Kunstfigur, Religionskritik & Persönliches: JuliensBlog geht umfassend auf PA Sports ein

Die "Zerf*ckung LIVE" ist weiter im vollen Gange. JuliensBlog aka Julien Boss macht via Facebook deutlich, was er von der ganzen Angelegenheit hält.

Im Kommentarbereich und in eigenen Posts bezieht er sich auf das Feedback zu seinem Diss-Song Grabrede und die Moves von PA Sports.

Ein User sieht die Zerstörung des Kontrahenten nicht gewährleistet und hätte sich ein bisschen mehr nach der langen Vorbereitungszeit erhofft. Der YouTuber reagiert mit einem neuen Angriff in Richtung von PA Sports. Der sei es einfach nicht wert gewesen, mehr in den Track zu investieren.

In einem weiteren (bereits gelöschten) Post bezeichnet JuliensBlog den Song HS.HC als antisemitisch. Auf die Nachfrage, ob er nicht auch durch seine Videos Religionen verunglimpfe, gibt es eine Erklärung zur Trennung von Privatperson und Kunstfigur.

Nachdem PA Sports in seinem Live-Stream angekündigt hat, dass es keine Grenzen gebe und keine Rücksicht mehr genommen werde, antwortet JuliensBlog mit Aussagen zu seiner Mutter. Auch hier wird zwischen dem Internet-Charakter JuliensBlog und der Privatperson Julien Sewering unterschieden. Gleichzeitig kritisiert der JBB-Veranstalter die Herangehensweise von PA Sports.

Hier kann man die Entstehung des Antwort-Tracks von Pa Sports verfolgen:

PA Sports plant gerade einen wohl nie dagewesenen Move gegen JuliensBlog

Nachdem PA Sports zunächst nur mit einem Facebook-Post auf JuliensBlog s Disstrack gegen ihn reagierte, plant er aktuell einen in der Deutschrapszene wohl nie dagewesenen Move. PA startete bei Facebook eine Live-Übertragung unter dem Titel "Zerf*ckung LIVE", in der er die Zuschauer mit nach Düsseldorf ins Studio nimmt, wo er vor Ort live einen neuen Disstrack gegen JuliensBlog schreiben will.

Den Auslöser für dieses Echtzeit-Recording könnt ihr hier sehen:

Julien Boss - Grabrede (PA Sports Diss)

JuliensBlog hat sein Versprechen wahr gemacht. Nach vielen Verschiebungen ging über Nacht der lang angekündigte Disstrack gegen PA Sports online. Mit neuem Künstlernamen ausgestattet bezieht der YouTube r Stellung zu den Streitigkeiten mit dem Essener Rapper. Dabei wird in Schwarz-Weiß-Optik ein Grab ausgehoben. Laut der Titelbeschreibung ist 2018 mit einem ganzen Album zu rechnen.

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"Jahrelang mein Maul gehalten": Ali Bumaye richtet sich nach Großrazzia an Bushido

"Jahrelang mein Maul gehalten": Ali Bumaye richtet sich nach Großrazzia an Bushido

Von Michael Rubach am 23.09.2020 - 15:12

Gestern wurden das Anwesen von Arafat Abou-Chaker in Kleinmachnow (Brandenburg) und diverse Wohnungen sowie Geschäftsräume von der Polizei durchsucht. Im "ZDF-"heute journal" war von einer "Großrazzia in der Rapperszene" die Rede. Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt unter anderem wegen des Verdachts auf Steuerbetrug und Geldwäsche. Dabei wurde wohl auch Ali Bumayes Mutter von den einrückenden Ermittlern überrascht. Der ehemalige EGJ-Künstler machte auf Instagram Bushido persönlich für diese unschöne Begegnung verantwortlich und kündigte an, nun selbst in die Offensive gehen zu wollen.

