Wiz Khalifa am Flughafen in L.A. festgenommen – und er feiert es!

Das Wichtige vorab: Wiz geht's gut. Er scheint die Aktion sogar genossen zu haben. Die Story von seiner Festnahme ist dennoch etwas merkwürdig.

Anscheinend sind in Promi-Kreisen aktuell Hoverboards DER Shit! Wer Young, Wild & Free ist, braucht also unbedingt so ein Teil und muss damit elegant durch die Flughäfen dieser Welt gleiten. So auch Wiz Khalifa am LAX in Los Angeles. Fanden die Sicherheitsbeamten dort allerdings nicht so spaßig wie Cameron.

Die Polizisten vor Ort haben ihn eiskalt festgenommen, weil er nicht von seinem Hoverboard steigen wollte. Auf Twitter hat er die ganze Aktion Revue passieren lassen und sagt: "Ich wurde schon lange nicht mehr geschlagen und habe Handschellen angelegt bekommen. Das hat Spaß gemacht." Ironie?

Auf einem Foto, ebenfalls bei Twitter, sieht man Wiz am Boden liegen, viel zu viele Polizisten auf und um ihn herum knieend. Der Tweet dazu lässt vermuten, dass die Beamten gesagt hätten, er solle doch keinen Widerstand leisten. Ich kenne ihn nicht persönlich, aber ich kann mir vorstellen, dass er mehr so der entspannte Kerl ist.

Anscheinend ist aber alles wieder in Butter. Wiz Khalifas letzter Tweet klingt jedenfalls danach. Insgesamt nimmt er die Sache mit viel Humor, prophezeit den Hoverboards eine schillernde Zukunft und will vielleicht irgendwann selbst welche designen, auf denen dann Polizisten durch die Flughäfen gleiten und harmlose Menschen nerven. Und so schließt sich der Kreis...

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Ignorant & rassistisch: Deutschrapper*innen reagieren auf CDU-Werbespot
Cdu

Ignorant & rassistisch: Deutschrapper*innen reagieren auf CDU-Werbespot

Von Alina Amin am 17.02.2021 - 19:21

Kürzlich veröffentlichte die CDU einen Wahlwerbespot auf ihren Social Media Kanälen, der auch in der Deutschrap-Szene für Empörung sorgt. In dem Spot geht es um die neue Gesetzesreform zur Verhinderung von Geldwäsche, die letzten Donnerstag verabschiedet wurde. Dafür werden in dem kurzen Clip zwei Männer abgebildet, die als Clan-Mitglieder betitelt werden. Aussage: Geldwäsche härter bestrafen.

Dabei ist die CDU wohl über das Ziel hinausgeschossen. Von vielen Menschen wurde das Video als rassistisch empfunden und die Regierungspartei erfuhr daraufhin dermaßen viel Kritik, dass sie den Clip nun von allen ihren Kanälen entfernt hat.

Wieso der CDU-Wahlwerbespot rassistisch ist

In dem Clip ist zu sehen, wie zwei Männer in einem Ferrari sitzen. Während ein Polizei-Bully an dem Auto vorbei fährt, erklärt eine Frauenstimme: "Damit kriminelle Clans nicht mehr Ferrari fahren, sondern Mercedes". Mit Mercedes wird auf den Autohersteller angespielt, der in dem fiktiven Spot für Polizeiautos zuständig ist.

Der Journalist Tarek Baé erklärt, wieso das rassistisch ist. Im Grunde geht es darum, dass die CDU in ihrem Video Geldwäsche einer konkreten Minderheit zuschreibt. Wie Tarek erklärt, widerspricht dies stark der aktuellen Faktenlage. Man bediene sich trotz dessen an dem Klischee der "kriminellen Clans". Die CDU reproduziere und verstärke durch diese verzerrte Darstellung lediglich rassistische Stereotypen. Dazu trägt besonders bei, dass die CDU explizit Männer für die Rolle castete, die einer bestimmten Herkunft zugeschrieben werden könnten.

Deutschrap reagiert: CDU-Werbespot zur Clan-Kriminalität & Geldwäsche

Auch diverse Deutschrapper*innen empfanden den fragwürdigen Wahlwerbespot als rassistisch und AfD-nah. So schrieben beispielsweise Celo und Abdi unter den mittlerweile gelöschten Post, ob die CDU ihre verlorenen AfD-Wähler zurückgewinnen wolle oder etwas gegen italienische Autos hätte.

Badmómzjay bezeichnete den Spot als einen von "Stereotype[n] geprägte[n] Rassismus". 


Foto:

Badmómzjay / instagram @badmomzjay

Ra'is fragt die CDU, ob "sonst noch alles cool" bei ihnen sei. Auch Katja Krasavice zeigt sich schockiert: "Platzt doch ihr Nazis!". Marcus Staiger widmet sich auf Twitter dem Thema und erklärt, dass er beim Gedanken an Geldwäsche an Wolkenkratzer denken würde, "in denen [Bänker*innen] Superreichen dabei helfen, die Gesellschaft zu verarschen & noch reicher zu werden".


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