Die szeneexternen Props für Haftbefehl nehmen kein Ende. Nun lobte ihn Mark Forster bei YOU FM.

Der Sänger und Songwriter zeigt sich als großer Haftbefehl-Fan: "Die ernsten Stücke berühren mich wirklich, und sie sind klug." Haftbefehl werde oft auf Gangsterrap reduziert, dabei betreibe er häufig "exzellentes Storytelling auf eine humorige Art". Auch einem Feature zeigt Forster sich nicht abgeneigt: „Ich glaube, es würde etwas Gutes dabei entstehen. Ich wäre auf jeden Fall am Start.“

Wie sehr Forster Haftbefehl feiert, zeigte er bereits Ende Januar, als er Mann im Spiegel coverte.

Den Rap-Fans sollte Mark Forster spätestens seit Einer dieser Steine sowie Au Revoir mit Sido ohnehin ein Begriff sein. Nun könnte es vielleicht ein weiteres Feature mit einem Deutschrapper geben. Man darf gespannt sein!

Alle Infos zu Haftbefehl findest du auf unserer Artist Page, mehr über Mark Forster gibt's hier.

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Kommentare

hahahahaha

also echt wen interessiert ob Mark Forster Haft gut findet. hat der irgend eine Relevanz der hat einen Track gemacht und das mit nem Rapper, alleine kommt der auch nicht klar. Haft ist super ohne Frage, aber da braucht man ja wohl keine Bestätigung von Mark Forster

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Trotz Vermögen am Block: Wieso Haftbefehl zu seinen Wurzeln zurückkehrt
Dsa

Trotz Vermögen am Block: Wieso Haftbefehl zu seinen Wurzeln zurückkehrt

Von Renée Diehl am 07.05.2021 - 13:52

Scheint, als hätte Haftbefehl (diesen Artist auf Apple Music streamen) wieder Blut geleckt: Nachdem vor nicht mal einem Jahr "Das Weiße Album" fast ohne Promo abseits der Singles herauskam, hat sich Baba Haft vor Erscheinen des Nachfolgers ordentlich ins Zeug gelegt. Im Vorfeld zu "Das Schwarze Album" gab es nämlich wesentlich mehr von ihm zu sehen als in den letzten paar Jahren insgesamt. Lieblingsschauplätze aller Haftbefehl-Medienbeiträge: die Städte Frankfurt und Offenbach am Main. Und das ist natürlich auch naheliegend, denn schon die ersten paar Einstiegs-Lines ins Album auf dem ersten Song "Kaputte Aufzüge" nehmen einen mit in die Offenbacher Blocks, in denen Haftbefehl aufgewachsen ist: "Der Treppenhaus riecht nach Kush / Im Feuermelder verstecken wir Packs mit Schnuff / Crackrauch liegt in der Luft / Der Drecksaufzug ist kaputt, kennst du das, kaputte Aufzüge?"

Und, kennst du das?

"DSA": Offenbacher Endzeitstimmung

Viele werden das wahrscheinlich nicht kennen. Das ist auch okay so: Offenbach hat schließlich nur knapp 140.000 Einwohner und davon wiederum wohnen wohl die wenigsten selbst "am Block". In Haftbefehls altem Viertel allerdings die meisten. Die Einwohnerstruktur des Mathildenviertels ist stark geprägt von den Mainpark-Blocks. 

Das Hochhaussiedlungs-Narrativ definiert die Stimmung des gesamten Albums. Nicht ohne Grund hat Haftbefehl "Wieder am Block" gemeinsam mit Soufian, ebenfalls Offenbacher, als Lead-Single rausgebracht. Stimmen, die aufgrund seiner aktuellen Lebensumstände – Haus, Frau und Kinder – aber an der Realness des Albums zweifeln, lässt der Rapper schnell verstummen. In der Doku "Du weißt, dass es Haft ist" sagt er dazu: 

"Mein normales Leben kann ich mit der Musik nicht verbinden. Aktuell wohn‘ ich am Block. Hab mir eine kleine Wohnung geholt vorübergehend um meine Musik zu machen. So arbeite ich, ist halt so."

Er hat sich also nicht nur im übertragenen Sinne wieder an den Block begeben, sondern sogar physisch. Wohl nicht nur aufgrund des grauen Alltags dort, sondern auch aufgrund des vom Corona-Virus hervorgerufenen Gefühls der allgemeinen Verunsicherung, verbreitet das Album ziemliche Endzeitstimmung. Die Spielorte von Haftbefehls Lyrics tun ihr übriges: Der Frankfurter Hauptbahnhof und die Offenbacher Plattenbauten waren auch vor Corona nicht unbedingt einladend. 

Haftbefehls Liebe für Frankfurt und Offenbach

"Ich liebe diesen Dreck und den Gestank Bruder, ich liebe diese Wolkenkratzer, ich liebe alles, was dazu gehört. Ich lieb‘ den Hauptbahnhof, Bruder. Ich liebe Offenbach, ich liebe den Main, ich liebe es, an der Brücke hin und herzufahren."

Ebenfalls eine von Haftbefehls Aussagen in der Dokumentation. Dieses zwiegespaltene Verhältnis zu den beiden Städten am Main teilen viele aus dem Rufnummernbereich 069. Es ist dreckig und nicht auf den ersten Blick schön, ja. Aber gerade die Menschen aus allen möglichen Backgrounds machen das Flair beider Städte aus: Frankfurt und Offenbach sind die Städte mit dem höchsten Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Auch wenn man das dem Album nicht unbedingt anhört, liegen Depris über den Zustand der Stadt und Liebe für Menschen und Multikulti hier ganz nah beieinander. In einer anderen Doku für die ARD bringt Haftbefehl das Heimatgefühl vieler Offenbacher auf den Punkt:

"Ich weiß überhaupt nicht, ob man Offenbach zu Deutschland zählen kann. Ich fühle mich hier auf jeden Fall sehr wohl. Ich glaube, nirgendwo ist es so Multikulti wie in Offenbach, oder?"

Der rote Faden im "Schwarzen Album"

Nicht ganz so gemischt: Bei den Beats hat Haftbefehl fast ausschließlich auf seinen Haus- und Hofproduzenten Bazzazian gesetzt. Einzig "Kaputte Aufzüge" wurde von SOTT und Paix produziert, „Du weißt dass es Haft ist“ stammt von BAIBUBEATZ. Das geht mit Hafts Vision für das Album einher – bei der Albumproduktion ginge es darum "eine Linie zu fahren" und "ein Konzept zu haben", sagt er im Gespräch mit Jan Müller im "Reflektor" Podcast. Eine Art roten Faden gibt es also nicht nur in den Lyrics, sondern auch bei den Beats.

Die lyrische Leitlinie steht eigentlich im Widerspruch zu dem Leben, das der Rapper mittlerweile führt. Er hätte ja auch einfach flexen können und von dem Geld und dem Lifestyle erzählen, den er sich mittlerweile leisten kann. Haftbefehl aber bewegt sich mit "DSA" in die genau entgegengesetzte Richtung und bleibt somit die Stimme der Blocks. 

Und so düster "Das Schwarze Album" auch sein mag: Haftbefehl macht es laut Songtext des Tracks "Offen/Geschlossen" "für Offenbach am Main und die Frankfurter Blocks" – und nicht dagegen. Weil Stolz und Abscheu hier nunmal ganz nah beieinander liegen. 


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