Ja sicher! Die Roboter übernehmen sowieso irgendwann die Weltherrschaft, weil die Menschen nie genug kriegen. Anscheinend kann dann trotzdem noch ordentliche Musik gepumpt werden.

Finnische Forscher haben jetzt einen Rap-Roboter namens Deep Beat entwickelt, der angeblich um 21% besser sein soll als die besten menschlichen Rapper. An der Spitze der minderwertigen Menschheit sieht die Maschine übrigens Inspectah DeckRakim und Redrama aufgrund ihrer hohen Reimdichte.

Deep Beat analysiert unterschiedliche Reimstile und Muster wie Assonanzen, also Passagen, in denen sich Vokale aufeinander Reimen ("Baba Haaaft / Masafaaack"). Eminem schnitt in der Analyse nicht so gut ab, da er häufig Wörter ungewöhnlich ausspricht, um Reime zu erzeugen. Genaueres kannst du hier nachlesen. Jeden erkennt der Roboter derartige Abweichungen nicht und checkt daher nicht, wie krass Em ist.

Und da wären wir auch beim Problem an der ganzen Sache: Ein todeskrasser Reimroboter ist ja schön und gut, bestimmt lustig und interessant. Aber wo bleiben Vibe, Flavor, Flow – diese unmessbaren Faktoren, die diese Rapmusik zu dem machen, was sie ist? Dann baut Deep Beat halt 21% krassere Reimschemata als Rakim, aber kann er auch kreativ neue Stories entwickeln und durch Betonungen Gefühle ausdrücken? – Nope! Bauen Roboter herzergreifende Melodien, aggressive Beats und smoothen Boombap? – Hoffentlicht nicht allzu bald.

Ich persönlich hoffe, nicht den Tag erleben zu müssen, an dem rappende Roboter die wahren Hiphop-Vertreter ablösen. Beim Graffiti hat die Zukunft schon begonnen, aber das ist ja cool.

So geht dieses Rap!

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Was die besten Rapper der Welt von allen anderen unterscheidet

Was die besten Rapper der Welt von allen anderen unterscheidet

Von David Molke am 20.05.2016 - 17:12

Rakim, Biggie, Eminem, Kendrick Lamar: Sie gehören ohne Zweifel zu den besten Rappern der Welt, vielleicht sogar zu den besten Lyrikern aller Zeiten.

Warum das so ist, erklärt das oben eingebundene Video von Vox, und zwar extrem ausführlich und anschaulich. Genau das Richtige für jeden Silbenzähler (und alle, die es werden wollen).

Sehr schön erkennbar: Die Entwicklung der unterschiedlichen Reimstile und -formen sowie der historische Zusammenhang. Endlich haben wir es Schwarz auf Weiß.

Was Rakim im Vox-Video erzählt, stammt übrigens aus der ebenfalls extrem empfehlenswerten Doku Something from Nothing: The Art Of Rap.


Rapping, deconstructed: The best rhymers of all time

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