Razzia bei Arafat Abou-Chaker: Millionen beschlagnahmt

In Berlin, Brandenburg und der Schweiz: Ungefähr 300 Beamte vom Berliner LKA sowie die Steuerfahndung wurden Dienstagmorgen in insgesamt 18 Objekten vorstellig. Der Verdacht: "Steuerstraftaten in erheblichem Umfang im Zusammenhang mit Managementleistungen innerhalb der 'Rapszene'". Die Ermittlungen würden sich gegen vier Personen richten, die zum Teil der organisierten Kriminalität zuzurechnen seien.

Arafat Abou-Chaker hat sich auf Instagram in einem Statement zu den Durchsuchungen geäußert. Dabei hinterfragt er das Vorgehen der Polizei und Presse mehrfach.


Foto:

Screenshot via instagram.com/arafat

Bei der Razzia sind nach Informationen der Berliner Morgenpost mehrere Millionen Euro beschlagnahmt worden. Ebenso habe man Geschäftsunterlagen und Datenträger sichergestellt, die noch ausgewertet werden müssten. Die Zeitung will außerdem wissen, dass die Ermittlungen gegen Arafat Abou-Chaker bereits seit Monaten andauern. Die jetzige Durchsuchung gehe jedoch darüber hinaus auf "Nebenerkenntnisse" aus anderen Verfahren zurück.

Dabei könnte es sich um den laufenden Prozess von Bushido gegen Arafat Abou-Chaker handeln. Geld ist dort fortwährend ein bestimmendes Thema. Das Verfahren wurde unlängst unterbrochen, nachdem sich der Gesundheitszustand der Mutter von Arafat Abou-Chaker drastisch verschlechterte. Sie verstarb vergangene Woche. Laut Tagesspiegel dauert die Prozesspause noch bis zum 30. September an.

Ali Bumaye vs. Bushido: "Genießt die Show"

In seiner Insta-Story richtete sich Ali Bumaye nach der Razzia direkt an Bushido. So sollen 40 Mann die Wohnung seiner Mutter gestürmt haben, weil "ein gewisser Herr Bushido Scheiße labert". Wer Ali Bumaye in den letzten Jahren verfolgt hat, dürfte mitbekommen haben, dass er sich auch nach den Zerwürfnissen bei EGJ nicht an öffentlichen Streitereien beteiligte. Anfang 2019 wünscht er in einem Interview "jedem nur das Beste". Nun scheint jedoch eine Grenze überschritten worden zu sein. Die Schuld sieht Ali Bumaye offenbar klar auf der Seite von Bushido und lässt seinen Gefühlen freien Lauf:

"Lieber Bushido, ich habe jahrelang mein Maul gehalten und wollte mich nie da einmischen. Vor allem nicht öffentlich, weil ich das einfach nicht gut finde. [...] Aber ich verstehe dich: Du bist einfach nur frustriert mit deinem Wanderpokal da Zuhause. Aber jetzt mein Freund hast du's endlich: Lass uns anfangen! Ich bin dabei. Das genau meine Spezialität. Also anschnallen: F*tze!"

Die Bilder seiner weinenden, zitternden Mutter hätten ihn zu einem Umdenken bei seinem zukünftigen Umgang mit Bushido bewogen. Er könne sich das in dieser Form nicht gefallen lassen. Alle Beobachter*innen sollen nun die Show genießen, die fortan abgehen werde. Was Ali Bumaye damit meint, lässt sich vorerst nur erahnen.

Für den kommenden Sonntag hat er für 12 Uhr ein Statement auf seinem YouTube-Kanal angekündigt. Auf Instagram teaste der Berliner zudem einen Song an, der sich um einen "Urlaub in Mykonos" und eine "fiktive Person" drehen soll. Es scheint auf eine ziemlich private Ebene zu gehen.


Foto:

Screenshot via instagram.com/alibumaye

Aus Sicht der Polizei verlief der Großeinsatz übrigens "unproblematisch". Das sieht Ali Bumaye offenkundig gänzlich anders.


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