Wieso sich der Musikmarkt bald grundlegend verändern könnte

Kryptowährungen sind derzeit in aller Munde – und scheinen die Zukunft zu sein. Vor knapp zwei Wochen konnte der Bitcoin auf verschiedenen Börsen zum ersten Mal die 20.000 US-Dollar-Marke durchbrechen. Insgesamt hat der Bitcoin-Kurs in diesem Jahr um mehr als 2.500 Prozent zugelegt. Man muss kein Genie sein, um zu realisieren, dass die neuen Währungen und das System dahinter Einfluss auf alle Lebensbereiche haben werden – auch auf die Musikindustrie.

Nachdem Künstler wie Ghostface Killah, The Game und 50 Cent bereits mit Kryptowährungen experimentierten, war es im November die isländische Sängerin Björk, die den Gedanken an eine Revolution des Musikmarktes vorantrieb. Ihr Album "Utopia" können Käufer nicht nur mit US-Dollar, Euro & Co. bezahlen, sondern auch mit Bitcoin, AudioCoin, Litecoin oder Dash. Zudem bekamen alle, die die Platte über Björks Online-Shop vorbestellten, 100 AudioCoins geschenkt. Diese können wiederum von den Fans dafür benutzt werden, limitierte Editionen oder andere Fan-Artikel zu erwerben. So entsteht eine Art Kreislauf.

Das System dahinter nennt sich Blockchain – eine dezentrale Datenbank. Und dieses System soll für eine gerechtere Verteilung der Einnahmen sorgen, fernab von Streaming-Plattformen, indem keine Partei die Daten "besitzt", sondern indem sie unter allen Teilnehmern verteilt sind. Ken Foster vom britischen Startup Blockpool erklärt:

"Ein gestreamter Song bringt einem Musiker 0,01 Cent. Wenn 20 Leute an dem Song beteiligt sind, dann bekommt jeder von ihnen einen Bruchteil von diesem einen Cent. Jeder muss also ewig warten, bis Geld ausgeschüttet wird."

Mit einem Bezahlsystem, das auf Blockchain aufbaut, würde jeder umgehend seinen Anteil erhalten, wenn ein Fan auf Play klickt. "Fair Trade Music" wird das Ganze von anderen Künstlern bereits genannt, die sich eine Revolution für den Musikmarkt erhoffen, auf dem es zuletzt immer schwieriger wurde, Platten zu verkaufen. Mit Blockchain wären Künstler unabhängig von der Musikindustrie – und würden vielleicht sogar mehr musikalische Experimente wagen.

Noch klingt das System für viele zu kompliziert, die meisten Hörer greifen zurzeit auf Streaming-Anbieter zurück. Dass die Plattformen allerdings mit großen Problemen zu kämpfen haben, ist kein Geheimnis und macht den Weg frei für eine grundlegende Veränderung des Marktes.

Wieso Streaming-Anbieter offenbar ein großes Problem haben

Musik-Streaming ist die Zukunft - sagen viele. Das mag stimmen. Doch noch scheint Streaming kein Geschäftsmodell zu sein, mit dem die Anbieter tatsächlich Geld verdienen können. Der ehemalige Interscope-CEO Jimmy Iovine sprach darüber in der letzten Woche mit Journalisten in Los Angeles - und zeichnet ein düsteres Bild.

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Rihanna ist angeblich die reichste Musikerin der Welt

Rihanna ist angeblich die reichste Musikerin der Welt

Von David Molke am 05.06.2019 - 16:41

Rihanna besitzt offenbar ein größeres Vermögen als zum Beispiel Madonna oder Beyoncé. Laut Schätzungen von Forbes ist sie die reichste Musikerin der Welt. Das Magazin hat kürzlich erst Jay-Z zum ersten Hiphop-Milliardär erklärt und damit für Furore und ungläubige Fans gesorgt. Jetzt schätzt Forbes das Vermögen von Rihanna auf rüber 600 Millionen.

Rihanna soll die reichste Musikerin der Welt sein

$600 Millionen Vermögen: Wie Forbes anhand vorsichtiger Schätzungen errechnet haben will, soll sich das Vermögen der Musikerin und Geschäftsfrau auf über 600 Millionen US-Dollar belaufen. Damit steckt sie offenbar nicht nur Madonna und Beyoncé in die Tasche, sondern ist allgemein die reichste weibliche Musikerin der Welt.

  • Rihanna ($600 Millionen)
  • Madonna ($570 Millionen)
  • Céline Dion ($450 Millionen)
  • Beyoncé ($400 Millionen)

How Rihanna Created A $600 Million Fortune-And Became The World's Richest Female Musician

That's the opening line of Rihanna's 2016 dance hall anthem titled, appropriately, Work. It could also serve as her personal motto. Famous first as a singer, Robyn Rihanna Fenty, age 31, has since evolved into a style icon and makeup entrepreneur-and soon she'll be the first black woman in charge of a major luxury fashion house.

Work, work, work, work, work: Rihanna hat sich so viel Geld nicht nur mit Musik erwirtschaftet. Ähnlich wie Jay-Z hat auch die Musikerin noch viele andere Geschäftszweige erschlossen. Getreu dem Motto "B*tch, better have my money" macht sie unter anderem mit Mode und Beauty-Produkten Umsatz.

Fenty Beauty (das erste neue Modehaus bei LVMH in über 30 Jahren) soll zum Beispiel innerhalb von nur wenigen Wochen über 100 Millionen US-Dollar eingebracht haben. Allein im letzten Jahr konnte die Beauty- und Kosmetik-Firma offenbar über 570 Millionen Umsatz gemacht haben. Die gesamte Operation soll um die drei Milliarden wert sein – für so viel Geld ist Beats by Dre über die Ladentheke gewandert.

Dazu gesellt sich die Savage X Fenty-Lingerie-Linie, die Rihanna zur Hälfte besitzt und zu der auch die Mode-Firma namens TechStyle Fashion Group zählt. Quasi nebenbei macht Rihanna aber natürlich auch noch Musik, und zwar sehr erfolgreich. Laut Forbes kommt daher der Rest des Vermögens von insgesamt über 600 Millionen US-Dollar.

Jay-Z ist laut Forbes der erste Hiphop-Milliardär

Jay-Z ist kein Business-Man, er ist ein Business, Man - das weiß jedes Kind. Jetzt steht offenbar auch fest, dass er als erster Hiphop-Künstler über eine Milliarde US-Dollar schwer wiegt. Das schreibt zumindest Forbes, die laut eigener Aussage "vorsichtig" geschätzt und genau nachgerechnet haben: Offenbar handelt es sich bei Jay-Z um den ersten Hiphop-Milliardär.

Coachella 2019: Filmpremiere mit Rihanna & Donald Glover & Live-Streams vom Festival

Mitte April in Indio: hunderttausende Feierwütige stürmen unter der kalifornischen Sonne bis vor die Bühnen des Geschehens. Das Coachella Valley Music and Arts Festival ist wieder in vollem Gange. Das berühmte Musikfestival findet jährlich an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden im April statt.


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