In weniger als vierzehn Tagen, nämlich vom 10. bis 12. Juli, findet das diesjährige Splash! -Festival statt. Fast in letzter Minute wurde jetzt bekanntgegegben, dass die gesamte Veranstaltung umzieht und nicht, wie in den letzten Jahren, auf der Halbinsel Pouch stattfindet. Neues Festivalgelände wird die nämlich die imposante Kulisse der Ferropolis . Dass die Wahl für die neue Location auf die Stadt aus Eisen fiel, hat einen ganz einfachen Grund:

Nachdem nun das splash! komplett durchgeplant, ja fast schon aufgebaut war, purzelten uns ein paar nachträgliche Zusagen ins Haus, mit denen wir nicht mehr gerechnet hatten, über die wir uns aber umso mehr freuen. Auf einmal brauchten wir noch ein paar famose Slots in der Dancehall- und Reggae-Ecke und außerdem viel mehr Platz für Sports & Culture was hier vor allem heißt, unseren Skatepark, also genau die Sachen, die zum splash! gehören, wie Bonnie zu Clyde. Für beides bot uns die Halbinsel Pouch nicht wirklich die Möglichkeiten.

Auf der Splash! -Homepage wurden noch weitere Informationen zum neuen Veranstaltungsort bekanntgegeben:

Ferropolis liegt etwa 15 km von der Halbinsel Pouch entfernt, in der Nähe des beschaulichen Örtchens Gräfenhainichen und entwickelte sich aus der Zentrale des mittlerweile gefluteten Braunkohletagebaus Golpa-Nord. Auf der Halbinsel im Gremminger See stehen bis heute fünf ausgediente Schaufelrad- und Eimerkettenbagger von bis zu 130 Metern Länge und 30 Metern Höhe. Dieses aufregende Ensemble wird Kulisse des diesjährigen splash! Festivals! Ob beeindruckende Monumente der Industriegeschichte oder Natur und Entspannung am Ufer des Gremminger Sees – auf Ferropolis kommt jeder splash!-Besucher auf seine Kosten!

Alle Informationen über das Line-Up und alle weiteren Veranstaltungen rund um das Splash! -Festival findest du weiterhin in unserem Festival-Special .

Der Festival-Sommer 2009: splash!, Frauenfeld, Summerjam, RheinHiphop (Feature)

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Kontaktverbot zur KMN Gang: Verwirrung um Azets Haftstrafe ruft Justizminister auf den Plan

Kontaktverbot zur KMN Gang: Verwirrung um Azets Haftstrafe ruft Justizminister auf den Plan

Von Karo Hellmich am 07.09.2017 - 11:25

Im Juli trat die KMN Gang beim diesjährigen splash! Festival auf. Überraschend mit dabei: Azet, der momentan eigentlich eine mehrjährige Haftstrafe verbüßt und sich zum Zeitpunkt des Festivals offenbar auf Freigang befand. Nachdem anschließend nicht ganz klar war, wie es um Azet und seinen Gefängnisaufenthalt steht, liefert die Leipziger Internet Zeitung jetzt neue und durchaus überraschende Infos.

Wie die LIZ berichtet, habe man Azet kürzlich ein Kontaktverbot zu den anderen Mitgliedern der KMN Gang auferlegt. Dieses hängt offenbar mit dem Auftritt beim splash! zusammen. Im Artikel heißt es, dass eine Nachfrage bei der Staatsanwaltschaft Dresden "erstaunliche Erkenntnisse zutage" gefördert habe. Denn offenbar sei nicht klar gewesen, ob Azet an dem Gig habe teilnehmen dürfen.

Wie es scheint, habe die JVA Dresden versucht, "eigenmächtig Versäumnisse im eigenen Hause" zu "vertuschen". Nachdem die Anstaltsjuristin Katrin Soddu der LIZ offenbar keine Auskunft geben wollte, habe die Linken-Abgeordnete Juliane Nagel ein Statement von Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow gefordert, das es hier in voller Länge zu lesen gibt. Dieser äußert unter anderem:

"Der öffentliche Auftritt von Granit M. bei dem splash! Festival war durch die damals zuständige Justizvollzugsanstalt nicht ausdrücklich genehmigt worden. Allerdings war die Teilnahme an einer derartigen Veranstaltung durch die zuständige Justizvollzugsanstalt im Rahmen der erteilten Weisungen und Auflagen für den Lockerungszeitraum auch nicht untersagt worden."

Klingt kompliziert – und ist es scheinbar auch. Die Freigänge hätten eigentlich vor allem der "Kontaktpflege zu seinen Angehörigen und Anwaltsbesuchen" dienen sollen. Offenbar habe die JVA Dresden aber versäumt, dies zu kontrollieren oder ausreichend zu kommunizieren – was nun zu dem Kontaktverbot innerhalb der Crew führte. In Gemkows Stellungnahme heißt es:

"Seit dem 25. Juli 2017 besteht für Ausgänge von Granit M. die Weisung, dass jeglicher persönlicher Kontakt zur KMN Gang zu unterlassen ist, so dass Konzertauftritte in diesem Zusammenhang entfallen."

Der Minister erläutert darüber hinaus, dass für die gewährten Ausgänge "ein Alkohol- und Drogenverbot erteilt" worden sei. 

Das Kontaktverbot rechtfertigt Gemkow offenbar mit dem angehängten Strafregister, das alle "abgeschlossenen Ermittlungsverfahren sächsischer Staatsanwaltschaften" gegen die KMN Gang und deren angebliches Umfeld aufzeigen soll. Gegen 15 Personen seien demnach eine Vielzahl von Strafverfahren geführt worden, zehn von ihnen wurden verurteilt. 

Azets Anwältin Katja Reichel sprach sich laut Bild-Zeitung gegen das Auftritts- und Kontaktverbot aus und wird zitiert:

"So ist Resozialisierung gedacht. Er verdient mit seinem Hobby Geld, ist weg von der Straße. Das kann man doch nur gut heißen."

Die Veröffentlichung der Strafakte angeblicher KMN-Mitglieder rief nun übrigens auch Nash auf den Plan, der auf Facebook Stellung bezog. Im Statement (hier in voller Länge lesen) heißt es unter anderem:

"Ich weiß nicht warum uns das Justizministerium in so ein schlechtes Bild rücken will aber das geht nun deutlich zu weit. Wir haben die Strafakte dieses Falles beantragt und werden sie auch veröffentlichen wenn sie da ist um zu beweisen dass die Story auch stimmt. Außerdem kann die Staatsanwaltschaft und das Justizministerium nicht entscheiden wer zu KMN gehört und wer nicht. [...] In der Liste sind viele Personen von dessen Straftaten wir nicht auf unser Umfeld schließen können." [sic]

Direkt aus der Haft: Azet tritt wieder mit der KMN Gang auf

Die KMN Gang hat im letzten Jahr brutal abgerissen und den Erfolg genossen.Azet jedoch war seit November des vergangenen Jahres in Haft. Doch jetzt ist er offenbar auf freiem Fuß. Er postete gestern auf Instagram ein Foto von einem sogenannten Langzeitausgangsschein:


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