte er viele Kommentare von Fans gelesen, die ihre Enttäuschung gegenüber Kollegah zum Ausdruck brachten. Für Falk sei dies doppelmoralisch. Man könne nicht Kollegahs Musik und dessen Inhalte feiern und gleichzeitig enttäuscht sein, wenn es in so einer Situation eskaliert. 

Falk fasst seine Sicht des ganzen Geschehens noch einmal zusammen: In dem Video sehe man deutlich, dass der junge Mann, der später von Kollegah angegriffen wurde, erst zu Ali As geht, um ihm die Kappe wegzunehmen. Allein diese Handlung empfindet Falk schon als eine Maßlosigkeit. Es sei "respektlos" sich so zu verhalten, nachdem man "aus Freundlichkeit" auf die Bühne eingeladen wurde. Darüber hinaus macht Falk deutlich, dass es wohl niemand mag, von einer wildfremden Person angefasst zu werden. Nichtsdestotrotz sei Kollegahs Reaktion natürlich "keine adäquate Reaktion, aber irgendwo auch verständlich" gewesen.

Darüber hinaus weist Falk darauf hin, dass Kollegah momentan vielleicht sowieso unter Druck stehe, da er offensichtlich durch den aktuellen Beef mit EGJ bedroht werde und vielleicht überempfindlicher in solch einer Situation reagiere, als er es unter anderen Umständen tun würde.

Falks Fazit ist, dass es bequem sei, etwas aus seinem Sessel von zu Hause aus zu behaupten. Seiner Meinung nach sei das Ganze extrem doppelmoralisch und er appelliert an die Fans, beide Seiten der Geschichte zu betrachten.

Schacht & Wasabi über Kollegah, Kool Savas, Frauenarzt und Taktloss (Podcast Folge 9)

Die neunte Folge von Schacht und Wasabi über Kollegahs Bühnenschlägerei, Kool Savas, der mehr politische Haltung von Rappern fordert, Schlager-Trap und die Frage, ob Eunique die deutsche Missy Elliott wird. Falk und Jule sprechen außerdem über Bushidos neue Single, Kraftklubs „Dein Lied", das kommende Kollabo-Album von Frauenarzt und Taktloss und ihre Songs der Woche.

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Kommentare

Was ein bullsh**.. Ein Kollegah, der in andere Länder fliegt, Geld an dortige Wohltätigkeitsorganisationen spendet und Tracks wie "Du bist boss" raushaut, kann sich nicht erlauben einen Fan bei einem Konzert auf der Bühne zu hauen..
Außerdem hat er für sowas ein Security Team, welches das zu regeln hat.

lol. du kannst doch eine affekthandlung nicht mir einer aus pflichtgefühl motivierten spende vergleichen. das ist leider zu schwarz-weiß...

affekt? dein ernst? der überlegt erstmal (gute promo/schlechte promo) und ballert ihm dann eine...

Als Kaas diesem Money Toy b*****igter Weise ne Schelle verpasst hat,war Schacht einer der am lautesten geheult hat... #DasistwasWasabiauseinemmacht

falks schacht

shut the falk up...

Kollegah hat einen mit voller Wucht ins Gesicht geschlagen. Das ist nicht zu entschuldigen. Wo sind wir denn hier? Oh er hat Beef mit egj. Heißt das, wenn ich einen schlechten Tag habe, darf ich auch Leute verprügeln?

Und keiner berücksichtigt, dass zuvor Kollegah 5x gesagt hat, dass der Fan sein Zwillingsbruder sei usw. Der Typ wollte gerade deshalb einen auf Kolle auf der Bühne machen

Antisemiten können Rücken-Deckung gut gebrauchen

falk geh in rente und lass die kinder gangsta spielen.

falk hat doch momentan sowieso seinen kopf in jedem arsch der erfolgreich ist...

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Von Angst geprägt: Laas resümiert EGJ-Zeit

Von Angst geprägt: Laas resümiert EGJ-Zeit

Von Till Hesterbrink am 19.10.2021 - 12:41

In einer äußerst ausführlichen Instagram-Story fasst Laas seine Zeit bei EGJ zusammen. Eine Zeit, die laut eigener Aussagen vor allem von Angst geprägt gewesen sei. Die Angst, das neue Camp zu enttäuschen. Auch an seine beiden ehemaligen Beef-Kontrahenten Kollegah und Farid Bang richtet er Grüße aus.

