Capital Bra bringt eigene Pizza auf den Markt

Dinge, die in Deutschland äußerst beliebt sind: Musik von Capital Bra und Tiefkühlpizza. Ein Mensch mit Sinn für das Geschäft ist offenbar auf die Idee gekommen, beides zu verbinden.

"Gangstarella": Capital Bras Tiefkühlpizza kommt in 2 Sorten

Ein Werbespot zeigt Capital Bra zusammen mit einem mehrköpfigen Pizza-Entwicklungs-Team. Der Hitgarant mit sibirischen Wurzeln möchte, dass seine Pizza "schön knusprig" wird und so schmeckt, "als ob die ein Italiener gemacht hat". Die Kreation so einer Pizza sei definitiv "kein Spaß".

Mit dem Design seiner eigenen Tiefkühlkost schlägt Capital Bra ein neues Kapitel in der Vermarktbarkeit von Deutschrap auf. Bisher erweiterten Deutschrapper*innen ihr Business gerne mit Deals, die im Zusammenhang mit Tabak-Produkten oder Nahrungsergänzungsmitteln stehen. Die Artists bewarben und bewerben vor allem Produkte, die direkt mit der Musik und dem dazugehörenden Lifestyle verknüpft sind. Mit Tiefkühlkost dockt Capital Bra nun bei einer viel breiteren Zielgruppe an. Es heißt nicht umsonst: Jeder mag Pizza.

Die Pizza wird unter der Eigenmarke "Gangstarella" erscheinen. Das Ganze kommt in zwei Sorten an den Start, damit sowohl fleischliebende als auch fleischablehnende Bratans, Bratinas und Bratuchas etwas zu beißen bekommen. Zur Auswahl stehen: Rindersalami und Grillgemüse.

Ab 11. Mai gibt es die Capi-Pizza im Einzelhandel zu entdecken. Genauer gesagt wird sie im Sortiment von Rewe, Kaufland und Edeka zu finden sein. Welche Ausflüge in die Werbung deutsche Rapper schon unternommen haben, kannst du hier nachlesen:

Deutschraps wildeste Ausflüge in die Werbung

Der Cashflow darf nie abklingen. Damit sich die begehrten Scheine auch ohne Straßenhustle bis zur Decke stapeln, stellen Rapper ihr Talent gerne Mal der Werbewirtschaft zur Verfügung. Dabei ist manchmal nicht ganz klar, wie sehr sich der Künstler eigentlich wirklich mit den Dingen identifiziert, die er für den Extra-Taler anpreist.

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Bushido & Mois schließen Frieden: Beef ja, aber nicht mit dem Keller

Bushido & Mois schließen Frieden: Beef ja, aber nicht mit dem Keller

Von HHRedaktion am 27.05.2020 - 13:18

Der lange eher subtil brodelnde Konflikt zwischen Mois und Bushido, der vor etwas weniger als zwei Wochen auf einmal sehr explizit wurde (hier nachlesen), ist offenbar erstmal ad acta gelegt worden. Beide Seiten haben nach einem wohl klärenden Telefonat versöhnliche Töne in ihren Insta Stories geteilt.

Frieden zwischen Mois & Bushido

In ihren Statements halten sich beide kurz und vage, aber stellen klar, dass "unnötige[r] Streit" aus der Welt geschafft wurde. Sie wünschen sich gegenseitig viel Erfolg. Bei Mois sieht das wie folgt aus und Bushidos Post findet ihr darunter:

"Habe gerade mit @moiskid telefoniert. Immer schön, wenn man sich ausspricht und merkt, dass man auf Augenhöhe unnötigen Streit aus der Welt schaffen kann. Viel Erfolg und bleib gesund." – Bushido

Ein Eingeständnis, dass er und Mois "auf Augenhöhe" agieren, hätte man vor einiger Zeit wohl kaum von Bushido erwarten können. Auch von Mois Seite erscheint die Versöhnung erstmal überraschend, aber es wird für beide Parteien der smartere Weg sein.

Mois spart sich seine Energie für wichtigere Projekte als Bushidos Albumpromo auf. Und Bushido dürfte kein Interesse daran haben, dass ein 1,6 Millionen Abos starker Keller an seinem Elfenbeinturm rüttelt.

Bushido kündigt "Sonny Black II" an

Abgesehen von seinem Entertainment-Faktor bis zum einem gewissen Level bedeutet Beef nämlich primär zwei Dinge: Stress und Aufmerksamkeit. Keiner weiß das so gut wie Bushido, dem Mois in seinem emotionalen Rant attestierte, er brauche für jede Promophase einen Beef.

Aufmerksamkeit hat Mois wie derzeit kaum eine andere Person in der deutschsprachigen Raplandschaft. Und Bushido hat mit minimalem Aufwand einen kleinen Knall provoziert, kurz bevor seine Promophase richtig losgeht. Denn natürlich erscheint ein neues Album: "Sonny Black II" soll am 11. September droppen und Mois wird nicht derjenige sein, über den der Berliner Taktiker seine Boxen an den Mann bringt.

Stattdessen legt Animus, der die Promo für die LP teilt und demnach daran beteiligt sein dürfte, wohl grade einige Lines gegen Fler und insbesondere Capital Bra zurecht. Der ehemalige EGJ-Artist hat nach der gemeinsamen Zeit genug Material gegen seinen kurzzeitigen Labelboss geliefert, das unbeantwortet im Raum steht.

Außerdem dürfte es der zähen Base, die sich 2020 immer noch auf Bushido-Alben freut, entgegenkommen, wenn der Berliner jemanden ins Visier nimmt, dessen Musik sie ohnehin niemals fühlen werden.


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