Snoop Doggs Rede beim Walk of Fame: Emotionale Worte für Dr. Dre

Nach allem, was er für Hiphop getan hat, bekam Snoop Dogg gestern seinen wohlverdienten Stern auf dem Walk of Fame. Bei der dazugehörigen Zeremonie präsentierte sich der "Drop It Like It's Hot"-Rapper mit Gucci-Pulli und Death Row-Kette von seiner besten Seite und hinterließ dankende Worte – vor allem an sich selbst und Dr. Dre.

Der mittlerweile 47-Jährige ist seit Jahrzehnten in der Szene tätig und gilt zu Recht als lebende Legende. Seit 1993 sind ganze 17 Alben des West-Coast-Rappers erschienen. In der Kategorie "Recording" erhielt er zu dem Anlass laut Variety den 2651. Stern auf dem Hollywood Boulevard.

Dankesrede an sich selbst

Wem er seinen Erfolg hauptsächlich zu verdanken hat, sieht Snoop ganz pragmatisch: seiner eigenen Person. Mit trockenem Humor und einer unantastbarer Selbstsicherheit sagte er während der Dankesrede in Los Angeles unter anderem: 

"Ich möchte mir dafür danken, dass ich an mich geglaubt habe. Ich möchte mir dafür danken, dass ich diese ganze harte Arbeit geleistet habe."

Auch dafür, sich nie freigenommen oder aufgegeben zu haben, dankt sich Snoop. Er habe stets versucht, mehr zu geben als zu nehmen und mehr richtig als falsch zu machen. Er ist sich weiterhin dankbar dafür, einfach nur er selbst zu sein. Seine persönlichen Lobeshymnen beendet Snoop lächelnd, indem er noch einen draufsetzt und von sich in der dritten Person spricht: 

"Snoop Dogg, you a bad motherf*cker"

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Snoop Dogg: "I want to thank me for believing in me, I want to thank me for doing all this hard work... Snoop Dogg you a bad motherf---er" https://t.co/NhwqManzAW https://t.co/TbzBmMexmt

Snoop Dogg über seine Karriere und Dr. Dre

Die Verleihung erfolgte durch "Jimmy Kimmel". Vor Ort waren außerdem der Präsident und CEO der Hollywood Chamber of Commerce, die sich um die Verwaltung der Sterne kümmert, sowie Erfolgsproduzent Quincy Jones und Death Row Records-Gründer Dr. Dre

Letzterer hatte schlussendlich neben Warren G, einem weiteren bekannten Vertreter des G-Funk, auch noch das Glück, vom Doggfather geehrt zu werden. Durch Gastauftritte auf "The Chronic" wurde Snoop erst berühmt. Umso emotionaler fiel der Teil der Rede über Dre aus:

"Dr. Dre hat an mich geglaubt, als ich dachte, ich wäre ein Niemand. [...] Er sah mich wie einen Gleichgestellten an und seit diesem Tag sind wir immer Brüder geblieben. [...] Wir verlassen uns aufeinander, wir brauchen uns. Also Dr. Dre, ich möchte dir sagen, dass ich dich liebe. Dafür, dass du mein Bruder bist – zu schlechten Zeiten, echten Zeiten und guten Zeiten."

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Snoop Dogg pays tribute to Dr. Dre: "He looked at me like an equal" https://t.co/NhwqManzAW https://t.co/KxJt5HBr4Z

Legendärer Crip-Walk auf dem Stern

Zum krönenden Abschluss machte der Sternbesitzer einen Crip-Walk auf seinem neuen Eigentum. Es ist der repräsentative Tanz für das Gangleben der 80er-Jahre an der Westküste. Mittlerweile ist der C-Walk fest in der Szene des Hiphop verankert – und wie es aussieht, sogar medientauglich geworden.

