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HyperboleTV hat sich einem viel diskutierten Thema angenommen: Rap & Islamismus. In einer fünfteiligen Reportage, die zur Zeit täglich erscheint, nimmt sich Vanessa Schneider des Ganzen an und holt verschiedene Meinungen und Ansichten ein, indem sie sich mit Experten, Rapfans und Rappern trifft.

In der ersten Folge spricht sie mit Marc Leopolseder, dem Chefredakteur des splash! Mag, um die Frage "Wie fanatisch ist die Rapszene?" zu erörtern. Da Musik im Islamischen Staat verboten ist, sei es auch "Humbug" zu behaupten, es gebe islamistische Rapper in Deutschland, erklärt Leopolseder. Die Instrumentalisierung von Deso Dogg als Propagandafigur des IS führt er auf eine große Überschneidung der Zielgruppen zurück.

Die zweite Folge befasst sich vor allem mit SadiQ. Seine Treffen mit dem vom Verfassungsschutz als gefährlich eingestuften Pierre Vogel, sorgten medial für Diskussionen. Das Interview scheint sich für Vanessa Schneider allerdings nicht einfach zu gestalten. Sie wird von SadiQs Manager unterbrochen und bekommt, nach eigenen Aussagen, nur Antworten auf die Fragen, die er zulässt. Dies zeigt auch eine Szene, in der sie vergeblich versucht, die Frage danach wie er dazu stehe, dass Musik als Sünde eingestuft werde, beanwortet zu bekommen.

Zum Ende des Interviews erklärt SadiQ dann aber doch, dass Musik für ihn ein Laster sei, an dem er arbeiten müsse und bezeichnet sie darüberhinaus sogar noch als etwas "Gefährliches".

UPDATE: Folge 2 mit SadiQ ist mittlerweile offline. Die Gründe dafür sind nicht bekannt. 

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Der Bruder Pierre Vogel ist ein wahrer Altruist, das weiss man doch...

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Deso Doggs Witwe zu 3,5 Jahren Gefängnis verurteilt

Deso Doggs Witwe zu 3,5 Jahren Gefängnis verurteilt

Von Michael Rubach am 02.10.2020 - 16:08

Die Witwe des früheren Berliner Rappers Deso Dogg ist von einem Gericht in Hamburg zu 3,5 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das berichtet unter anderem der NDR. Die 36-Jährige soll wie ihr Mann Mitglied der terroristischen Vereinigung Islamischer Staat gewesen sein. Deso Dogg, der nach seiner Radikalisierung vor allem unter seinem bürgerlichen Namen Denis Cuspert Schlagzeilen machte, ist nach Medienberichten 2018 ums Leben gekommen. Im Vorfeld des Prozesses hatte die dreifache Mutter die IS-Mitgliedschaft abgestritten.

Witwe von Deso Dogg soll Syrien "total geil" gefunden haben

Das Gericht ist zu der Überzeugung gelangt, dass die Angeklagte in einem Kalifat leben wollte. Sie habe dafür in Kauf genommen, ihre Kinder einem Bürgerkriegsszenario auszusetzen. Die Erziehungs- und die Fürsorgepflicht seien dabei verletzt worden. Auch einen Verstoß gegen das Kriegswaffenkrontrollgesetz bestätigt der Urteilsspruch – die Angeklagte war demnach illegalerweise in Besitz eines Sturmgewehrs. Darüber hinaus sieht das Gericht es als erwiesen an, dass sie "Beihilfe zur Versklavung eines jesidischen Mädchens geleistet" hat.

Wie die Gerichtsreporterin des NDR ausführt, soll sich Dennis Cusperts Witwe im Prozess als "naives Mädchen" inszeniert haben. Sie hätte sich die Lage in Syrien einfach mal anschauen wollen. Nach der Rückkehr aus dem Kriegsgebiet lebte die Frau offenbar drei Jahre lang in einem Reihenhaus in Hamburg. Erst vor einem Jahr soll sie einer Freundin gegenüber noch geäußert haben: "Das Leben in Syrien war total geil."

Die Bundesanwaltschaft hatte vier Jahre und zehn Monate Haft gefordert. Die Verteidigung plädierte für eine Haftstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wird.


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