Sun Diego/SpongeBozz disst Kollegah und kündigt 1000 Bars-Disstrack an

SpongeBozz ist Sun Diego – das scheint jetzt einigermaßen offiziell zu sein. Doch damit nicht genug: In seinem gestern erschienenen Splitvideo zu Started From The Bottom/Apocalyptic Infinity gibt es eine eigene Passage, in der sich Sun Diego (ohne SpongeBozz-Kostüm) nur Kollegah widmet.

In der minutenlangen Text-Passage wirft Sun Diego Kollegah unter anderem vor, den Takt nicht zu treffen. Außerdem habe Kollegahs Disstrack gegen Fler seine Wirkung verfehlt und Letzterer habe das Battle mit einer simplen Sperrung des Fanpost 2-Videos gewonnen.

Desweiteren kreidet Sun Diego aka SpongeBozz Kollegah an, am fast 24-minütigen Disstrack Hit 'em up von John Webber beteiligt gewesen zu sein und seinen Beef nicht direkt auszutragen.

Außerdem wirft Sun Diego Kollegah vor, sich an gemeinsamen Vorbildern wie Tech N9ne zu orientieren: Kollegah klaue unter anderem bei Busta Rhymes, Twista und Cam'ron.

Zu guter Letzt regt sich Sun Diego auch noch über Finanzielles auf und macht deutlich, dass Kollegah zeitweise sogar bei ihm gewohnt habe. Der Song endet mit einer Ansage:

"Du willst Maßstäbe setzen wie beim Quadratmetermessen/B*tch, ich werd' dich nicht dissen - ich werd' deine Grabrede rappen/No way back - ich will, dass es ausartet, zu spät für dich/Denn draußen wartet jeder auf 'nen Tausend-Bars-Kollegahdiss"

Es sieht also ganz danach aus, als ob da bald ein Disstrack gegen Kollegah kommt, der stolze 1000 Bars lang ist. In Started From The Bottom/Apocalyptic Infinity rappt Sun Diego unter anderem auch, dass er bereits seit 2011 an einem Disstrack gegen Kollegah arbeite.

Hier kannst du dir den kompletten Song samt Video geben:

SpongeBozz - Started From The Bottom/Apocalyptic Infinity (prod. by Digital Drama) [Video]

SpongeBozz haut mitten in der Nacht ein fast halbstündiges Video zu den Songs Started From The Bottom sowie Apocalyptic Infinity raus und scheint mit so einigen Sachen aufräumen zu wollen. Neben etlichen Zahlen und Infos, die er nennt, disst er massiv gegen mehrere Leute aus der Szene, darunter MoTrip, Fler, Freunde von Niemand und das Selfmade Records-Camp.

SpongeBozz deckt endgültig seine wahre Identität auf

Es war schon länger sowas wie ein offenes Geheimnis, jetzt ist die Sache safe: Hinter SpongeBozz, dem Rapper im Schwammkostüm, steckt Kollegahs ehemaliger Homie Sun Diego. In diversen Internetvideos oder Kolle-Songs war das schon häufig ein Thema, aber mit seinem Splitvideo zu Started From The Bottom/Apocalyptic Infinity belegt Diego es auch endlich selbst.

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Fler rudert zurück: Jalil-Diss "unangebracht und nicht feinfühlig"

Fler rudert zurück: Jalil-Diss "unangebracht und nicht feinfühlig"

Von Michael Rubach am 01.04.2020 - 10:58

Fler steht wieder einmal im Kreuzfeuer der Kritik. Gegenüber allen, die ihm in den letzten Tagen Rassismus unterstellt haben, räumt er nun ein, mit seiner "Slave"-Line gegen Jalil übers Ziel hinausgeschossen zu sein. In einem Instagram-Post zeigt er sich geläutert und kündigt an, den Part gegen Jalil neu schreiben zu wollen.

Fler: "Rassismus hat auf Atlantis keinen Platz!"

