Torch & Stadt Heidelberg arbeiten an einem Hiphop-Archiv

 

Aus der deutschen Hiphop-Historie ist Heidelberg nicht wegzudenken. In der südwestdeutschen Stadt begannen Ende der 80er-Jahre die wohl ersten Steps des deutschen Hiphop. Maßgeblich dafür verantwortlich war ein gewisser Frederik Hahn, besser bekannt als Torch. Gemeinsam mit der Stadt Heidelberg arbeitet Torch jetzt an einem Hiphop-Archiv. 

Torch unterschreibt Vertrag für Hiphop-Archiv 

Bereits 2011 war in Heidelberg beschlossen worden, dass es dort ein Hiphop-Archiv mit Ausstellungsstücken und Materialien aus dem Fundus von Torch geben solle. Wie die Rhein-Neckar-Zeitung berichtet, hat Torch am Freitag nun den Vertrag dazu mit der Stadt unterzeichnet. Doch nicht nur Raritäten sollen dort begutachtet werden können. Geht es nach Torch, solle im Archiv auch "gelehrt, gelernt und geforscht" werden. 

Unterstützung gibt es bei diesen Plänen von der Universität Heidelberg. Sprachwissenschaftler Bryan de Vit arbeite gerade ein paar Ideen aus. Er prophezeit, dass das Archiv zum "Goldschatz" werde und schätzt Hiphop als äußerst vielschichtig ein: 

"Hiphop als Phänomen ist so komplex: Das muss man transdisziplinär angehen und aus verschiedenen Perspektiven betrachten." 

Wann das Hiphop-Archiv eröffnen solll, steht noch nicht fest. Ebenso müsse man "noch einmal über dessen Namen nachdenken. Kulturamtsleiterin Andrea Edel weiß aber, dass es ein "lebendiger Ort" in Heidelberg werden solle, "wo Hiphop auch erlebt und selbst gemacht werden könne". Gemeinsam mit dem Stadtarchiv werden in nächster Zeit Torchs Materialien gesichtet.

Torch arbeitet an einem Buch zur deutschen Hiphop-Historie

Bei Torch steht in naher Zukunft aber wohl auch noch ein anderes Projekt an. Wie er am Rande der Vertragsunterzeichnung sagte, arbeite er gerade an einem Buch zur deutschen Hiphop-Geschichte: "Das soll die ganzen Sachen in einen Kontext bringen", erklärte er.

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