Was halten die Amis eigentlich von Ghostwriting? Kanye West spricht!

Spätestens seit Drake von Meek Mill bezichtigt wurde, seine eigenen Texte nicht zu schreiben, brach die uralte Ghostwriting-Diskussion wieder aus. Die Auffassung, speziell Rapper stünden in der Pflicht, ihre Texte selbst zu verfassen, ist weiterhin stark vertreten.

Viele sind jedoch der Meinung, das bestmögliche Endprodukt sei anzustreben – unabhängig davon ob Schreiber und Rapper ein und dieselbe Person ist. 

Einer der Künstler, die in den USA ganz offenkundig damit umgehen, lyrischen Rat zur Hilfe zur nehmen, ist Kanye West. In einem neuen Interview äußert er sich erneut klar und deutlich zur Diskussion: "Ich mag es, wenn Leute mir eine Richtung zeigen. Es ist nützlich, Meinungen von anderen Künstlern zu erhalten."

Auf die Frage, ob es – anders als bei Sängern – für Rapper verwerflich wäre, die Worte eines anderen Künstlers zu performen, hat Kanye eine klare Antwort:

"Überhaupt nicht. Wenn man mit anderen Leuten im Studio ist und jemand eine gute Idee hat, nutzt man sie. [...] Es gibt nur wenige, ganz bestimmte Künstler, die weder für sich schreiben lassen, noch für andere schreiben. 2Chainz ist so einer. Ich hab ihm mal einen ganzen Song vorgespielt und gefragt, ob er mir helfen kann. Er hat mich einfach nur angeschaut und kein Wort gesagt. Ganz nach dem Motto: 'Du musst schon selbst auf deine Lines kommen'."

Für jemanden, der schon einige Klassikeralben in der Vita hat, eine mutige Aussage. Andererseits aufgrund von Kanyes Pop-Affinität vielleicht auch logisch. Was denkst du darüber?

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