Rückblick: Fler über Aggro Berlin

 

In einer neuen #waslos-Folge sprechen Rooz und Fler ausführlich über die Entwicklung von Deutschrap.

Als es um einen möglichen Aggro Berlin-Film geht, kommen die beiden auf Label-Mitbegründer Specter zu sprechen. Fler erzählt, dass Specter, ähnlich wie er, einen Kampf mit Hiphop gehabt hätte und ein Visionär gewesen sei. 

Er sei sehr unglücklich über die Entwicklung im Deutschrap gewesen, beispielsweise im Bezug auf Selfmade Records und Banger Musik: "Und er (Specter) sagt so: 'Man sind die alle kleben geblieben, guck dir mal unsere Videos an, die wir 2003 gemacht haben. Die f*cken eure Videos. Heute.'"

Fler kritisiert zudem seinen ehemaligen Label-Kollegen Sido. Er sei ein Rapper von der Straße, würde das in den Medien jedoch nicht repräsentieren: "Warum passt du dich diesen Opfern an?" 

Zudem ist Fler der Meinung, dass unter anderem Sido und Bass Sultan Hengzt Hiphop verraten hätten.

Sollte es einmal einen Film über Aggro Berlin geben, solle es darin vor allem um die Entstehungsphase gehen, so Fler: "Das war so 'ne Zeit in Berlin, wo du an jeder Ecke Hiphop hattest. [...] Wir sind so aufgewachsen. [...] Wir hatten einen eigenen Style."  

Für einen Film finde Fler weniger den großen, kommerziellen Erfolg interessant, sondern die Geschichte der Jugendlichen, die unter anderem Drogen verkauft, Musik gemacht und gesprüht hätten.

Dabei sei es ein Kampf ums Überleben gewesen. "Es muss ein harter Film sein, weil die Realität ist hart. Aber die Musik und diese Kultur kann dich von dieser Scheiße retten und das fehlt mir bei diesen ganzen Hiphop-Filmen in Deutschland."

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