Flers Album "lag schon damals bei Xatar in der Zelle"

Fler wird ja immer besonders genau auf die Finger geschaut. Wenn es dann auch noch Namedropping gibt, wird's richtig spannend.

Auf der neuen Bewährung Vorbei EP fällt auch der Name Xatar. Nein, kein Beef! Das passiert in einem komplett unverfänglichen Kontext. Im Song Titelsong rappt der Berliner diese Zeilen:

In Wahrheit beten sie mich an wie ein Altar in der Kapelle / Mein Album lag schon damals bei Xatar in seiner Zelle

Realtalk? - Realtalk! Die meisten dürften die Vice-Reportage über Xatar im Gefängnis gesehen haben. In seiner "Medienecke" hatte der Bonner eine amtliche Sammlung nationaler und internationaler Rap-Alben liegen.

Dort ist auch "Flare" zu finden – so wurde Flers Name zumindest ins Englische übersetzt. Der Flizzmaster ist in bester Gesellschaft allseits beliebter Acts wie Manu Elson, Freunschaftskreis, Belo Bass, Asa (ich kenne nur eine Asa und die rappt nicht!) und vielen weiteren Deutschrap-Vertretern.

Flers EP kannst du bereits seit heute Nacht online hören. Schau bei der Reportage ab 12:18 Minuten rein:

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Kommentare

Kay one! War das ein Diss gegen A.F.?

Jeder kennt diese eine Asa!!!
Lecker ^_^
Die is auch in einer Industrie.

Er sagt Azad, nicht Asa. Er verschluckt nur das d, sodass man es kaum hört :D

Wird wirklich Ayran mit beer übersetzt?

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Dardan lehnte als Newcomer Verträge bei "den größten Labels" ab

Dardan lehnte als Newcomer Verträge bei "den größten Labels" ab

Von Djamila Chastukhina am 14.06.2021 - 12:57

Dardan (jetzt auf Apple Music streamen) hat sich bereits 2016 durch den Hit "Wer macht Para?" mit Eno einen Namen gemacht. Seitdem sind die Klickzahlen immer weiter gestiegen und er ist immer bekannter geworden – und das obwohl er große Deals abgelehnt hat. Trotz vieler Angebote von Major Labels wollte er independent bleiben.

Mit Hypnotize Entertainment weiter in Richtung Selbstständigkeit

Der Anfang seines musikalischen Erfolgs brachte eine große Umstellung mit sich: Der damals 19-Jährige kündigte seinen Job in einer Bäckerei und brachte eine Woche später "Wer macht Para?" raus. Von da an ging alles ganz schnell. Als damaliger Newcomer erzählte Dardan in einem Interview mit Aria, dass der Einstieg in die Rapszene für ihn und sein Team wie ein Sprung ins kalte Wasser war. 

"Das war voll die Umstellung, ich hatte keine Ahnung vom Rapbiz, weil wir machen ja auch alles alleine, so. Aber jetzt haben wir alles gecheckt, wir haben die Leute, wir haben unsere Booking-Agentur. Wir machen jetzt unser Ding und es läuft. Ja, jetzt läuft's besser."

Und das tut es bis heute. Er wollte schon immer sein eigenes Ding durchziehen und muss heute als Gründer von Hypnotize Entertainment seine Tracks nicht mehr unter dem Namen eines anderen Labels releasen.

Dardan lehnte Verträge der "größten Labels" ab

In einem Interview mit Tim Gabel erzählt Dardan, dass er ohne sein Team womöglich direkt bei einem großen Label unterschrieben hätte. Seine Freunde haben ihm jedoch davon abgeraten und auf diese gehört zu haben, erweist sich bis heute wohl als eine der besten Entscheidungen in der Karriere des nun 23-Jähigen. Laut eigener Aussage haben seine Jungs ihm dabei geholfen, vor allem am Anfang seiner Karriere "keine Scheiße zu bauen".

"Sehr viele Anfragen kamen da, von den größten Labels damals. Ich weiß nicht, ohne [meine Partner] wär' ich halt safe irgendwo hingegangen. Ob's ein Xatar ist, ob's, was weiß ich, KMN ist, oder so, weißt du? Weil ich will einfach nur Rapper werden und ich will den Traum leben, weißt du wie ich meine? Ich wär' safe einfach irgendwo hingegangen. Und die Jungs wollten einfach nicht, dass ein Junge von hier wieder irgendwo hingeht und dass ich vielleicht komplett auseinandergenommen werde."

Womöglich hätte Dardan also bei bekannten Rappern wie Xatar oder der KMN Gang gesignt sein können, wenn die Dinge anders verlaufen wären. Vielleicht hätte seine Karriere damit sogar schneller Fahrt aufgenommen.

Heute weiß er aber für sich, dass er den richtigen Weg gegangen ist. Seit 2018 arbeitet er im Vertrieb mit URBAN von der Universal Music Group zusammen, jedoch ist er nach wie vor der Auffassung, dass man heutzutage kein großes Label braucht, um selbst groß zu werden. Er sieht sich selbst als besten Beweis dafür.


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