Stephen Norris ließ sich in seinem Leben bisher noch von keinem Schicksalschlag zerstören. Dabei hätte es vermutlich genug Momente gegeben, in denen andere jeglichen Lebenswillen verloren hätten.

Nicht nur, dass er blind auf die Welt kommt. Ihm fehlen bei seiner Geburt auch die Augäpfel. Außerdem zwingt ihn ein Defekt an seiner Wirbelsäule, bereits mit zwei Monaten eine schwere OP durchzuführen, ohne die er sonst ewig gelähmt geblieben wäre. Seine Klumpfüße und die notwendige Entfernung verschiedener Tumore macht weitere Operationen nötig.

Obwohl Ärzte bereits nach der Geburt der Mutter empfehlen das Kind aufzugeben, da es nur eine Lebenserwartung von einem Jahr haben würde, hält die Familie zusammen. Zum Glück! Denn aus dem Jungen mit den zahlreichen Behinderungen wächst tatsächlich ein Kind heran, das seine Eltern mit seinem musikalischen Talent überrascht.

Mit vier Jahren spielt er Keyboard, mit fünf Jahren singt er bereits munter vor sich her. Ab seinem neunten Lebensjahr beginnt er sich für Rap zu interessieren. Nachdem er von seinen Managern entdeckt wurde, beginnt er seine Skills zu perfektionieren und überzeugt bei mehreren Rap-Battles seine Gegner und Zuschauer.

Aus Stephen Norris, dem Kind ohne Perspektive wird Blind Fury, Battle-Rapper. Im vergangenen Jahr releaste er sein Debüt Young And Gifted Always und konnte reichlich Lob von Rap-Größen wie TechN9ne und Killer Mike einholen. Auch bei uns konnte Blind Fury bereits für Aufsehen sorgen, nachdem Seperate eines seiner Videos auf Facebook teilte.

Sieh dir hier die Videos an:

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Ssynic bei Germania: "Ich bin schon wirklich hart deutsch"

Ssynic bei Germania: "Ich bin schon wirklich hart deutsch"

Von Robin Schmidt am 10.10.2019 - 12:50

In einer neuen Folge von Germania ist Ssynic zu Gast. Während die Kamera ihn durch seinen Alltag begleitet, erzählt der Battlerapper zunächst, wie sein Vater von Sierra Leone nach Düsseldorf kam. Seinen Vater hat Ssynic dabei scheinbar nie kennengelernt. Außer seinen äußerlichen Merkmalen wie Haare und Hautfarbe und seinem Rhythmusgefühl hat Ssynic mit der Herkunft seines Vaters wenig gemein. 

"Ich bin schon hart deutsch. Ich bin Pünktlichkeitsfanatiker, Strukturfanatiker, Ordnungsfanatiker. Weniger Emotionen, mehr Kopf als Herz." 

Weiterhin berichtet Ssynic über einige rassistische Anfeindungen während seiner Zeit in der Gastronomie. Für ihn steht ganz klar fest, dass das N-Wort "kein nicht-dunkelhäutiger Mensch sagen darf". Früher habe er sich vorher Gedanken gemacht, was er sagen kann, "wenn mir einer was an den Kopf wirft. 

Ein Ventil für Ssynic war schon immer der Battlerap. Hier konnte er seinen Gedanken freien Lauf lassen und kreativ werden. Mittlerweile fühlt er sich aber nicht nur im Rap zu Hause, sondern ist auch als Ghostwriter, YouTuber und Comedian aktiv. Wie es dazu kam, erzählt Ssynic gegen Ende des Videos. 

Rooz hat dieses Jahr in einer Folge von #waslos mit Ssynic, Oxxxymiron, Tierstar & PA Sports einen interessanten Battle-Talk geführt. Das kannst du dir hier reinziehen: 

SSYNIC, Oxxxymiron, Tierstar & PA Sports im Battle-Talk mit Rooz #waslos

https://www.instagram.com/roozlee https://www.instagram.com/hiphopde Viel wurde schon über das Finale des Alpha Royale gesprochen. Rooz wollte die Sache klären und alle Beteiligten für eine neue Folge #DerDiisch zusammentrommeln, aber alle Judges haben abgesagt. Außer Tierstar.


SSYNIC über das N-Wort, rassistische Erlebnisse und Battlerap als Ventil

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