Was ist denn mit der Realness? Olli Schulz bezieht Stellung

Dass sich Olli Schulz für Hiphop interessiert, wissen wir spätestens, seitdem er Kollegah in seine Sendung Schulz & Böhmermann eingeladen hat und dort diverse Punchlines des Rappers droppte. Kein Wunder also, dass er sich in einem neuen Interview auf die Seite von Kollegah schlägt, wenn es um die Realness-Debatte mit Fler geht.

"Was soll eigentlich diese ******e mit Real Hiphop", fragt Olli Schulz sichtlich genervt. "Jemand schreibt einen guten Song, macht einen guten Text und das gefällt mir. Mir ist das egal, ob er diesen Lifestyle wirklich lebt oder nicht."

Demnach sei es vollkommen legitim, dass Kollegah als "Kunstfigur" auftrete, so Schulz. Es komme allein darauf an, dass die Musik einen entertaine. 

In Richtung Fler äußert Olli Schulz hingegen eher negative Worte. Interviews mit Fler würde er sich mittlerweile nicht mehr anschauen, da "der inzwischen Leute bedroht und ich finde das irgendwie dumm." Seine Musik schätze er zwar, Flers Lifestyle könne er aber nicht so richtig nachvollziehen. 

Die Stelle im Interview findest du ab Minute 4:00. 

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Kommentare

Unantasbar
Der olli der nie im knast war.
Warst du je im ghetto?,bitte sag ma.
Fler entertaint nicht,dafür *** mit deinem vata!!!

made my day!

Klar das sich Oli Schulz nur auf die Seite von Kollegah schlägt, weil er Fanboy ist. Nicht vll weil Fler eine Witzfigur ist, ein dummer Nazi oder auch nur regelmäßig seinen Arbeitskollegen bedroht.. nein, eindeutig fanboy karo! ;)

Als ob Olli das eingenommene, feige Bonzenkind etwas von Reallnes und dessen Bedeutung verstehen würde ^^

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Rassistischer Übergriff in Erfurter Straßenbahn: Maestro mit starkem Statement

Rassistischer Übergriff in Erfurter Straßenbahn: Maestro mit starkem Statement

Von Alina Amin am 28.04.2021 - 15:00

Maestro hat am gestrigen Abend seine Reichweite genutzt, um ein Video zu besprechen, das seit einigen Tagen im Internet kursiert. In dem kurzen Clip wird eine Szene aus einer Erfurter Straßenbahn gezeigt, in der ein 40-jähriger Mann einen syrischen Jugendlichen aufs Übelste rassistisch angeht und gewalttätig wird. Der Vorfall ist über den letzten Tag viral gegangen und wird inzwischen von zahlreichen Medienportalen aufgegriffen. Maestro hat sich in einem etwa zehn Minuten langen YouTube-Video zu dem Vorfall geäußert. Die Message ist klar: "Man darf nicht wegschauen".

Maestro will auf rassistischen Übergriff in Erfurt aufmerksam machen

Zunächst erklärt der YouTuber und Rapper, was in dem Video überhaupt passiert ist. So habe der Mann den Jugendlichen erst angefangen, rassistisch zu beleidigen und ist dann dazu übergegangen, den Jungen anzuspucken. Sodann trat er ihm mehrere Male ins Gesicht. Das Opfer reagierte während des ganzen Überfalls nicht. 

Maestro stellt zunächst das Offensichtliche klar: Was in Erfurt passiert ist, ist absolut ekelhaft. Sodann erklärt er, dass solche Übergriffe Ergebnis von dem Schubladendenken und den Kategorisierungen sind, die in der Deutschen Gesellschaft vorherrschen.

"Wieso zieht ihr Linien und Grenzen? Haben wir nicht genug gelernt von der Geschichte? Dass Mauern ziehen und Linien ziehen und niemals Frieden und Segen mit sich bringt?"

Im Anschluss darauf bezieht er sich konkret auf die Aussage des Täters im Video, der erklärt, dass Deutschland sein Land sei und auch auf das Denken von denjenigen, die der Meinung seien Menschen mit Migrationshintergrund sollen in ihr Herkunftsland zurück.

"Das ist nicht dein Land. Das ist unser Land"

Auch über Zivilcourage und Solidarität spricht er. Zunächst stellt Maestro diejenigen zur Rede, die sich für ihre eigenen Familienmitglieder oder Freunde einsetzen würden, aber nicht für Fremde – insbesondere, wenn diese Fremden Migrationshintergrund haben. Er kritisiert, dass man sich in der Gesellschaft an denjenigen bereichern würde, die unliebsame Jobs verrichten, diese aber nie als richtigen Teil der Gemeinschaft sehe.

Um Integration ginge es vielen Rassisten dabei nicht. So erklärt Maestro, wie er selbst ein Positivbeispiel für Integration sei und dennoch tagtäglich rassistischen Anfeindungen zum Opfer fiele. Auch in seinem Alltag wirke sich dies aus: So könne er nicht mal eine Wohnung finden.

Abschließend zweifelt er die Zivilcourage der Gesellschaft an und und stellt klar: 

"Jeder der zugut und sich denkt ja, ist passiert ist Mitschuld."

Er fordert seine Zuschauer dazu auf, sich für andere einzusetzen und Zivilcourage zu zeigen. Am Ende sei man immerhin eine Gemeinschaft. Man dürfe nicht weggucken – egal worum es geht. 

TW: Gewalt 

Übergriff in Erfurter Straßenbahn: Mann festgenommen

Bei dem Video handelt es sich um Geschehnisse vom vergangenen Freitag. Durch die Videoaufnahmen und Zeugenaussagen der weiteren Insassen der Bahn konnte der Mann zügig identifiziert werden. Nach dem Übergriff gelang dem Mann zunächst die Flucht. Am Montag soll er dann festgenommen worden sein. Ihm werden gefährliche Körperverletzung, Nötigung und Beleidigung vorgeworfen. Er ist der laut der Polizei als Drogenkonsument sowie wegen Gewalt- und Eigentumsdelikten bekannt. 


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