SSIO reagiert auf Vorwürfe zum "Messios"-Cover

SSIO veröffentlicht bald endlich sein neues Album. Fans haben eine kleine Ewigkeit darauf gewartet, jetzt gibt es endlich Cover sowie Titel von "Messios" und die Platte kann auch schon vorbestellt werden. Aber einigen Menschen scheinen Cover und Titel eine kleine Dornenkrone im Auge zu sein: Es gibt offenbar jede Menge "rassistische Kommentare und Beleidigungen" rund um das "Messios"-Cover und SSIO wird Blasphemie vorgeworfen. Darauf reagiert der Messios jetzt mit einem ausführlichen Statement.

SSIO erklärt Beweggründe für "Messios"-Cover & -Titel

Auf Instagram veröffentlicht SSIO ein Statement, in dem er sich gegen die Behauptung wehrt, "Messios" sowie das zugehörige Cover wären blasphemisch. SSIO erklärt, er mache sich über keinerlei Religionen lustig. Er lasse dafür auch gar nicht genug Spielraum, die Interpretation werde nur von außen herangetragen.

Selbstverständlich beweist SSIO auch in dieser Aussage wieder die Selbstironie, für die ihn seine Fans so lieben. Aber es scheint ihm trotzdem durchaus ernst zu sein. Vor allem, wenn er sich sogar dazu bemüßigt fühlt, seine Gedanken hinter dem Cover nochmal zu erläutern.

"Ich komme mit meinem neuen Album, um euch eine Alternative zum aktuellen Deutschrap-Geschehen zu bieten. Ich erlöse euch von diesem Einheitsbrei."

SSIO gibt an, sich zunächst eine ganze Weile mit den Kommentaren auseinandergesetzt zu haben. Er wolle verstehen, was sich hinter der Kritik an "Messios" und dessen Cover verberge.

"Anhand der Kommentare sehe ich, dass dieser Beitrag Menschen erreicht hat, die sich vollkommen abseits von Rap befinden und somit nicht einordnen können, wie dieses Cover gemeint ist. Dass das im 21. Jahrhundert noch passiert, wundert mich."

Ssio - Messios

SSIO droppt sein lang erwartetes Album "Messios"...

SSIO macht sich allerhöchstens über sich selbst lustig

Der Rapper richtet auch einige Worte an alle, die ihn sachlich kritisiert haben.

"Dieses Cover hat nix mit Religion zu tun. Ich vergleiche mich nicht mit einem Heiligen. Ich verlächerliche ihn auch nicht. [sic] Ihr stellt diesen Bezug her. Wenn, dann mache ich mich über mich selbst lustig."

"Diese Ironie und das Selbstbewusstsein, über mich selbst lachen zu können, besitze ich. Ich bin überzeugt davon, dass ich mit diesem Cover und dem Titel keinen Interpretationsspielraum offen gelassen habe, dass eure Kritik berechtigt wäre. Dieses Denken entsteht erst durch eure Kommentare."

Im Anschluss erklärt SSIO noch, er müsse sich selbst vor Familie und Freunden rechtfertigen. Er werde nie über den Weg der Blasphemie polarisieren und sie nutzen, um mehr Reichweite zu generieren.

"Ich polarisiere auf meine Art und Weise, durch meine Musik und durch meine Ironie. Niemals mit Emotionalität. So kennt man mich."

SSIO nimmt rassistischer Hetze den Wind aus den Segeln

Leider gab es aber wohl nicht nur sachliche Kritik. Offenbar war SSIO auch jeder Menge rassistischer Hetze und Beleidigungen ausgesetzt. An die "Hetzer und Spalter in den Kommentaren" richtet der Rapper via Instagram die folgenden Worte:

"Mit euren rassistischen und beleidigenden Kommentaren habt ihr bewiesen, dass ihr wie Hundekacke unter meiner Schuhsohle seid. Wer ist 'ihr'? Wer ist 'wir'?"

"Was für 'Eure Religion, unsere Religion. Euer Prophet, unser Prophet'? Es ist ganz einfach, meine Lieben: Es gibt nur WIR ALLE oder DU ALLEINE."

Zum Abschluss gibt SSIO noch zu Protokoll, er wolle "mit sowas" in Ruhe gelassen werden, "ihr Lutschpastillen..." Hier findest du den gesamten Post:

Die Kanalratte hat euch was zu sagen! Wischen um zu lesen...

36.3k Likes, 1,403 Comments - SSIO (@ssio) on Instagram: "Die Kanalratte hat euch was zu sagen! Wischen um zu lesen..."

SSIO kündigt neues Album "Messios" an

SSIBIO ist back!

