Soulja Boy zu 240 Tagen Gefängnis verurteilt

Nachdem Soulja Boy beziehungsweise Big Draco mit allerlei kuriosen Statements und Ansagen zumindest medial eine Art Comeback feierte, muss er nun in den Knast. Wie das Portal TMZ berichtet, hat Soulja gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen. Schlussendlich bedeutet das: 240 Tage Haftstrafe.

Soulja Boy & die Waffen

Dem Rapper wurde laut Medienberichten zum Verhängnis, dass die Polizei Munition in seinem Haus in Kalifornien gefunden hat. Dort hingelangt sind die Beamten erst, weil eine Frau behauptete, in Soulja Boys Garage gefangen gehalten worden zu sein – Soulja Boy bestreitet das.

Soulja Boy ist seit 2014 nur unter Auflagen auf freiem Fuß. Ein Gericht hatte ihn ursprünglich zu 24 Monaten auf Bewährung verurteilt, weil er in der Öffentlichkeit eine geladene Waffe mit sich führte. 2016 stießen die Beamten jedoch wieder auf Waffen in Soulja Boys Besitz, sodass seine laufende Bewährung um weitere fünf Jahre verlängert wurde.

Eine Ausweitung der Bewährungsstrafe war nach der erneuten Verletzung der Auflagen scheinbar keine Option mehr. Im Anschluss an seine Haftstrafe muss Soulja zudem 265 Tage gemeinnützige Arbeit leisten. 40 Tage des Gefängnisaufenthalts hat der SODMG-Gründer übrigens bereits abgesessen, da er sich seit einiger Zeit in Untersuchungshaft befindet und der Richter dies berücksichtigt hat.

Soulja Boy Sentenced to 240 Days Behind Bars for Probation Violation | TMZ

Soulja Boy was just smacked with a sentence of 240 days in jail and 265 days of community service for violating his probation. SUBSCRIBE: http://po.st/TMZSubscribe About TMZ: TMZ has consistently been credited for breaking the biggest stories dominating the entertainment news landscape and changed the way the public gets their news.

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Gucci reagiert auf Rassismus-Skandal

Gucci reagiert auf Rassismus-Skandal

Von Moritz Braun am 01.08.2019 - 15:35

Nachdem Gucci im Februar diesen Jahres einen handfesten Rassismus-Skandal auslöste, hat das Unternehmen reagiert und mit Renée E. Tirado eine Beauftragte für Diversität, Gleichheit und Inklusion eingestellt.

Pullover von Gucci erinnert an Blackfacing

Auslöser für den Skandal war der Balaclava-Rollkragenpullover, den Gucci im Black History Month vorgestellt hat:

Rashida Renée on Twitter

Balaclava knit top by Gucci. Happy Black History Month y'all.

Wegen des Kleidungsstücks musste sich Gucci den Vorwurf gefallen lassen, Blackfacing auf die leichte Schulter zu nehmen. Die absolut verachtenswerte Praxis des Blackfacings geht zurück bis ins 18. Jahrhundert und ist auch heutzutage leider noch immer nicht verschwunden.

Blackfacing ist Rassismus pur

Die Praxis beschreibt die Darstellung schwarzer Menschen durch dunkel geschminkte weiße Menschen. Dabei wurden und werden Stereotype und Vorurteile verstärkt. Blackfacing diente der Unterhaltung eines ausschließlich weißen Publikums. Menschen mit dunkler Hautfarbe wurden als Sklaven oder Servicepersonal inszeniert. In den Darstellungen waren sie meist naiv oder tollpatschig in der Welt unterwegs und nicht gebildet. Blackfacing ist Rassismus pur und aufs Schärfste zu verurteilen.

Boykott von Gucci und Reaktion des Modelabels

Nach der Veröffentlichung des Balaclava-Pullovers riefen viele bekannte Rapper zum Boykott von Gucci auf. 50 Cent, T.I., Soulja Boy, Young Thug, Waka Flocka Flame und viele andere veröffentlichten Statements auf Instagram.

@gucci

124.9k Likes, 5,776 Comments - Soulja Boy (Drako) SODMG (@souljaboy) on Instagram: "@gucci"

I gotta get rid of all the Gucci I have at home. I'm not supporting their brand anymore. #bransoncognac #lecheminduroi #bellator

Gefällt 560.5 Tsd. Mal, 33.4 Tsd. Kommentare - 50 Cent (@50cent) auf Instagram: „I gotta get rid of all the Gucci I have at home. I'm not supporting their brand anymore...."

Gucci entschuldigte sich indessen und nahm den Pullover direkt wieder vom Markt

„Für uns ist Vielfalt ein grundlegender Wert, der uneingeschränkt gewahrt und respektiert werden muss und bei allen Entscheidungen, die wir treffen, oberste Priorität hat. Wir sind fest entschlossen, die Vielfalt in unserer Organisation zu erhöhen und aus diesem Vorfall eine Lektion für das Gucci-Team und darüber hinaus zu machen.“

Renée E. Tirado als Global Head of Diversity, Equity & Inclusion eingestellt

Die Juristin und Top-Managerin war vor ihrem Engagement bei Gucci unter anderem für die Major League Baseball tätig. Als Chief Diversity & Inclusion Officer war es ihre Aufgabe, für kulturelle Vielfalt und Gleichstellung der Menschen auf und neben dem Baseballfeld zu sorgen. Wenn sie ihre neue Rolle bei Gucci entsprechend ausfüllt, bleibt der Welt so etwas bescheuertes wie der unsägliche Balaclava-Pullover hoffentlich erspart.


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