Im neuen X-Men -Game übernimmt man allerdings nicht die Rolle der bekannten X-Men -Stars, sondern eines Frischlings an der Akademie von Professor X . Die altbekannten X-Men sind in X-Men: Destiny zur Rolle der Komparsen "verdammt". Überhaupt sind die Zeiten für die Mutanten alles andere als angenehm. Professor X ist tot, Cyclops ist der neue Anführer und Magneto will den restlichen Mutanten ans Leder. Während der Feierlichkeiten zum neuen Frieden zwischen Mutanten und Menschen legt Magneto und seine Truppe halb San Francisco in Schutt und Asche. Die Menschen beschuldigen ganz pauschal alle Mutanten und schon geht der Zwist von vorne los. History repeats itself und die Gruppe der Purifier , deren Ziel die Ausrottung aller Mutanten ist, erhält entsprechend Rückenwind. Genau in dieser Situation machen sich bei drei Menschen Mutantenkräfte bemerkbar. Zeit ins Spiel einzusteigen. Der Spieler übernimmt wahlweise die Rolle von Grant Alexander , einem Footballspieler, der Japanerin Aimi Yoshida oder Arian Luca , der der Sohn eines Purifiers ist.


Drei Charaktere und drei unterschiedliche Konflikte, die gelöst werden könnten. Soweit die Theorie, denn in der Praxis hat sich das Entwicklerteam entschieden alle drei Charaktere nahezu dieselbe Story durchleben zu lassen. Und da das Entwicklerteam an Ideenlosigkeit leidete, hat man den drei Charakteren auch dieselben Kräfte spendiert. Spielerisch macht die Charakterwahl demnach keinen Unterschied. Eigentlich schade, denn X-Men: Destiny verlangt dem Spieler regelmäßig Entscheidungen ab, die sich auf seine Entwicklung auswirken. Während des Abenteuers kämpft man mal an der Seite der X-Men oder an der Seite von Magneto s Bruderschaft und erlangt Sympathiepunkte und darf sich sogar einer Fraktion anschließen - dies alles hat jedoch keine Entscheidung auf den Storyverlauf, womit die Entwickler riesiges Potenzial verschenken.

Auch spielerisch tut sich bei X-Men: Destiny nicht viel. Im Wesentlichen rennt der Spieler durch die Level und erschlägt mit simplen button smashing die anrückenden Gegner. Diese sind allerdings nicht besonders helle, was das Game nicht unbedingt spannender macht. Lediglich bei den Bosskämpfen muss man etwas taktischer vorgehen. Davon abgesehen bekommt man allerdings langweiligstes Missionsdesign und eher durchschnittliche Technik geboten.

Bewertung:
3 von 6

Fazit:
Entwickler Silicon Knights hat mit diesem X-Men Action-Rollenspiel leider ein etwas unausgegorenes Spiel veröffentlicht. Die einzelnen Zutaten hätten allesamt das Potenzial zu einem guten Spiel, aber oft ist die Summe der Zutaten eben kein gutes Gericht. Warum Entscheidungen fällen, die keine Auswirkungen haben? Warum stupide Gegner verkloppen? Warum sich der einen oder anderen Seite anschließen, wenn die Story sich nicht verändert?

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