Vom eigenen Vater verklagt: Frank Ocean soll 14,5 Millionen Dollar zahlen

Calvin Cooksey verklagt seinen eigenen Sohn Frank Ocean auf 14,5 Millionen Dollar.

Laut TMZ wirft Cooksey seinem Sohn vor, er habe seinen Namen beschmutzt. In einem Tumblr-Post aus dem Jahr 2016 habe Frank seinen Vater in einem rufschädigenden Licht dargestellt.

Damals hatte er sich zur Schießerei in einem Nachtclub in Orlando geäußert und dabei auch eine Anekdote aus seiner Kindheit preisgegeben: "Ich war sechs Jahre alt als mein Vater unsere transsexuelle Kellnerin als Tunte bezeichnete und mich aus dem Diner zog, da er nicht von dieser schmutzigen Person bedient werden wollte."

Oceans Vater behauptet, der Post habe ihn sehr verletzt und auch seinem Berufsleben geschadet. Jetzt verlangt er mehrere Millionen Dollar von seinem Kind.

Das letzte Album Blonde des Odd Future-Mitglieds erschien letzten August und dominierte am Jahresende die Bestenlisten vieler Musikmagazine. Hier findest du einen Stream zur LP:

Frank Ocean - Blonde

Nur zwei Alben auf dieser Welt wurden von unserer Generation so sehr herbeigesehnt, dass sie zum Mythos mutierten. Dazu zählt Dres Detox (das wir uns schon längst abgeschminkt haben) und natürlich Frank Oceans Channel Orange -Nachfolger. Nach jahrelanger Verzögerungen, die schon an eine Schikane grenzten, veröffentlichte Frankendlich das Werk und konnte damit genau den Medienrummel erzeugen, den er sich wohl gewünscht hatte.

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Gefängnis verbietet Kendrick Lamar & wird verklagt

Gefängnis verbietet Kendrick Lamar & wird verklagt

Von Till Hesterbrink am 03.03.2021 - 12:33

Ein Häftling des Emyan Gefängnisses in Arizona klagt gegen ein im Knast herrschendes Verbot von Kendrick Lamar-Musik. Er musste die Beamten eine CD des Rappers konfiszieren lassen, da das Gefängnis die Musik als potenziell schädlich einstuft. Nachdem er im Bezirksgericht gescheitert war, geht es nun vors Berufungsgericht, wie KJZZ berichtet.

Kendrick Lamar im Gefängnis verboten

In Arizona wird die eingehende Post von Häftlingen untersucht. Handelt es sich dabei um CDs, Magazine oder Bücher, die bestimmte Thematiken behandeln, werden diese umgehend vom Gefängnis einkassiert. Grund dafür kann unter anderem die Darstellung von Gangs oder der Herstellung von Drogen sein.

Unter diesen Bann fiel nun auch Musik von Kendrick Lamar. In dem Falle war die Begründung, dass dort Gewalt und sexuelle Inhalte dargestellt würden. Die Anwältin des Klägers, Easha Anand, wirft dem entgegen, dass in dem Gefängnis auch Fernsehshows wie "Dexter" erlaubt seien, in welcher es um einen Serienmörder geht. Auch Bücher, in denen Vergewaltigung beschrieben würde und Country Musik, in der es um Mord ginge, seien kein Problem.

Die Anklage wirft dem Gefängnis vor, Kunst mit verschiedenen Maßstäben zu bewerten. Dabei würde vor allem Kunst von Schwarzen Künstler häufig ausgeschlossen. Zudem sei das Ausmaß der Verbote viel zu übertrieben und daher nicht mit der amerikanischen Verfassung vereinbar. So würde beispielsweise nicht nur Literatur verboten, die rassistisches Gedankengut verbreitet, sondern auch welche, die darüber informiert.

Mit dieser Begründung seien unter anderem auch Ausgaben des deutschen Magazins "Der Spiegel" verboten worden.

Country Musik statt Kendrick Lamar

In einer vorherigen Klage vor dem Bezirksgericht in Arizona wurde dem Gefängnis recht gegeben. Teil der Begründung war es, dass den Häftlingen schließlich nicht Musik im Allgemeinen verboten würde. Sie hätten ja trotzdem das Recht, beispielsweise Country Musik zu hören.

Die Anklage beruft sich nun darauf, dass Country Musik in keiner Weise ein adäquater Ersatz für Kendrick Lamar sein kann. Durch das Verbieten dieser Musik würde daher die durch die Verfassung geschützte Meinungsfreiheit der Häftlinge eingeschränkt.

"Jeder von uns würde sagen, dass Country Musik keine Alternative zu Kendrick Lamar ist. Musik, die sich wie die richtige Ausdrucksform anfühlt, ist nicht einfach auszutauschen."

"Any of us would say that country music is not an alternative to Kendrick Lamar. Music that feels like the right form of expression for you is not interchangeable."

Auch Alben des Rappers E-40 und des kürzlich beim Super Bowl aufgetretenen The Weeknd seien von dem klagenden Häftling gewünscht worden. Diese fielen ebenfalls unter das Verbot.


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