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Snoop Dogg with his star on the Walk of Fame https://t.co/NhwqManzAW https://t.co/Yk7r5RGV5c

Wir gratulieren Snoop Dogg und finden, dass er die Auszeichnung mehr als verdient hat. Obwohl er in der "Recording"-Kategorie ausgezeichnet wurde, hat er einen großen internationalen Einfluss als Unternehmer, Modeschaffender, Moderator, Schauspieler und vieles mehr. Auch aus seiner Liebe zum Graskonsum macht er kein Geheimnis. In seinen Texten und Videos steht Snoop Dogg zu den positiven Auswirkungen des Kiffens und dürfte damit auch dieses Geschäft ordentlich angekurbelt haben.

Schreib uns gerne in die Kommentare, was du von der Aktion hältst. 

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Trump vs. Biden: Cardi B, 50 Cent & viele mehr äußern sich zur #Debate2020

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Von Alina Amin am 30.09.2020 - 15:45

Am vergangenen Abend fanden sich Millionen von Fernseh- und Livestreamzuschauern zusammen, um das US-politische Ereignis des Jahres zu verfolgen. In Cleveland haben sich nämlich die beiden Spitzenkandidaten der Präsidentschaftswahl dieses Jahres getroffen, um ausgewählte Fragen zu debattieren. Die erste von mehreren "Debate 2020" zwischen Joe Biden und Donald Trump zog zahlreiche Interessierte an, darunter auch diverse prominente Persönlichkeiten aus der Hiphop-Szene, die das Ereignis von zu Hause aus kommentiert haben. 

Cardi B, LeBron James, Frank Ocean & viele mehr: "Bitte geht wählen"

Anlässlich des Wahlkampfes hat Cardi B direkt mehrere Instagram-Posts erstellt, in welchen sie die Debatte aus ihrer Sicht kommentiert – das sichtlich aufgewühlt. In einem ihrer Posts erklärt sie "[Trump] ist verrückt."



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Bro JOE DONT LET THE NIKKA BREATH

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Viele machen noch mal drauf aufmerksam, wie dringlich es ist, wählen zu gehen:

Auf die Aufforderung des Moderators hin, White Supremacists dafür zu verurteilen, dass sie Chaos und Gewalt im Zuge der Proteste provozieren, entgegnete Trump keine deutliche Antwort. Das sorgte bei diversen Zuschauern für zusätzlichen Schock und Entrüstung.

John Legend fasst die Emotionen vieler prägnant zusammen, indem er erklärt, dass "[Amerika] weitere vier Jahre mit dem flammenden Müllcontainer auf Beinen nicht aushalten kann."


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Auch Frank Ocean, der sonst eher Social-Media-scheu ist, richtet sich im Anschluss zur Debatte an seine Fans und fordert dazu auf, wählen zu gehen. Er erklärt, dass es viel unterhaltsamer wäre, zu sehen, wie Donald Trump das Weiße Haus verlassen müsste, als die Debatten es aktuell sind.

Andere äußern sich weniger zum Inhalt der Debatte, sind aber genauso interessiert. 50 Cent erklärt beispielsweise, dass die Debatte Unterhaltung auf höchstem Niveau sei.

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Die Debatte in Cleveland ist die erste von drei, die zwischen Trump und Biden stattfinden sollen. Des Weiteren ist eine Vize-Präsidenten-Debatte zwischen Kandidatin Kamala Harris und dem aktuellen Amtsträger Mike Pence für den 07. Oktober angesetzt. Die gestrige Diskussion widmete sich aktuellen Themen wie der Corona-Pandemie, den Black Lives Matter-Protesten oder der aktuellen Lage im Supreme Court. Wer sie nachträglich schauen will, kann das hier tun.

Diverse Hiphop-Persönlichkeiten hegen reges Interesse am Wahlkampf. Erst kürzlich hat Snoop Dogg eine Kampagne gestartet, um Trump-Gegner zum Wählen zu motivieren:

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Snoop Dogg hat es sich scheinbar zur Aufgabe gemacht, Donald Trump aus dem Weißen Haus zu kriegen. Damit das gelingt, mobilisiert er nun seine über 50 Millionen Instagram Follower, im November wählen zu gehen. Gemeinsam mit zwei gemeinnützigen Organisationen bietet er einen schnellen Weg an, sich für die Wahl registrieren zu lassen.


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