Wie Sun Diego zu einem möglichen Frieden mit Kollegah steht

Anlässlich seines an diesem Mittwoch erscheinenden Buches "Yellow Bar Mitzvah: Die sieben Pforten vom Moloch zum Ruhm" sprach Sun Diego unter anderem mit dem "Express". Im Interview äußert er sich zu seinem aktuellen Verhältnis zu Kollegah. Ein Friedensschluss scheint demnach nicht ausgeschlossen zu sein.

In seiner Biografie spricht Sun Diego offenbar positiv über die "Bossaura"-Zeit. Dies seien keine versöhnlichen Töne, sondern habe einen einfachen Grund:

"Das ist einfach Fakt. Die gemeinsame 'Bossaura'-Zeit war geil. Auch wenn wir momentan Streit haben, wir haben zusammen Mucke gemacht. Ich hätte ihm im Buch auch eine mitgeben können, das ist aber einfach eine rationale Sicht auf die Dinge."

Rein technisch gesehen stünde einer künftigen Zusammenarbeit zwischen ihm und Kollegah nichts im Wege. Allerdings müsse vor allem das Menschliche stimmen, was zurzeit nicht der Fall sei. "Wenn Kolle mal das Verlangen hat, zu reden, kann er sich meine Nummer geben lassen und mich anrufen", so Sun Diego.

Der Beef nahm im Januar 2017 an Fahrt auf, als Sun Diego seinen großen Abrechnungstrack veröffentlichte und einen "1000 Bars Kollegah-Diss" ankündigte, der jedoch nie erschien. Kollegah antwortete unter anderem ausführlich in seinem dritten "Legacy"-Part.

Da Kolle auch noch vor wenigen Monaten auf "Jung Brutal Gutaussehend 3" mehrfach in Richtung Sun Diego austeilte, scheint eine baldige Versöhnung unwahrscheinlich. Allerdings wissen wir seit Farid Bangs und Flers Friedensschluss, dass nichts unmöglich ist.

Check hier den heute veröffentlichten Trailer zu Sun Diegos Biografie sowie das gesamte "Express"-Interview mit ihm ab:

Sun Diego - Yellow Bar Mitzvah (Official Releasetrailer prod. by Digital Drama)

YBM OUT NOW: https://spongebozz.lnk.to/YBM-Amazon https://spongebozz.lnk.to/YBM-Hugendubel Kaum ein Künstler polarisierte in den letzten Jahren so stark wie Sun Diego. Mit seiner musikalischen Vision modernisierte und prägte er den Sound von Deutschrap, revolutionierte mit seiner Zweitkarriere als SpongeBOZZ die Battle-Kultur und etablierte sich als einer der erfolgreichsten Rapper Deutschlands.

Sun Diego a.k.a. Spongebozz: Dieser Schwammrapper ist der Held auf den Schulhöfen

Auf den Schulhöfen dieses Landes läuft seine Musik hoch und runter: Von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, hat sich Dimitri Chpakov alias Sun Diego alias Spongebozz zu einem der beliebtesten Rapper in Deutschland entwickelt ...

Groove Attack powered by Hiphop.de

Groove Attack powered by Hiphop.de

Deine Deutschrap-Playlist powered by Hiphop.de, immer mit den aktuellsten Tracks der deutschen Hip-Hop Szene! Cover: ERRDEKA

Groove Attack ist Streaming Partner von Hiphop.de

Deine Meinung dazu?

Weiter ...

Tyler, The Creator spricht über Eminems homophoben Diss auf "Kamikaze"

Tyler, The Creator spricht über Eminems homophoben Diss auf "Kamikaze"

Von Michael Rubach am 06.10.2019 - 18:47

Tyler, The Creator hat nach ungefähr einem Jahr zum ersten Mal ein wenig ausführlicher auf den Diss von Eminem auf dem "Kamikaze"-Track "Fall" reagiert. In einem Interview mit der britischen Zeitung The Guardian erzählt Tyler, wie er die homophobe Line gegen ihn wahrgenommen hat, die Eminem selbst im Nachhinein bereute.

Tyler, The Creator zockte GTA, als er Eminems Diss hörte

In der Zeile des Anstoßes bezeichnet Eminem, dem schon oft in seiner Karriere eine homophobe Einstellung nachgesagt wurde, Tyler als "f*ggot":

"Tyler create nothing, I see why you called yourself a f*ggot, b*tch / It's not just 'cause you lack attention / It's 'cause you worship D12's balls, you're sacrilegious"

Angesprochen auf die Line entgegnet Tyler, dass er bisher nicht über den Front gesprochen habe, da er so Eminems Erwartung erfüllt hätte. Eminems Reue scheint bei Tyler zudem keinen besonders nachhaltigen Eindruck hinterlassen zu haben. Er sagt, dass Eminem nur zurückgerudert sei, weil sich viele Menschen durch die Wortwahl angegriffen fühlten.

Der Name ist Programm: Eminem rantet auf "Kamikaze" aus der King-Perspektive

Eminems neues Album "Kamikaze" ist offenkundig aus einem Gefühl der Wut heraus entstanden. Slim Shady ist zurück und nimmt keine Rücksicht auf Namen und Trends."I feel like I wanna punch the world in the f*ckin' face right now"Der erste Track "The Ringer" stellt direkt klar, was ihn dermaßen aufwühlt.

Eine Szene, die Tyler schildert, lässt erahnen, wieso er "Fall" keine größere Bedeutung beigemessen hat. So beschreibt er die Situation, in der er das erste Mal von Eminems Diss Notiz nahm.

"Wir haben Grand Theft Auto gespielt, als wir das hörten. Wir haben zurückgespult und sagten: 'OH'. Und dann spielten wir weiter".

Es wirkt nicht so, als hätte Tyler sich viel aus der lyrischen Attacke gemacht. Ihm scheint es schlichtweg egal gewesen zu sein.

Eminem hat Tyler auch schon mal mehr als ein Schulterzucken abgerungen. Früher war der Odd Future-Mitbegründer sogar richtiger Fan. Zuletzt erläuterte er in einem Radiointerview, warum diese Phase vorläufig vorüber ist und er mit dem neuen Eminem-Sound nichts mehr anfangen kann.

Tyler, The Creator erklärt, warum er Eminems neue Musik nicht mehr fühlt

Tyler, The Creator hat in einem Interview bei Hot 97 dargelegt, wieso ihm der neuere Output von Eminem nicht mehr gefällt. Gegenüber Moderator Funkmaster Flex umreißt Tyler dabei seine persönliche Wandlung von einem großen Eminem-Fan zu einem eher kritischen Beobachter.


Sag uns deine Meinung zu diesem Artikel! (0 Kommentare)