Erste Acts fürs Openair Frauenfeld 2018: Wiz Khalifa, J. Cole, Savas x Sido & viele mehr

Auch wenn halb Deutschland gerade im Schnee versinkt und Weihnachten vor der Tür steht: Die nächste Festival-Saison kommt – und wirft bereits ihren Schatten voraus. Das Openair Frauenfeld, das im nächsten Jahr vom 5. bis 7. Juli stattfindet, hat nun die ersten Acts für 2018 bekanntgegeben. Sowohl aus dem deutschsprachigen Raum als auch international stehen schon nach der ersten Welle einige große Kaliber auf dem Zettel.

Auf drei der besten Slots können wohl Wiz Khalifa, J. Cole sowie Sido und Kool Savas ihre Handtücher ausbreiten. Zusätzlich kommen mit Bausa und French Montana zwei Anwärter für die größten Hits 2017 nächstes Jahr auf die Grosse Allmend in Frauenfeld. Auch Fans der KMN Gang kommen wieder auf ihre Kosten – dieses Mal steht Miami Yacine solo im Programm.

Zudem wurden heute Joey Bada$$, Action Bronson, Luciano, Capital Bra, Ty Dolla $ign, der aus Wiesbanden stammende und auf Englisch rappende Kelvyn Holt, Belly, Grime-König Skepta sowie die Schweizer Stereo Luchs und Ali announct.

Schon der erste Rutsch deckt also eine ordentlich Bandbreite unterschiedlicher Rap-Künstler ab und es werden sich bald noch mehr Hochkaräter in dieser Liste einreihen:

  1. Wiz Khalifa
  2. J. Cole
  3. Savas & Sido
  4. Skepta
  5. Miami Yacine
  6. Joey Bada$$
  7. Action Bronson
  8. Bausa
  9. French Montana
  10. Capital Bra
  11. Luciano
  12. Ty Dolla $ign
  13. Kelvyn Holt
  14. Belly
  15. Stereo Luchs
  16. Ali

Tickets fürs Openair Frauenfeld 2018 bekommst du hier.

Openair Frauenfeld on Twitter

Das erste Line-Up Release für das #OAF18 ist da: J.

Tickets | Openair Frauenfeld

Für jedes Zelt/Pavillion etc benötigst du einen Zelt Depot Voucher und das ganze geht ganz einfach: Nach dem Festival nimmst du dein Zelt einfach mit zum Ausgang, legst die Plakette vor, welche du am Einlass bekommen hast und erhältst die vollen CHF 20.- zurück! So bleibt das Gelände auch 2018 sauber.

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"Hiphop-Messias" Maxim führt durch zwei Jahrzehnte Berliner Geschichte

"Hiphop-Messias" Maxim führt durch zwei Jahrzehnte Berliner Geschichte

Von Till Hesterbrink am 18.10.2020 - 13:37

Der YouTube-Kanal History of Berlin macht seinem Namen alle Ehre und hat ein Interview mit Maxim aus dem Jahre 2001 veröffentlicht. Attila Murat Aydın, wie Maxim mit bürgerlichem Namen hieß, war einer der Hiphop-Pioniere der Hauptstadt. Er gründete zahlreiche Breaker-, Sprayer- und MC-Crews und war einer der ersten, die Hiphop in Deutschland nach amerikanischem Vorbild verstanden hatten.

Maxim nimmt HoB mit auf eine Zeitreise

In dem Interview erzählt Maxim von seinen Anfängen und wie er zum Breaken und Beatboxen gekommen ist und wie sich die Hiphop-Szene in Berlin mit den Jahren veränderte. Die Faszination begann für Aydın mit 12 Jahren, als ein bodenturnender Cousin aus Manchester ihn besuchte und ihm die ersten Moves zeigte. Nachdem er dann den Film "Wildstyle" gesehen hatte, war er endgültig begeistert. Neben dem Breaken entdeckte Maxim schnell auch das Beatboxen und Malen für sich und begann, sich einen Namen in Berlin zu machen.

Mit den Jahren galt Maxim als einer der Ersten, der den West-Berlin-Hiphop-Style etabliert hat und wurde so zu einer der bekanntesten Figuren in der Hauptstadt. Er war zwar Breaker, Sprayer, Beatboxer und Rapper, doch sein größtes Talent scheint das connecten von Leuten gewesen zu sein. So schreibt History of Berlin über ihn:

"Das wahre Talent von Maxim, war allerdings das vernetzen und verknüpfen von Leuten aus der Hip Hop Szene, denn er kannte wirklich jeden aktiven Tänzer und jeden relevanten Berliner Sprüher persönlich."

Aydın gründete Ende der 80er Jahre die legendäre Berliner Crew 36 Boys, welcher unter anderem auch der heutige Starkoch Tim Raue angehörte. Wie vieles, was Maxim machte, gelten die 36 Boys mittlerweile als Vorreiter für Crews und Gangs der nachfolgenden Generationen.

Auch die Glorious Five Artists wurden von Maxim gegründet, welche von der Backspin als eine der besten Writer Crews Europas bezeichnet wurde. Der Tagesspiegel nannte die GFA mal "die bekannteste deutsche Writer Verbindung".

Maxim: Viel zu früh gestorben

Wohl am Tag dieser Videoaufnahmen, seinem 33. Geburtstag, starb Maxim, als er einen Streit zwischen seiner Ehefrau und einem Rentner klären wollte. Der 76-Jährige zog jedoch ein Messer und erstach Aydın. Maxim hatte sich zeit seines Lebens gegen Gewalt eingesetzt und war ein berühmter Streitschlichter.

Auf der Aggro Ansage Nr.4 widmeten Fler, Sido und B-Tight der Straßen-Legende mit "Maxim ist King" einen ganzen Song.

"Der erste Beatboxer, erste Writer, erste B-Boy, er war die erste Eins" (Fler auf "Maxim ist King")

Des Weiteren wurde der "Maxim Memorial Day" ins Leben gerufen, bei welchem viele Berliner Künstler dem Verstorbenen ihren Respekt zollten. Außerdem erschien der "Maxim Memorial Sampler", auf dem unter anderem Kool Savas, Eko Fresh, Fler, Sido, Taktloss und B-Tight vertreten waren.

Bis heute findet Maxim immer wieder Erwähnungen in deutschen Raptexten:

"Wenn ich sterbe, ist das hier mein Vermächtnis (meine Legacy)/
Hoff', ich bleibe der Straße im Gedächtnis (so wie Maxim)" (Fler auf "Vermächtnis")


Maxim (Zeitreise 1982-2001) Hip Hop Legende, Graffiti, Break Dance, Beatbox - HISTORY OF BERLIN

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