$ 800 Millionen Wertverlust: Warum Rihanna zum Löschen von Snapchat aufruft

Noch vor einiger Zeit war Snapchat das heißeste Eisen im Social Media-Feuer. Wer wissen wollte, wie DJ Khaled Nachts auf einem Jetski umherirrt oder warum Kokosnussbutter der Schlüssel zum Erfolg ist, der war auf Snapchat unterwegs (hier ein kleines Best-of). In letzter Zeit häufen sich aber die wenig positiven Meldungen über den Instant-Messaging-Dienst. An der Spitze der aufgekommenen Negativspirale steht nun eine Aktion mit Rihanna.

In einer Werbeanzeige zum Spiel "Would you rather!", was so viel bedeutet wie "Würdest du lieber!" (in der Late Night-Show Neo Magazin Royale mit Jan Böhmermann läuft das Spiel unter dem Namen "Entscheide dich!"), tauchten Chris Brown und Rihanna auf. Es gab zwei Auswahlmöglichkeiten: Entweder ein Schlag gegen Riri oder ein Punch gegen Chris Brown:

Rihanna wurde 2009 Opfer einer Prügelattacke ihres damaligen Freundes Chris Brown. Der Superstar selbst und auch niemand sonst scheinen diese Werbung lustig zu finden. Die Verantwortlichen von Snapchat bedauern gegenüber Mediendiensten ihr Handeln zutiefst und müssen dennoch mit den Konsequenzen leben. Diese spiegeln sich vor allem im Aktienkurs wieder. Der Wert der Papiere sank um $ 800 Millionen, nachdem Rihanna sich persönlich zu Wort meldete:

Sie bringt in ihrer Instagram-Story ihr komplettes Unverständnis über die Anzeige zum Ausdruck und empfiehlt letztendlich, die App zu löschen. Diese Form von Werbung verharmlose häusliche Gewalt. Damit sorgte sie für einen ähnlichen hohen Kursverlust wie Kylie Jenner. Der Sprössling des Kardashian-Clans brachte mit einem Statement über das neue Design der App, die Aktie zum vermeintlichen Sturzflug. Ganze $ 1,7 Milliarden Wertverlust soll die Aktie hingenommen haben:

Kylie Jenner on Twitter

sooo does anyone else not open Snapchat anymore? Or is it just me... ugh this is so sad.

Chris Brown kann der Sache übrigens genauso wenig abgewinnen und lässt gegenüber dem Portal E! News verlauten, dass derjenige, der die Anzeige freigegeben habe, geschlagen gehöre. Es steht aktuell nicht gut um das Image von Snapchat und auch die User-Zahlen dürften davon nicht gerade profitieren.

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