Nach mehreren rhetorischen Fragen, die allesamt wohl auf die Geschehnisse der letzten Tage und Flers persönliche Lage anspielen sollen, kommt der Berliner zum Punkt. Er gesteht sich ein, dass er auf dem Track "Mood" die Grenzen der bloßen Provokation verlassen hat. Das Wort "Sklave" in einem Diss gegen einen dunkelhäutigen Kollegen zu verwenden, sendet auch an jugendliche Hörer eine fatale Message. Fler spricht in diesem Kontext von einem "bösen Beigeschmack", den er nun erkenne.

"Die Wortwahl bei dem Diss gegen Jalil war unangebracht und nicht feinfühlig. Das Wort Sklave im Zusammenhang mit Farbigen hat einfach einen zu bösen Beigeschmack Aufgrund der Schwarzen-Geschichte." [sic]



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Wenn eine Gruppe von Leuten Dich als einzelnen unterdrückt bist du ein Opfer. Wenn du danach zur Polizei rennst, weil Du alleine bist und sie in der Mehrzahl, bist auch wieder das Opfer...? Aber wenn du nicht zur Polizei gehst, kein Schutzgeld zahlen willst und deswegen natürlich auch keinen Rücken hast... bist du das aller grösste Opfer!??? Wenn du Streetrap machst und sagst du hast ein schweres Leben ist alles fake und gelogen...? Wenn du das selbe machst und Schutzgeld zahlst bist aufeinmal eine der Realste in der Szene...? Die Wortwahl bei dem Diss gegen Jalil war unangebracht und nicht feinfühlig. Das Wort Sklave im Zusammenhang mit Farbigen hat einfach einen zu bösen Beigeschmack Aufgrund der Schwarzen-Geschichte. Deswegen hab ich beschlossen die 2.Stophe von MOOD neu zu schreiben. Es gibt 1000 andere Angriffsflächen bei Jalil die ich sportlich als Rapper angreifen kann. Rassismus hat auf Atlantis keinen Platz! #atlantis

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Dem attackierten Jalil schmeckte die Wortwahl des Tracks auch ganz und gar nicht. Er entgegnete kurz nach Release von "Mood", Fler hätte "gleich N**ga sagen können". Der von Fler in seiner Klarstellung benutzte Begriff des "Farbigen" ist leider ebenfalls nicht unproblematisch. Er geht auf Rassentheorien zurück und findet als Selbstbezeichnung in der Black Community keine Anwendung. An dieser Stelle Fler Absicht zu unterstellen, erscheint jedoch unangebracht. Dafür macht er generell zu deutlich, dass er seinen Diss neu bewertet hat.

Eine bewusste Entscheidung von Fler war hingegen sein Interview bei TV Strassensound. Dort vertiefte er mit seinen Aussagen den Graben zwischen sich und der schwarzen Community. Manuellsen, Künstler der Bantu Nation, Mortel und viele mehr positionierten sich daraufhin gegen Fler. Sugar MMFK droppte gestern noch einen Part, um klarzumachen, dass Flizzy sich keine weitere "Frechheit" erlauben solle.

Bantu Nation vs. Fler: Sugar MMFK teilt in neuem Part aus

Da Fler seine Lyrics inzwischen offenbar für unangebracht hält, möchte er sie nicht unverändert stehen lassen. Er kündigt an, die zweite Strophe des Tracks "Mood" umzutexten. Das hieße jedoch nicht, dass er nicht weiter auf Konfrontationskurs mit Jalil bleiben würde. Es gebe "1000 andere Angriffsflächen bei Jalil". Sein Statement beschließt er mit dem Satz:

"Rassismus hat auf Atlantis keinen Platz!"

Neben diesem Schauplatz im Fler-Universum ist die On-Off-Beziehung mit Sentino aktuell belastet. Letzterer beklagte sich über ausbleibende Zahlungen für die Mitarbeit an "Atlantis" und lieferte einen Disstrack, der vor allem durch seine extreme Homofeindlichkeit auffällt:

Sentino frontet Fler wegen angeblich unbezahlter "Atlantis"-Lyrics

Fler und Sentino dissen sich aktuell wieder mal gegenseitig - und zwar auf sehr unangenehme Art und Weise. Sentino frontet Fler in einer Disstrack-Vorschau, die vor Homofeindlichkeit nur so trieft. Fler postet als Antwort ein Video, das Sentino offenbar auf der Flucht zeigt, worauf der ebenfalls schon wieder reagiert hat.


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