Samy Deluxe, Trettmann, Beginner: "Rap for Good" vereint zahlreiche Rapper für guten Zweck

In der Berliner C-Halle steigt am 26. September ein Hiphop-konzert der Extraklasse – mit Message. Für karitative Zwecke kommen einige der legendärsten Rapper des Landes zusammen, um auf die schwere Krankheit ME/CFS aufmerksam zu machen.

Marteria, Beginner, Max Herre & Co.: Raps für den guten Zweck

Initiator der Benefiz-Show "Rap for Good – Julia's Fundraising Jam Session" ist das Beginner-Mitglied Denyo. An der Seite von Julia S., einer an ME/CFS erkrankten Freundin, hat er ein umfangreiches Lineup erstellt, auf das sich Rapfans freuen dürfen. So treten Samy Deluxe, Max Herre, Afrob und Megaloh ebenso an wie Trettmann, Marteria, Chefket oder Nico Suave. Denyo steht zudem natürlich mit den Beginnern auf der Stage. Weitere Special Guests dürften an dem Abend folgen.

Was verbirgt sich hinter ME/CFS?

ME/CFS steht für eine chronische neuroimmunologische Multisystemerkrankung, bei der die Betroffenen kaum noch ein eigenständiges Leben führen können. Jede kleinste körperliche und mentale  Anstrengung macht ihnen sofort zu schaffen. In der Regel leiden sie unter chronischer Erschöpfung. In einigen Fällen ist es sogar möglich, dass Wohnung oder Bett kaum noch verlassen werden können.

So auch bei Julia S., die Anfang 2018 an ME/CFS erkrankte. Darüber hinaus leidet sie zusätzlich noch an CCI/AAI, einer Instabilität zwischen Kopfgelenk und dem ersten Halbswirbel. Während die Behandlungsmöglichkeiten für ME/CFS sehr gering sind, gibt es bei Julias anderer Erkrankung die Chance auf eine Operation. Da die Kosten dafür allerdings mit 100.000 im sechsstelligen Bereich liegen, soll die Finanzierung über das Event erfolgen.

Zugunsten von Julia S. verzichten alle Künstler bei "Rap for Good" auf ihre Gage. Zusätzlich ist die Hoffnung, mit der Veranstaltung auch ein Zeichen für alle Betroffenen zu setzen und auf die Erkrankungen aufmerksam zu machen. Die Rapper werden dadurch zudem Teil der Millions Missing Kampagne, die sich für ME/CFS Patienten engagiert. Eine mehr als starke Sache, für die Hiphop da gemeinsam einsteht, Wir wünschen Julia und allen anderen Betroffenen eine gute Genesung.

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1 Jahr nach Hanau: Chefket startet Charity-Aktion

1 Jahr nach Hanau: Chefket startet Charity-Aktion

Von Michael Rubach am 17.02.2021 - 15:15

Der rechtsextreme Terroranschlag von Hanau jährt sich am kommenden Freitag zum ersten Mal. Am 19. Februar 2020 wurden neun Menschenleben von einem rassistischen Täter ausgelöscht. Im Rahmen des Gedenkens an die Opfer releast Chefket nun einen Charity-Song. Er möchte mit der Aktion Spenden für die Angehörigen sammeln. Ebenso fordert er politische Solidarität sowie Sichtbarkeit.

Chefket gedenkt Hanau-Opfern: Per Spende zum Charity-Track

Azzi Memo, der selbst aus Hanau stammt, hat mit "Bist du wach?" kurz nach den Morden einen vielbeachteten Benefizsong auf die Beine gestellt. Nun zieht Chefket nach, um ganz konkret die Initiative 19. Februar Hanau zu unterstützen. Die Hilfe der Initiative erfolgt in Form von Rechtsberatung, der Übernahme von Anwaltskosten, durch psychologischen Beistand, Umzugshilfe oder finanzielle Unterstützung sowie unabhängiger Aufklärung.

Wie man an Chefkets noch unveröffentlichten Charity-Track kommt, erklärt der Rapper auf Instagram. Die simple Kurzfassung: spenden, screenshotten und taggen. Wer sich an den Plan hält, bekommt den Song zugeschickt. Auf Instagram führt Chefket den Ablauf ausführlicher aus. Eine kurze Hörprobe steht ebenfalls dort bereit.

Später soll der Song zudem auf allen gängigen Streaming-Plattformen landen. Chefket hat bei seiner Aktion einige Supporter an seiner Seite. Neben Rapper Roger Rekless und Creative Director Aaron Night setzt sich außerdem der Mitgründer von Viva con Aqua Michael Fritz für das Projekt ein:

"Ich feiere alle MusikerInnen, die Ihre Gabe nutzen Menschen zu emotionalisieren mit Hilfe der universellen Sprache der Musik – um zu aktivieren, umzudenken und aufzurütteln! Danke an alle die so laut sind und klar Kante zeigen im alltäglichen Kampf gegen rechte Gewalt in Deutschland und darüber hinaus."

Chefket zeigt mit seiner Aktion eine solche unmissverständliche Haltung. Es geht "gegen rechten Terror, Behördenversagen und Rassismus. Für Erinnerung, Gerechtigkeit, Aufklärung und Konsequenzen". Gegen das Vergessen – say their names:


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