Gerichtliche Entscheidung: Kollegah-Signing Jigzaw muss Deutschland verlassen

Nach dem im August veröffentlichten Debütalbum "Post Mortem" schien es so gut für Jigzaw zu laufen. Das soll jetzt ein Ende haben. Das Kollegah-Signing muss Deutschland verlassen. Das berichtete die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ) am vergangenen Mittwoch. 

Jigzaw, der mit bürgerlichem Namen Nuhsan C. heißt, soll demnach in die Türkei abgeschoben werden. Für die Entscheidung ist das Osnabrücker Verwaltungsgericht verantwortlich. 

Asyltrickser

Obwohl er in Deutschland geboren ist, hat Jigzaw eine türkische Staatsbürgerschaft und sollte schon 2014 sein Heimatland verlassen. Ihm gelang es jedoch immer wieder, der Abschiebung zu entkommen. Sie scheiterte unter anderem daran, dass Jigzaw eine Haftstrafe wegen Körperverletzung in einem deutschen Knast absitzen musste. 2017 hat er vor einem Wettbüro in Hagen einen 25-jährigen Polen mit einer Machete angegriffen. Die Bild berichtete, dass der vorbestrafte Rapper mit armenischen Wurzeln die Tat auf YouTube verherrlicht haben soll. Im Songtext von "Realtalk Infinity" bezeichnet sich der Hagener selbst als "Asyltrickser". 

Urteil

Jigzaw erhob zwar Klage gegen die Ablehnung seines Asyl-Folgeantrags, soll aber bei der Verhandlung nicht erschienen sein, wie die Westfalenpost berichtet.

Wann das Alpha Music Empire-Signing endgültig das Land verlassen muss, ist unklar. Die Ausländerbehörde hat jedenfalls das Recht, die Abschiebung jederzeit zu vollstrecken.

Der letzte Facebook-Post von Jigzaw ist genau einen Monat her. Auf Instagram hat er alle Beiträge entfernt:

JIGZAW (@jigzaw) * Instagram-Fotos und -Videos

92.2 Tsd. Abonnenten, 0 folgen, 0 Beiträge - Sieh dir Instagram-Fotos und -Videos von JIGZAW (@jigzaw) an

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