Laas bei EGJ: "Thema Angst"

Bewegt durch Ali Bumayes Aussagen im neusten TV Straßensound-Interview über die EGJ-Zeit fühlt sich auch Laas bewegt ein paar Worte zu seinem Signing bei dem Berliner Label loszuwerden. So habe sein Umfeld ihm geraten, sich nach den schlechten Verkaufszahlen seines Albums "Daemon" wieder einen "normalen Job" zu suchen. Zu diesem Zeitpunkt habe Laas (jetzt auf Apple Music streamen) bei Freunden auf dem Sofa geschlafen und wäre broke gewesen.

Dann habe er von Freunden aus der Szene die Anfrage bekommen, ob er nicht am Ali Bumaye-Album mitarbeiten wolle. Daraufhin sei er schnell ein fester Teil des Labels geworden und Arafat habe ihn gefragt, ob er nicht bei EGJ unterschreiben wolle. Er habe sich in der Hiphop-Welt nie willkommen geheißen gefühlt, aber dort wurde er ohne Vorurteile so aufgenommen, wie er war. Zum ersten Mal habe er sich dazugehörig gefühlt.

"Nun war ich nach 15 Jahren Struggle endlich mal irgnedwo angekommen, wo es plötzlich wieder Sinn machte, an meine Musik zu glauben."

Zwar habe er dadurch seine Geldprobleme hinter sich lassen könne, allerdings hätten sich neue, zuvor nicht erahnbare Probleme aufgetan. Besonders mit Selbstzweifeln habe er zu Kämpfen gehabt. Zum ersten Mal hätten seine Moves auch direkte Auswirkungen auf das hinter ihm stehende Team gehabt. Und dieses habe er nicht direkt wieder verlieren wollen. Diese Angst, keine Fehler machen zu wollen, habe ihn "versteinert".

Bushido startet Beef mit Koolegah & Farid Bang wegen Laas

Als Farid ihn dann auf einem Song disste, habe Arafat bei diesem angerufen und das Ganze aus der Welt geschafft. Allerdings habe Bushido dann mit seiner Aussage im Promovideo zu Black Friday, dass Laas jetzt bei ihm seie und ihn niemand mehr dissen könne, ein größeres Thema daraus gemacht. Ähnliches hatte auch Ali im Interview erklärt, dass dieser eine Satz für den Beef mit Kollegah und Farid gesorgt habe.

Laas habe sich erst über die Rückendeckung gefreut, verstehe heute aber, dass es vor allem auch um eine Machtdemonstration ging. Aus der Angst, sein Camp zu enttäuschen, habe Laas auch wieder angefangen, gegen Kollegah zu feuern. Aus heutiger Sicht sei er allerdings sehr unzufrieden mit diesen Lines.

"Ich stand genau in der Mitte zwischen zwei Parteien, deren Egos sehr wahrscheinlich die Größten dieser Szene sind. Farid und Kollegah sind, wenn es um dieses Thema Beef geht, die absoluten Endgegner, Bushido und Arafat zum damaligen Zeitpunkt genauso."

Am Ende des Tages habe er nur versucht, so unbeschadet wie möglich aus dieser Situation wieder herauszukommen.

Doch habe ihn das ganze auch gelehrt, dass Angst ihm eigentlich nichts anhaben kann. Er sei schon am Boden gewesen und habe jedes "worst case Szenario" miterlebt und sei trotzdem mit erhobenem Haupte rausgekommen. Zum Schluss bedankt er sich sowohl bei Kollegah und Farid Bang als auch bei Bushdio und Arafat für diese Zeit, die in stärker gemacht habe. Ali Bumaye antwortete Laas nach seinem Statement, dass er "nur Liebe" für ihn habe.

Aber auch aktuell gibt es immer wieder Dinge, mit denen Laas zu kämpfen hat:

Nach Shirin David-Album: Laas wollte seine Karriere beenden

Nach der gemeinsamen Fertigstellung des zweiten Albums von Shirin David, meldet sich Laas in seiner Instagram-Story zu Wort und zeigt sich enorm selbstkritisch: Bis heute sei er auf nichts, was er erreicht habe, stolz. Nach der Zusammenarbeit mit Shirin David an den Texten von "B*tches brauchen Rap" sei er zum wiederholten Mal kurz davor gewesen, seine Karriere zu beenden.


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