Video von Eminem und mysteriöser Frau aufgetaucht: Promo-Level 2018?

Abgesehen von seiner Beziehung zu Kim Mathers tendiert Eminem dazu, sein Liebesleben privat zu halten. Am Freitag (08. Februar) tauchte nun online ein Handyvideo von Eminem auf, das ihn und eine mysteriöse Frau bei einem Kuss im Hotelzimmer zeigt. 

In dem Kurzclip wird Em von der bisher unbekannten Frau gefilmt, als er das etwas heruntergekommene Hotelzimmer betritt. Zuerst geht der Detroit-Rapper davon aus, Teil eines Selfies zu sein und posiert mit ihr. Als er entdeckt, dass sie ein Video aufzunehmen scheint, fragt er nach dem Warum. Daraufhin antwortet die Frau: "Warum nicht? Wir müssen unser Leben dokumentieren, oder nicht?" 

Bevor Eminem erneut mit ihr posiert, gibt der Rapper ihr einen Kuss. Anschließend geht er sicher, dass sie filmt. Nachdem sie seine Frage bejaht, wird das Video schwarz. 

Eminem and his hot "girlfriend" chilling out in hotel room. Might this be "River" teaser?

Hot "girlfriend" - Sarah Ashley Toups

Sich mit Frauen ablichten zu lassen, ist eigentlich nicht Ems Art. Umso schneller aktivierten seine treuen Fans den Detektivmodus und heizten die Gerüchteküche an. Es besteht seitdem die allgemeine Annahme, dass es sich um eine Art Promo-Move für das bevorstehende "River"-Musikvideo handelt. Das kündigte er nämlich im Januar mit einem Instagram-Foto von Ed Sheeran an, der am Set saß:

So let the river run... @teddysphotos on set #REVIVAL

1m Likes, 8,723 Comments - Marshall Mathers (@eminem) on Instagram: "So let the river run... @teddysphotos on set #REVIVAL"

Andere Stimmen sagen, es würde sich um die neue Freundin an Eminems Seite handeln. Eminem-Fans der Seite Southpawer konnten aber auch erkennen, dass es sich bei der Frau aus dem Video um Sarah Ashley Toups handelt. Sie ist besser bekannt als Sarati und gleichzeitig Schauspielerin, die einigen Serienjunkies aus "Lethal Weapons" bekannt sein dürfte. 

Nachdem Eminem sein neuestes Album "Revival" bereits auf ungewöhnlichem Wege als ein verschreibungspflichtiges Medikament beworben hatte und dazu extra eine Website erstellen lies, wäre es durchaus denkbar, dass er mit dem veröffentlichten Video die nächste virale Marketing-Kampagne startet. 

Der Track erzählt die Geschichte einer zerbröckelnden Liebesbeziehung. Der Mann hat seine Freundin betrogen. So weit nichts, was man noch nie gehört hat. Als sie aber auf seine Untreue aufmerksam wird, rächt sie sich, indem sie etwas mit Eminem anfängt. Wer kann, der kann. Em hat Angst, dabei von jemandem entdeckt zu werden. Es ist also gar nicht so abwegig, dass es sich bei dem Video um einen Teaser zu dem Musikvideo von "River" handelt. In Anbetracht der Geschichte wäre das Hotelzimmer ein sinnvoller Ort für den Dreh. Damit würde Eminem die Promo-Moves jedenfalls ein weiteres Mal auf ein neues Level bringen. 

Hier kannst du dir den Song nochmal reinziehen: 

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Blackout Tuesday nach George Floyds Tod: Musikindustrie steht still

Blackout Tuesday nach George Floyds Tod: Musikindustrie steht still

Von Michael Rubach am 02.06.2020 - 15:58

Die Musikindustrie steht heute ein gutes Stück weit still. Mit dem Blackout Tuesday will die Branche ein Zeichen gegen Rassismus und Polizeigewalt setzen. Seit dem Tod von George Floyd werden die USA von einer Protestlawine überrollt. Jeden Tag finden landesweite Kundgebungen statt, um den Kampf für eine gerechtere Gesellschaft auf den Straßen voranzutreiben.

2 Frauen sorgen dafür, dass die Show pausiert

Jamila Thomas und Brianna Agyemang haben für den Industrie-Lockdown die Initiative #TheShowMustBePaused ins Leben gerufen. Beide sind durch ihre Arbeit bei Atlantic Records selbst Teil der Entertainment-Branche. Sie machen deutlich, dass es bei ihrem Protestaufruf nicht darum geht, nur für 24 Stunden auf einen Missstand hinzuweisen. Vielmehr werde man noch einen weitreichenderen Plan veröffentlichen.

"#TheShowMustBePaused wurde ursprünglich von zwei schwarzen Frauen in der Musik-Industrie gestartet, um den langjährigen Rassismus und die Ungleichheit aufzuzeigen, die vom Sitzungssaal bis zum Boulevard existiert. Wir werden ohne Rücksicht auf das Leben der Schwarzen nicht wie gewohnt weiterarbeiten."

("#TheShowMustBePaused is in initiave created by two black woman in music in observance of the long-standing racism and in-equality exists from the boardroom to the boulevard. We will not continue to conduct business as usual without regard for Black lives.")

Den heutigen Tag solle man nutzen, um nicht nur George Floyd zu gedenken. Auf der Seite theshowmustbepaused.com werden namentlich noch Breonna Taylor und Ahmaud Arbery angeführt. Sie sind ebenfalls unter grausamen Umständen ums Leben gekommen. Breonna Taylor wurde von Polizeibeamten erschossen. Im Fall von Ahmaud Arberys wird inzwischen wohl wegen eines Hassverbrechens ermittelt. Er soll von mehreren Männern verfolgt und schließlich ebenfalls erschossen worden sein.