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Wie Deutschrap mit der Coronakrise umgeht

Wie Deutschrap mit der Coronakrise umgeht

Von Michael Rubach am 19.03.2020 - 12:40

Corona reguliert: Deutschrap ist dabei wie jeder andere Zweig der Gesellschaft von dem Virus und seinen Folgen betroffen. Statt zu resignieren, finden viele Artists einen kreativen Umgang mit der eingeschränkten Freiheit. Neben konkreter Aufklärung gibt es frischen Rap, Tanzeinlagen oder Podcasts für die ebenfalls (hoffentlich) sozial isolierte Anhängerschaft. Die Artists bilden gewissermaßen einen gemeinsamen künstlerischen Antikörper zur grassierenden Gefahr.

Xatar & SSIO starten Podcast

Der Baba aller Babas und der "Messios" stellen sich als neues Talk-Gespann vor. Im "Pobidcast" bespricht das AON-Duo die Situation. Das Ganze ist zwar bei Weitem nicht auf dem Niveau eines Leon Lovelock, aber auch hier ist hin und wieder Vorsicht beim Hören geboten.

Olexesh, Chefket, Megaloh & mehr mit Bars zur Lage

Der Bratan Olexesh liefert auf Instagram Einblicke in eine Vorratskammer. Er will allerdings nicht der Eigentümer der Wasser- und Nudelmengen sein. Dann wird einfach wild im Quarantäne-Modus gerappt.

Danger Dan von der Antilopengang konzentriert sich auf das Gold des Jahres 2020: Nudeln und Klopapier.

Duzoe sendet straight aus seinem Zimmer. Auf einem "quarantäne theorie type beat" bestellt er noch nette Grüße an den zuletzt unangenehm auffällig gewordenen Xavier Naidoo.

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quarantäne theorie type beat https://t.co/W4UzGL92Nj

Tightill hat sich im Bademantel aufs Dach gewagt und sieht auf einem Beat von Asad John der "Klopapocalypse" entgegen.

Chefket analysiert die Lage und wünscht allen Menschen nur das Beste – außer Nazis.

Megalohs Corner Rap ist bereits ein paar Tage alt, aber greift dennoch die Corona-Vibes auf. Sich noch einmal vor Augen zu führen, warum links und rechts nicht das Gleiche ist, kann darüber hinaus nicht schaden.

Auch eRRdeKa hat sich so seine Gedanken gemacht und feuert gegen die Egoisten und Klopapier-Sammler.

Mit Blick auf die Entwicklung im Deutschrap kann man guten Gewissens behaupten, dass Money Boy seiner Zeit voraus war. Die Corona-Wave hat der Wiener natürlich früh erkannt. Mit einem Kaltgetränk in der Hand wurde schon vor gut zwei Wochen ein Freestyle gekickt.



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CORONA FREESTYLE

Ein Beitrag geteilt von Money Boy (@therealmoneyboy) am

MoTrip rappt zwar nicht in die Kamera, aber präsentiert dafür eine Line, die zum Nachdenken anregt.

Celo & Abdi fassen alles Wichtige zusammen

Abdi war im Supermarkt unterwegs und hat sich mal umgesehen. It's "Corona Time"!

Wer Tipps für die Handhygiene benötigt, wird auch bei den Frankfurter Brudis fündig.

Security Check Required

(null)

Weil doppelt oft besser hält, hier noch mal der gleiche Hinweis von Eko Fresh.

Liquit Walker baut passende Playlist

Die Playlist "Quarantäne Hits" von Liquit Walker reiht reihenweise Isolations-Banger aneinander. Alte Klassiker wie Mobb Deeps "Survival of the Fittest" oder sogar MC Hammers "Don't Touch This" erscheinen aktuell in einem völlig neuen Licht. Nicht zu vergessen "Klopapier" von K.I.Z – der Track für die Währung der Zukunft, wenn man den Hamsterkäufern so über die Schulter schaut.

Fler droppt "Atlantis" früher

Auch im Hause Maskulin beschäftigt man sich mit dem Virus. Fler glaubt, dass Deutschland nie "ein Album so sehr gebraucht" habe wie in diesen Tagen. Daher kommt "Atlantis" wohl bereits in der Nacht zu Samstag auf Spotify.

Max Herre stellt komplettes Konzert online

Max Herre hat sich kurzerhand für ein Sofakonzert entschieden. Da alle Termin seiner "Athen"-Tour verschoben werden mussten, verlagert er einen Gig ins Netz.

Damit es nicht zu kurz kommt: Dickes Shoutout an alle Artists, die ihre Reichweite dafür nutzen, um einen sinnvollen Beitrag in der aktuellen Situation zu leisten. Jeder Aufruf zur Hygiene und zum Abstandhalten kann helfen, ein paar Personen mehr vor Augen zu führen, dass das Verhalten jedes Einzelnen eine Tragweite besitzt. Ebenso gilt der Dank den Menschen, die den Laden am Laufen halten. Den Menschen, die in Krankenhäusern, Arztpraxen, Pflegeeinrichtungen, im Einzelhandel oder im öffentlichen Nahverkehr tätig sind.


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