Zeit, Geld, soziale Abstinenz: Was Shindy alles in "CLA$$IC" investiert hat

Im letzten November kam in Form von CLA$$IC eines der meisterwarteten Kollabo-Alben der vergangenen Jahre auf den Markt. In seinem Buch Der Schöne und die Beats spricht Shindy darüber, welch einen hohen Stellenwert dieses Projekt von Beginn an für ihn hatte.

"Keiner kann sich vorstellen, was das für mich bedeutete. Ich sollte ein Album mit meinem Jugendidol aufnehmen. [...] Das war wie ein Stempel auf meiner Karriere, wie ein Zertifikat. Ich war nun offiziell im Rap-Olymp angekommen und mit diesem Album konnte mir das auch niemand mehr absprechen", findet Shindy deutliche Worte. Schon in Bushidos Produktionsphase zu Carlo Cokxxx Nutten 3 habe Shindy angefangen, an CLA$$IC zu arbeiten. Die beiden hätten sich schnell darauf geeinigt, einen besonderen Sound erschaffen zu wollen, weshalb Shindy auf seine bei FVCKB!TCHE$GETMONE¥ erfolgreich erprobte "Schallplattenmethode" gesetzt habe.

Allerdings sei der deutsche Schallplattenmarkt längst nicht so breit gefächert wie beispielsweise der französische: "Das Problem war, dass man in Deutschland immer und immer wieder dieselbe Auswahl an alten Soulplatten fand. [...] Wir wollten irgendetwas schaffen, was so neu war, dass nicht mal Kenner es erkannten." Deshalb sei er mit seinem Kumpel Adnan nach Paris gefahren, um etliche Schallplattenläden zu durchstöbern. Pakete ohne Seltenheitssiegel habe er sich gar nicht erst angeschaut.

"Ich kaufte nur die teuersten Vinyls, die es gab. Mein Engagement zahlte sich aus. Ich hatte zwar knapp 1000 Euro für Platten ausgegeben, von den Hotel und Reisekosten ganz zu schweigen, aber es hat sich definitiv gelohnt", so Shindy. Von jenen Platten stammen demzufolge die beiden Samples zu Adel sowie die Samples zu $hind¥, dem Titeltrack CLA$$IC und Gravitation mit Marteria.

Während der Produktionsphase sei das Waldorf Astoria in Berlin zu etwas wie seinem Zweitwohnsitz geworden. Er habe seine Suite kaum verlassen und sei quasi nur draußen gewesen, wenn es ins Studio ging. Die Mitarbeiter hätten seine Wäsche gewaschen, Pakete angenommen und ihn mit der Zeit persönlich gekannt. "Ich wusste, dass dies das Wichtigste war, was ich je gemacht hatte. Und ich wäre innerlich gestorben, wenn ich am Ende realisiert hätte, dass ich nicht 200 Prozent für dieses Projekt gegeben hätte", schließt Shindy ab.

Man habe letztlich genau das erschaffen, was man sich vorgestellt habe. Vor allem über Bushidos Begeisterung und Überzeugung der Sache sei Shindy sehr erfreut gewesen.

Dass der sich schon bei FBGM einiges vorgenommen hatte, kannst du unten lesen.

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Shindy: Mit welchen zwei krassen Vorsätzen ich an "FVCKB!TCHE$GETMONE¥" ging

Fast zwei Jahre ist es mittlerweile her, dass Shindy mit FVCKB!TCHE$GETMONE¥ seinen endgültigen Durchbruch verbuchen konnte. In seiner Biografie erzählt er, dass er mit zwei sehr großen Vorsätzen an das Album heranging. Mit den Arbeiten begann Shindy offenbar direkt nach seinem Debütalbum NWA .

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Kommentare

Einen eigenen Sound haben sie definitiv kreiert. Auch wenn das Album nicht selten bemängelt wurde finde ich es im großen und ganzen echt fresh!

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Das Album ist sehr nice und wer drüber meckert hat keine Ahnung von Hip Hop. Seit leise und hört
euch diese anderen einfallslosen Rapper an die Mutter beleidigen.

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Bushido entschuldigt sich bei MoTrip für früheren Diss

Bushido entschuldigt sich bei MoTrip für früheren Diss

Von HHRedaktion am 28.05.2020 - 14:44

MoTrip und Bushido haben ihre Differenzen offenkundig aus der Welt geschafft. Bushido richtet MoTrip via Instagram-Story eine Entschuldigung für die Beleidigung in seinem Track "Sodom und Gomorrha" aus. Die brisante Version des Songs wurde nie offiziell veröffentlicht – jedoch im Februar 2019 von Sinan-G geleakt. MoTrip wird dabei hart angegangen. Der Aachener Rapper sei für Bushido "einer von Millionen H*rensöhnen".

"Sodom und Gomorrha": MoTrip akzeptiert Bushidos Entschuldigung

Bushido erweckt in seinem Post den Anschein, dass es ihm seine Line inzwischen unangenehm ist. Er bezeichnet seine vorgebrachte Beleidigung als "absolut unangebracht". Bei MoTrip stößt dieser Vorstoß auf positive Resonanz. Er geht auf Bushidos Worte ein und erklärt ebenfalls via Insta-Story, dass die Entschuldigung "angekommen und angenommen" sei.


Foto:

via instagram.com/motrip

Nach dem Leak des Tracks äußerte MoTrip noch massives Unverständnis über den Diss. So führte er ein ganzes Arsenal von Gründen auf, um zu verdeutlichen, dass er die Motivation hinter der Zeile nicht nachvollziehen könne. So habe er Bushidos Texte geschrieben und ihm sei eine Zusammenarbeit für einen Teil von "CCN" angeboten worden. Auch sei er bei der Beerdigung von Bushidos Mutter sowie der Hochzeit des EGJ-Chefs anwesend gewesen. Ausgehend von dieser persönlichen und künstlerischen Nähe blieb für MoTrip folgende Frage unbeantwortet: "Wie kommst du darauf mich, meine Mutter und somit meine ganze Familie zu beleidigen"?

Knapp ein Jahr später findet sich auf diese Frage weiterhin keine Antwort. Dennoch scheint es für beide Parteien keinen Anlass mehr zu geben, sich verfeindet gegenüberzustehen. Bushidos aktuelle Friedensmission ist durch die Entschuldigung bei MoTrip um ein Kapitel reicher. Nachdem er seinen Beef mit Mois kurzerhand vor dem Beginn eines Livestreams für beendet erklärte, nutzt er die angelaufene Promophase für "Sonny Black II", um die Wogen auch an anderen Fronten zu glätten.

Bushido & Mois schließen Frieden: Beef ja, aber nicht mit dem Keller

Der lange eher subtil brodelnde Konflikt zwischen Mois und Bushido, der vor etwas weniger als zwei Wochen auf einmal sehr explizit wurde (hier nachlesen), ist offenbar erstmal ad acta gelegt worden. Beide Seiten haben nach einem wohl klärenden Telefonat versöhnliche Töne in ihren Insta Stories geteilt.


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