#TheShowMustBePaused ruft nicht ausschließlich zum Protest und zum Gedenken auf. Die Initiative stellt auch Spendenlinks und Informationsangebote über Rassismus zur Verfügung.

Eminem macht Shady Records dicht

Der Betrieb bei Eminems Shady Records pausiert heute. Marshall Mathers und sein Label bekennen sich zum Stillstand. Statt dem Tagesgeschäft nachzugehen, werde man sich dem Kampf für gesellschaftliche Veränderungen widmen.

"An diesem Tag werden wir unsere Zeit und Anstrengungen darauf verwenden, soziale Ungerechtigkeit zu verhindern und Wege zu erkunden, um im Kampf gegen Rassenungleichheit zu helfen."

("On this day we will dedicate our time and efforts to help prevent social injustice and explore ways to assist in the fight against racial inequality.")

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Labels unterstützen den Blackout Tuesday

Viele Big Player der Musikbranche haben sich der Aufforderung zum Innehalten angeschlossen oder sich zumindest solidarisch gezeigt. Unter anderem Interscope Records wird sogar in der gesamten Woche keine neue Musik releasen.

Universal hat laut Variety angekündigt, eine Arbeitsgruppe gründen zu wollen, die sich speziell um Inklusionsthemen kümmert. Columbia Records hat ebenfalls ein Statement veröffentlicht. Auch hier ist die Message klar: Rassismus – nicht mit uns!

Aus einer Nachricht, die dem Magazin Pitchfork vorliegt, geht hervor, wie Warner Music diesen Tag angeht. CEO Steve Cooper hat seinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen mitgeteilt, dass sie einen Tag frei machen können, um "sich darauf zu konzentrieren, sich und anderen zu helfen."

Spotify & Apple Music setzen ebenfalls ein Zeichen

Streaming-Riese Spotify erklärt in einer Pressemitteilung, dass der heutige Tag im Zeichen des Kampfes "gegen Rassimus und Ungerechtigkeit" steht. Um diesen Standpunkt zu verdeutlichen, haben große Playlists wie RapCaviar oder Today's Top Hits ein schwarzes Cover verpasst bekommen.

Außerdem werden teilnehmende Podcasts und Playlists einen zusätzlichen Track mit einer Spielzeit von acht Minuten und 46 Sekunden erhalten. Zu hören ist dabei nichts. Die gewählte Trackdauer soll an die Festnahme erinnern, bei der George Floyds Leben durch einen rassistischen Cop ausgelöscht wurde.

Auch bei Apple tut sich was: Zane Lowe and Ebro Darden haben ihre Shows bei Apple Music für heute abgesagt. Das Unternehmen selbst will den Tag nutzen, um zu reflektieren und auszuarbeiten, wie man die schwarze Community, schwarze Künstler und Künstlerinnen unterstützen kann.

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MTV verlagert den Fokus

Bei MTV geht die Show ebenfalls nicht einfach weiter. In einer Mail, aus der CNN zitiert, verdeutlicht der President des Medienkonzerns Viacom, dem MTV angehört, dass dieser Dienstag ein besonderer Tag ist. Der Fokus solle sich von der Arbeit auf unsere Gemeinschaft richten. Zudem werde es auf allen Sendern, die zu Viacom gehören für 8 Minuten und 46 Sekunden eine schwarzen Screen zu sehen geben – auch hier möchte man so an den qualvollen Tod von George Floyd erinnern.

Deutschrap beteiligt sich am Blackout Tuesday

Wer heute auf den Instagram-Seiten seiner Lieblingsrapper unterwegs ist, wird sehr viele schwarze Flächen sehen. Kaum jemand, der sich dort nicht mit der Aktion solidarisch zeigt. Von Max Herre bis Shindy über die Azzlackz – Deutschrap steht im Kampf gegen Rassismus zusammen.



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#blackouttuesday

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#blackouttuesday #fckracism #fcknazis

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Lil Nas X & Justin Vernon äußern Zweifel

Nicht überall trifft das große Schweigen auf Zuspruch. Lil Nas X empfindet die verordnete Stille im Kampf gegen Rassismus als kontraproduktiv. Seiner Meinung nach sei jetzt die beste Gelegenheit, sich so laut wie möglich zu den rassistischen Strukturen in der Gesellschaft zu positionieren. Auf einmal das Posten in sozialen Netzwerken einzustellen, sei "die schlechteste Idee aller Zeiten."

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Ähnlich sieht es Justin Vernon von der Band Bon Iver. Der Musiker teilte in einem inzwischen gelöschten Tweet mit, dass sich das Herunterfahren der Musikindustrie für ihn "taub" anfühle. Vielmehr solle man jetzt die Chance ergreifen und an der echten Welt teilnehmen.

Viele prominente Figuren des US-Raps tun genau das und schließen sich den Protestmärschen an.

Nach George Floyds Tod: Rap-Stars engagieren sich in den Protesten

Videoaufnahmen von einem weißen Polizisten, der den später verstorbenen George Floyd mit roher Gewalt quälend lange auf den Asphalt presst, schockieren die ganze Welt. Seit seinem Tod sind Proteste in mehreren US-Städten entfacht und die Forderung ist eindeutig: Gerechtigkeit für George Floyd und die Opfer von Polizeigewalt.


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