Wieso Fler unzufrieden mit seinem Auftritt beim Openair Frauenfeld ist

Beim diesjährigen Openair Frauenfeld bildeten Fler und Jalil den Abschluss-Act am Freitag. Bei bester Stimmung feierten einige tausend Fans das Berliner Duo bis spät in die Nacht. Jetzt zeigt sich jedoch, dass Fler nicht ganz glücklich mit dem Gig zu sein scheint. Auf Twitter ließ der Maskulin-Chef seiner Unzufriedenheit freien Lauf.

Der Auftritt beim Openair Frauenfeld sei nur 50% von dem gewesen, was eigentlich geplant gewesen sei, erklärt Fler. Angesichts der Tatsache, dass Fler und Jalil immerhin ein spektakuläres Feuerwerk abfeuerten, stellt sich allerdings die Frage, was die beiden sonst noch in der Hinterhand hatten.

FLER on Twitter

Frauenfeld Auftritt war 50% von dem eigentlich geplant war!

Weiterhin bemängelt Fler, dass "der Sound von den Mics" sehr schlecht gewesen sei. Immerhin gibt es Lob für das Licht. 

FLER on Twitter

Der Sound von den Mics wurde verschissen....

FLER on Twitter

Gott sei dank war das Licht top!

Die Konsequenz? Ein Treffen mit der Produktion. Dabei hebt Fler allerdings hervor, dass all dies nichts mit dem Festival an sich beziehungsweise mit dem Veranstalter zu tun habe.

FLER on Twitter

Habe nachher ein Meeting mit der Produktion und ich bin Aggro!

FLER on Twitter

@MarkusIZT Hat doch nichts mit dem Festival zutun

FLER on Twitter

Auf der Epic-Tour werden wir mehr liefern.... die Mucke ist einfach zu krass dafür!!!!

Bei unserem Festival-Rundgang zeigte sich allerdings ein anderes Bild: Für viele Besucher war Flers Auftritt das Highlight des diesjährigen Openair Frauenfeld Festivals, was auch damit zusammenhängen mag, dass Fler seit Jahren nicht auf Festivals zu sehen war. Den Rundgang übers Gelände von Toxik und Aria kannst du dir hier ansehen:

Toxik & Aria stürzen sich in die Menge - Backstage beim Openair Frauenfeld 2017

Was passiert, wenn Toxik und Aria auf dem Openair Frauenfeld 2017 einen Rundgang übers Gelände starten?! Es gibt jede Menge Hiphop-Talk, Begegnungen mit Fans und einen detaillierten Einblick ins Geschehen des Festivals. Dabei finden die zwei unter anderem heraus, welchen Act die Besucher am meisten gefeiert haben.

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Kommentare

Schaut man sich den Auftritt an, wird schnell klar was Fler hiermit meint: Die Pyro war stellenweise asynchron zur Musik, das heißt die Inszenierung hat vom Timing schlichtweg nicht gepasst. Zudem war Flers Stimme vergleichsweise leise. Weiterhin sieht man in verschiedenen Aufnahmen, wie Fler sich an den "In Ears" rumfummelt, bzw. diese sogar ganz rausnimmt. Anzunehmen ist, dass es hier Latenzprobleme gab, was sich auch daran zeigt, dass Flizzy bei einigen Liedern "offbeat" ist. Auf Grund der verschiedenen unglücklichen Vorfälle wirkte Flizzy ab etwa der Mitte der Session dadurch auch "verpeilt" bzw. weniger motiviert, was sich natürlich auch auf die Künstler-Publikum-Interaktion auswirkte. Ich kann nur sagen, dass im Vergleich zu seinen Auftritten auf der Vibe-Tour (ich war selber Gast), seine Performance tatsächlich bei bestenfalls 50% lag.

Gruß

Weil er keine rote Jacke getragen hat?

Ich schwör auf alles: den ersten Kommentar hat Fler selbst geschrieben!

Live mit jalil und dann von Fail sprechen - komisch - 3 Leute dann eventuell Migos .

Tonmann wurde vom ACC eingeschüchrert.
#RoteJacke

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Bantu Nation vs. Fler: Sugar MMFK teilt in neuem Part aus

Bantu Nation vs. Fler: Sugar MMFK teilt in neuem Part aus

Von HHRedaktion am 31.03.2020 - 15:48

Mehrere parallel laufende Konflikte sind für Fler eher Königsdisziplin als etwas Neues. Insofern sorgt der Berliner Troublemaker im außergewöhnlichen Kalenderjahr 2020 für etwas gefühlte Normalität. Kurz nach Sentinos Disstrack-Hörprobe gibt es nun auch von Sugar MMFK Zeilen zu hören, die konkret an Flizzy adressiert sind.

