Eminem lächelt – und das Internet ist überfordert

Hat irgendjemand schon einmal Eminem lächeln sehen? Die unzähligen Fotos des "Rap Gods" strahlen nicht gerade vor positiven Vibes. Mister Marshall Mathers freut sich offenbar eher nach innen. Photoshop-Artist Mike Brown hat aus dieser Ausgangslage ein inzwischen viel beachtetes Kunstprojekt gemacht.

Eminem wie er lebt und lacht

Unter dem Motto und Hashtag "#makeemsmile" nahm sich Brown einige Fotos von Eminem vor, auf denen er – wie üblich – nicht lächelt. Dank Browns hervorragender Fähigkeiten in Sachen Bildbearbeitung erleben wir Slim Shady nun als absoluten Strahlemann.

In ganzen zwei Foto-Serien hat der kanadische Artist Eminems Mundpartie so bearbeitet, dass alle Wut und Ernsthaftigkeit wie verflogen scheinen. Hier kannst du dir die Galerien anschauen:

Mike Brown

eminem never smiles so I made him #makeemsmile

Mike Brown

eminem smiling part 2 lol #makeemsmile

Ein lächelnder Eminem verunsichert die Menschen

Die bearbeiteten Bilder zirkulieren schon seit einiger Zeit im Netz. Mike Brown hat durch sein Projekt fast unerschöpfliches Meme-Material geschaffen.

Die Reaktionen auf diesen ungewohnten Anblick Eminems fallen deutlich aus. Die Betrachter der Bilder zeigen sich merklich irritiert. Die Menschheit fühlt sich überwiegend unwohl, sobald sie sich mit einem bestens gelaunten Marshall Mathers konfrontiert sieht:

Auch vor Vergleichen macht die Facebook-Community nicht halt. Einige erkennen in Eminem ein Abbild von Mark Zuckerberg. Wiederum andere finden den grinsenden Em gar außerirdisch.

Natürlich gibt es ebenso gegenteilige Meinungen. Diesen jungen Mann freut es einfach, Eminem lächelnd in seiner Timeline zu sehen:

Jared??? on Twitter

smiling Eminem blessin your timeline

Auf der Facebook-Seite von Mike Brown sind noch weitere Bildexperimente zu bestaunen. Der rasierte Post Malone ist definitiv auch einen Blick wert:

Mike Brown

We shaved Post Malone #makeemsmile

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Der Beef mit Eminem war ein großer Fehler, sagt Evidence

Der Beef mit Eminem war ein großer Fehler, sagt Evidence

Von David Molke am 13.08.2019 - 17:45

Falls du nicht wusstest, weißt du jetzt: Eminem und Evidence hatten mal Beef. Klingt komisch, ist aber so. Die beiden Rapper haben sich gegenseitig sogar mit waschechten Disstracks gedisst. Evidence von den Dilated Peoples erinnert sich jetzt in einem Interview mit Talib Kweli an den Beef mit Eminem und erklärt, wie es dazu gekommen ist.

Everlast ist offenbar Schuld am Beef zwischen Eminem & Evidence

Wie ist der Beef entstanden? Wie Evidence im Gespräch mit Talib Kweli erklärt, war das Ganze fast schon ein Missverständnis, "ein großer Fehler". Everlast habe Eminem ohne Vorwarnung auf dem Remix zum Dilated Peoples-Track "Ear Drums Pop" gedisst.

Den meisten Anwesenden (Defari, Phil Da Agony und Planet Asia) sei zum Zeitpunkt der Aufnahme nicht einmal klar gewesen, was da eigentlich gerade passiert sei. Evidence habe erst im Nachhinein realisiert, dass Everlast auf dem Track gegen Slim Shady gefeuert hatte und auch noch seine Tochter Hailie erwähnt.

Eminem wehrt sich mit D12-Disstrack gegen Everlast & Dilated Peoples

Eminem ließ den Diss nicht auf sich sitzen: Im Gegenteil, er hat direkt einen ganzen Disstrack gegen Everlast gedroppt. Darin geht es auch gegen Dilated Peoples und vor allem auch gegen Evidence. Das erklärt sich der Rapper dadurch, dass er vorher mit Eminem und Madchild gechillt habe.

Offenbar habe Eminem es ihm übel genommen, dass er den Diss von Everlast nicht verhindert habe. Zumindest vermutet das das Dilated Peoples-Mitglied und erklärt, es sei höchst unangenehm gewesen, von Eminem gedisst zu werden. Vor allem zu diesem Zeitpunkt, als Eminem quasi auf dem Höhepunkt seiner Karriere und Bekanntheit war.

"Getting dissed by Eminem in the prime of his career – it was not cool."

Evidence reagiert mit eigenem Eminem-Diss "Search for Bobby Fisher"

Evidence sei sogar in einem Coffee Shop von der Angestellten auf seinen Beef mit Eminem angesprochen worden. Als die fragte, was er jetzt tun werde, ging er ins Studio und nahm einen eigenen Disstrack gegen Eminem auf.

Der Song sei sogar recht gut für die damaligen Verhältnisse gewesen. Unter anderem, weil Evidence jemanden in Detroit kannte, die einige Details über Eminem ausplauderte. Für seinen Disstrack gegen Eminem habe er dann zumindest Respekt bekommen.

Die Antwort von Eminem darauf sei schlechter gewesen, sagt Evidence:

"I thought I did good. I said some good shit. I just had some more info because he famous and I knew some girl in Detroit who knew things and she snitched on a bunch of little things, and he hit me back with another diss and it wasn't that good."

Ende gut, alles gut? Der Beef hätte anscheinend nicht besser laufen können

Der nächste Disstrack von Eminem sei in erster Linie nur gegen Everlast gerichtet gewesen. Der Streit wurde laut Evidence dann mit Hilfe von Proof (RIP) und Bizarre beigelegt. Im Endeffekt hätte es kaum besser laufen können für das Dilated Peoples-Mitglied.

Er sei nicht davor zurückgeschreckt, Eminem zu dissen. Dafür habe er Respekt gezollt bekommen und ansonsten sei nichts Schlimmes passiert.

"That thing couldn't have worked out any f*cking better. Nothing really happened. I got to get respect for not backing down from somebody who was Godzilla and that was f*cking it."

Das bisher letzte Album der Dilated Peoples "Directors of Photography" hat gestern seinen fünften Geburtstag gefeiert. In unserem Interview mit Evidence hat er allerdings keine allzu großen Hoffnungen auf ein neues Werk der Gruppe gemacht:

"Niemand sagt mir, was ich zu tun habe": Evidence über persönliche Krisen, Vaterschaft & "Weather Or Not" (Interview)

Evidence besitzt die Fähigkeit, mit seinen Texten Menschen zu berühren, ohne uncool zu sein. Er rappt vielleicht nicht besonders schnell oder mit besonders komplexen Reimen, aber dafür aus Überzeugung und tiefstem Herzen. Offenheit, Intelligenz und ein unheimlich exaktes Sprachgefühl sprühen aus jeder Zeile. Dabei scheut das Dilated Peoples-Mitglied auch nicht vor düsteren Themen zurück.


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