Prinz Pi zur Maskenaffäre: "Korruption gepaart mit Inkompetenz"

Die sogenannte Maskenaffäre bei der CDU und CSU ruft Prinz Pi auf den Plan. Der Rapper kommentiert in seiner Insta-Story nun ausführlich, was er so von den Deals und Geschäftsbeziehungen politischer Entscheidungsträger*innen inmitten der Corona-Pandemie hält. Jene fragwürdigen Business-Moves wertet der Berliner als ein Zeichen von "Korruption".

Prinz Pi wettert gegen "Amateure in Machtpositionen"

Prinz Pi blickt zunächst auf die Situation der Restaurants, Bars und Kneipen. Gastronomen würden im Zuge der Corona-Maßnahmen "reihenweise Pleite" gehen. Andere Orte dürften hingegen "ohne jedes Hygienekonzept" öffnen. Dem stellt er Gesundheitsminister Jens Spahn und sein "sicheres Gehalt" gegenüber. Außerdem nimmt Prinz Pi auf den Kauf einer Villa Bezug. Vor wenigen Tagen kam heraus, dass Jens Spahn und sein Ehemann eine Immobilie für mehr als 4 Millionen Euro erworben haben.


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Screenshots via instagram.com/prinzpi23

Ebenso verweist Prinz Pi auf weitere Namen aus dem Kreis der CDU/CSU, die mit Lobbyismus und Bestechlichkeit in Verbindung gebracht werden. Korruption in der Politik bewertet Prinz Pi als "schlimm". Darüber hinaus unterstellt er den Personen in entscheidenden Machtpositionen eine "Unfähigkeit". Diese Kombination sei in Zeiten der Pandemie "tödlich".

Um was geht es in der Maskenaffäre? Zuletzt hatte der Spiegel den Ehemann des amtierenden Gesundheitsministers Jens Spahn dabei ins Spiel gebracht. Die Firma, für die er als Lobbyist und Büroleiter in Berlin arbeitet, habe "mehr als eine halbe Million FFP2-Masken" an das Bundesgesundheitsministerium verkauft. Auch wenn es heißt, dass Jens Spahns Ehemann "zu keinem Zeitpunkt über die Transaktion informiert oder involviert" gewesen sei, befeuert diese Verbindung den aktuellen Skandal um die CDU/CSU. Zuvor wurde bekannt, dass sich verschiedene Politiker der Union persönlich während der Corona-Krise bereichert haben sollen. Die Abgeordneten hätten bei Deals mit Atemschutzmasken abkassiert. Es stehen Lobbyismus- und Korruptionsvorwürfe im Raum.

Die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung kritisiert Prinz Pi außerdem als "wankelmütig, unkoordiniert und für niemand nachvollziehbar". Dabei ruft er seinen Follower*innen das Image von Deutschland in Erinnerung. Dies sei eigentlich ein Land, "in dem jeder Millimeter jeder Sache geplant, genormt und geprüft ist." Auf Regierungsebene fehle es jedoch an Sachverstand. Auch scheint Prinz Pi spürbare Konsequenzen für die handelnden Personen einzufordern.

"Wo ist die Kompetenz geblieben? Gibt es keine fähigen Leute? Oder gibt es die, und sie werden überhört? Was zur Hölle sind hier für Amateure in Machtpositionen?"


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Screenshots via instagram.com/prinzpi23

Schlussendlich teilt Prinz Pi eine Grafik des Katapult Magazins. Dort werden bekannte Korruptions- und Lobbyismusfälle seit 2019 aufgeführt. Es sind 22.

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Ignorant & rassistisch: Deutschrapper*innen reagieren auf CDU-Werbespot
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Ignorant & rassistisch: Deutschrapper*innen reagieren auf CDU-Werbespot

Von Alina Amin am 17.02.2021 - 19:21

Kürzlich veröffentlichte die CDU einen Wahlwerbespot auf ihren Social Media Kanälen, der auch in der Deutschrap-Szene für Empörung sorgt. In dem Spot geht es um die neue Gesetzesreform zur Verhinderung von Geldwäsche, die letzten Donnerstag verabschiedet wurde. Dafür werden in dem kurzen Clip zwei Männer abgebildet, die als Clan-Mitglieder betitelt werden. Aussage: Geldwäsche härter bestrafen.

Dabei ist die CDU wohl über das Ziel hinausgeschossen. Von vielen Menschen wurde das Video als rassistisch empfunden und die Regierungspartei erfuhr daraufhin dermaßen viel Kritik, dass sie den Clip nun von allen ihren Kanälen entfernt hat.

Wieso der CDU-Wahlwerbespot rassistisch ist

In dem Clip ist zu sehen, wie zwei Männer in einem Ferrari sitzen. Während ein Polizei-Bully an dem Auto vorbei fährt, erklärt eine Frauenstimme: "Damit kriminelle Clans nicht mehr Ferrari fahren, sondern Mercedes". Mit Mercedes wird auf den Autohersteller angespielt, der in dem fiktiven Spot für Polizeiautos zuständig ist.

Der Journalist Tarek Baé erklärt, wieso das rassistisch ist. Im Grunde geht es darum, dass die CDU in ihrem Video Geldwäsche einer konkreten Minderheit zuschreibt. Wie Tarek erklärt, widerspricht dies stark der aktuellen Faktenlage. Man bediene sich trotz dessen an dem Klischee der "kriminellen Clans". Die CDU reproduziere und verstärke durch diese verzerrte Darstellung lediglich rassistische Stereotypen. Dazu trägt besonders bei, dass die CDU explizit Männer für die Rolle castete, die einer bestimmten Herkunft zugeschrieben werden könnten.

Deutschrap reagiert: CDU-Werbespot zur Clan-Kriminalität & Geldwäsche

Auch diverse Deutschrapper*innen empfanden den fragwürdigen Wahlwerbespot als rassistisch und AfD-nah. So schrieben beispielsweise Celo und Abdi unter den mittlerweile gelöschten Post, ob die CDU ihre verlorenen AfD-Wähler zurückgewinnen wolle oder etwas gegen italienische Autos hätte.

Badmómzjay bezeichnete den Spot als einen von "Stereotype[n] geprägte[n] Rassismus". 


Foto:

Badmómzjay / instagram @badmomzjay

Ra'is fragt die CDU, ob "sonst noch alles cool" bei ihnen sei. Auch Katja Krasavice zeigt sich schockiert: "Platzt doch ihr Nazis!". Marcus Staiger widmet sich auf Twitter dem Thema und erklärt, dass er beim Gedanken an Geldwäsche an Wolkenkratzer denken würde, "in denen [Bänker*innen] Superreichen dabei helfen, die Gesellschaft zu verarschen & noch reicher zu werden".


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