Deutsche Rapperin zieht bei Newtopia ein
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Mit großen Erwartungen der Zuschauer war Newtopia vor einigen Wochen gestartet. 15 gecastete und zu Pionieren ernannte Fremde sollten das Experiment wagen, eine neue, andere und vielleicht sogar bessere Gesellschaft zu erschaffen als die vorhandene. Ein nächtlicher Skandal und schlechte Einschaltquoten sorgen aktuell für Missgunst und so greift man offenbar zu jemandem, der Aufruhr garantiert: Lady Bitch Ray.

Gestern Nachmittag zog die promovierte Sprachwissenschaftlerin in das Camp ein. Bei öffentlich-rechtlichen Sendern wie dem Bayerischen Rundfunk oder Radio Bremen ist sie in der Vergangenheit oft angeeckt. So kündigte man ihr das Arbeitsverhältnis und zensierte Sendungen, in denen sie Promo für einen Kinofilm machte, oder strich deren Wiederholungen ganz aus dem Programm.

Wer ihre Auftritte in diversen Talkshows kennt, weiß, dass Lady Bitch Ray ein echter Stimmungsmacher ist. Sie propagiert ihre ganz eigene Vorstellung von Emanzipation und hat sich, früher zumindest, dabei die Frage gestellt, warum es eine schockierende Wirkung auf das Publikum hat, wenn sie Harald Schmidt ihre Körperflüssigkeit in einem Plastikbecher als Gastgeschenk überreicht. 

Verzweifelt seitens der Produktionsfirma scheint der Griff nach Lady Bitch Ray als Lösung gegen schlechte Einschaltquoten auch deshalb, weil Jon De Mol, der Erfinder des Formats in der holländischen Ausgabe der Sendung, einmal Eingriff, weil ihm die Wortwahl der Teilnehmer nicht gefiel. Die Pioniere hätten immerhin eine Vorbildfunktion, erklärte er in einem Interview.

Doch wollen wir mal nicht zu voreilig sein und ihr den Gefallen tun, das zu denken, was sie von uns erwartet. Schauen wir uns das Ganze erst einmal an. Oder lassen es sein, weil es Besseres gibt.

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