Adam Yauch , der 4. Mai 2012 im Alter von 47 Jahren verstarb, verhindert mit seinem Testament die Nutzung seiner Songs in der Werbung. Sein letzter Wille wurde am Dienstag in Manhattan verlesen.

Doch nicht nur die Verhinderung von werblicher Nutzung steht in dem Testament von MCA aka Adam Yauch von den Beastie Boys , sondern auch, was mit seinem Vermögen passieren soll. Insgesamt 6.4 Millionen Dollar gehen in einen Fonds für seine Frau Dechen Yauch und die 13-jährige Tochter des Ehepaars Yauch.

MCA verhindert im Übrigen nicht nur die Nutzung seiner Musik, sondern auch der Bilder und jegliche weitere Kunst, die er erschuf.

Darüber hinaus besitzt die Ehefrau von Adam Yauch das Recht sein künstlerisches Eigentum zu verkaufen und zu managen. 
MCA beweist damit über den Tod hinaus, wie er zu Kunst steht und was er von der Ausschlachtung verstorbener Künstler hielt. 

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Ab Oktober: Hiphop-Kultur im Öffentlich-Rechtlichen

Ab Oktober: Hiphop-Kultur im Öffentlich-Rechtlichen

Von Djamila Chastukhina am 16.09.2021 - 12:55

Viele Elemente der Hiphop-Kultur finden sich eher selten im Fernsehen. Sender wie MTV strahlen zwar Musikvideos aus und News-Formate wie "Red!" lassen uns am Leben der großen Stars teilhaben. Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk findet sich Hiphop jedoch hauptsächlich im Radio oder in Form von Podcasts oder YouTube-Videos wieder. Ab Oktober ändert sich das jedoch: Der deutsch-französische Sender ARTE plant diesen Herbst die Ausstrahlung zahlreicher Dokumentationen und relevanter Elemente von Hiphop und Rap im Fernsehen.

Auftakt: La Haine auf ARTE

Den Start der Programmreihe zur Hiphop-Kultur macht ein Klassiker: La Haine (Hass) wird am 1. Oktober im Fernsehen laufen. Der 1995 erschienene Film von Mathieu Kassovitz hatte einen großen Einfluss auf die Rap-Welt – und das nicht nur in Frankreich. Grund dafür war vor allem die Tatsache, dass viele Menschen aus den unteren Schichten sich mit den Protagonisten des Films identifizieren konnten.

La Haine zeigt 24 Stunden aus dem Leben von drei Jugendlichen, deren Realität von Drogenkonsum, Schmerz, Polizeigewalt - und natürlich Hass - geprägt ist. Armut, Geldsorgen und Kriminalität gehen dabei mit diesem Lifestyle Hand in Hand. Solch eine Lebensweise können viele Rapper von der Straße nachvollziehen, weshalb La Haine bis heute als Reference in vielen Texten benutzt wird:

"Dein Leben American Pie / Unser Leben La Haine"

DisarstarSick (2020)

"Wir sind la, la, la, la Haine Kidz, du Piç / Nur der Hass, der uns lenkt, denn wir kennen sonst nichts /

La, la, la, la Haine Kidz, du Piç / Wir f***en deine Mutter, was für Gangsterimage?"

NazarLa Haine Kidz (2016)

"Weg von Problem'n, weg aus der Gegend / Sie wünschen mein Leben, doch können's nicht versteh'n /

Bruder, viel zu kalt in der Stadt / Am Tag ist alles grau und dann weiß in der Nacht"

Kalazh44La Haine (2021)

"Guck ich leb' wie La Haine"

LucianoLa Haine (2019)

Und auch in Frankreich hat La Haine viele Rapper inspiriert: Der Soundtrack beinhaltete Tracks von Artists, die nach dem großen Erfolg des Films auch mit ihrer Musik durchstarten konnten. Dazu zählen unter anderem MC Solaar, Ministère A.M.E.R., Assassin und IAM

Dokumentation: Snoop Dogg – The Doggfather

Gleich im Anschluss an "La Haine" gibt es eine Ladung Hiphop aus Amerika: In einer von ARTE produzierten Doku wird die Raplegende Snoop Dogg (jetzt auf Apple Music streamen) unter die Lupe genommen. Es soll dabei laut ARTE das Spannungsverhältnis zwischen Armut und Reichtum, Kommerz und Authentizität und Anspruch und Realität beleuchtet werden:

"Die Dokumentation folgt den wichtigsten Stationen im Leben des Ausnahme-Rappers. Zugleich wird die Lebenswirklichkeit in den afroamerikanischen Armenvierteln und das Musikgenre Gangsta-Rap beleuchtet."

Benannt nach seinem Album "Tha Doggfather" bröselt die Dokumentation den Verlauf seiner Karriere auf und kann einen tieferen Einblick in das Leben des Rappers und Entrepreneurs geben.

Hiphop Webserien: DIY und Deutschrap

Am 15. Oktober findet die Erstausstrahlung der Webserie "Hiphop & Internet – Do It Yourself" auf ARTE statt. Über zehn Jahre wurde diese Serie in den USA gefilmt und versucht herunterzubrechen, wie die Hiphop-Szene die sozialen Medien und die Internetlandschaft beeinflusst.

Aber auch Deutschrap wird diesen Herbst im ÖRR nicht außen vor gelassen. Falk Schacht stellt in der Web-Doku "We Wear the Crown – 40 Jahre Rap aus Deutschland" nämlich die gesamte Deutsche Rapgeschichte vor: Von den Anfängen in den 80ern bis hin zur von Frauenpower geprägten Gegenwart im Jahr 2021. Die sieben Folgen der Serie sollen eine Mischung aus einer Mischung aus Archivmaterial und bisher unveröffentlichten Interviews darstellen.

Weitere Ausstrahlungen

Der Oktober und Dezember halten noch mehr für die Hiphop-Fans bereit: Von der Geschichte der Breakdance-Szene in Afrika bis hin zu Dokumentationen über Artists wie Run DMC oder die Beastie Boys ist alles dabei.

Mehr Informationen findest du hier.


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