Sugar MMFK disst Fler in Instagram-Part

Darin geht es unter anderem um Flers Connections zu schwarzen Community, den obligatorischen 31er-Vorwurf und in einer Line auch um Bushido. Der Grund für den neu entfachten Streit steht in den Zeilen nicht im Fokus, sondern wird nur beiläufig angerissen:

"Fler wollt' auf gut vernetzt machen ohne Highspeed / geht zu sein' alten Unterdrückern, wird zur Wifey"

"Hab' dir oft Props gegeben, aber übertreib' nicht / Bantus sind Kings, Akhi, nur du weißt nicht / mit mir f**kt keiner, Akhi, nur du weißt nicht / bei der nächsten Frechheit weiß ich, Rappen reicht nicht"

Das steckt dahinter: Dem Bonner und seinen Bantu Nation-Homies Des, G-Mac und Co ist eine Aussage aus Flers aktuellem TV Strassensound-Interview ein Dorn im Auge. Als Fler darin erklärt, dass er aufgrund seiner Kontakte zu Rappern aus der schwarzen Community kein Nazi sein könnte – was ihm ohnehin niemand vorgeworfen hat – namedroppt er auch die Bantu Nation.

"Ein Jalil, der ist mein Bruder gewesen. Er zieht die Karte jetzt? [...] Mortel, diese ganze Bantu Nation, die ganzen Filme da. Bro, welcher weiße Rapper hat die gepusht wie ich?"

Beziehungsstatus "vorbelastet": Fler & Deutschraps schwarze Community

Dieses Zitat hat die Jungs aus NRW getriggert. Schon vor einigen Tagen reagierten sie auf die Aussage und stellten klar, dass aus ihrer Sicht nur Xatar etwas derartiges von sich behaupten könnte. Nun hat Sugar eben auch für eine musikalische Antwort gesorgt.

Fler denkt dabei wahrscheinlich an eine Phase vor wenigen Jahren (circa 2016-2017), als unter anderem Mortel und seine Gang Racailles gelegentlich mit ihm zu sehen waren. Damals entstand das Video zu "Sollte so sein", in dem neben Mortel und Co auch Peti Free am Start waren. Beim Openair Frauenfeld-Konzert von Flizzy 2017 wurde eine riesige Racailles-Flagge auf der Bühne geschwenkt und auch auf der Tour damals waren immer wieder einige der Jungs auf der Bühne zu sehen, um gemeinsam Action zu machen.

Das Verhältnis war tatsächlich lange Zeit sehr positiv, aber die Mitglieder des Labels Bantu Nation spielten dabei keine vordergründige Rolle. Vielleicht hat Fler schlichtweg die Racailles und die Bantu Nation verwechselt.

Außerdem kann natürlich darüber diskutiert werden, wie viel Einfluss eine Handvoll gemeinsamer Tracks und Auftritte für den weiteren Weg von Mortel und den Racailles im Game hatten.

In die Situation, sich bei Davud zu rechtfertigen, kam Fler durch eine Line auf seinem noch relativ frischen Album "Atlantis". Im Song "Mood" bezeichnet er Jalil als "Slave", der nach seinem Job im Apple Store bei Maskulin dann zu "Django Unchained" geworden wäre.

Fler droppt Sklaven-Line gegen Jalil, aber will sie nicht rassistisch meinen

Dass Fler auf seinem neuen Album "Atlantis" auch Lines gegen den ehemaligen Homie und Kollabopartner Jalil rappt, überrascht sicher die wenigsten Hörer. Die Art und Weise sorgt allerdings...

Er beharrt darauf, dass diese Zeile lediglich ein kunstvolles Bild für Jalils persönlichen Weg sei. Das mag zum Teil so sein. Aber einen dunkelhäutigen Ex-Homie als Sklaven zu bezeichnen, ist im besten Fall höchst unglücklich gewählt und im schlimmsten Fall eben eine rassistische Line.

Dieser Provokation wird Fler sich nicht erst bei der endgültigen Veröffentlichung der LP bewusst geworden sein. Zu intensiv war sein Konflikt mit der schwarzen Community Anfang 2019. Zu lange spielt er schon dieses Deutschrap-Game, um sich nicht im Vorfeld über die möglichen Folgen dieser Zeilen im Klaren gewesen zu sein.


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