Post Malone macht Rekorde und die Charts platt

Post Malone hat mit "Beerbongs & Bentleys" Ende April ein Album mit etlichen Ohrwurmmelodien veröffentlicht. Dass das Konzept funktioniert, wird immer deutlicher. Dem Spotify-Rekord am Release Day mit 78,7 Millionen Streams weltweit und 47,9 Millionen allein in den USA ließ er bereits die beste Eröffnungswoche in der Geschichte des Streaming-Dienstes folgen: 411,8 Millionen Streams global, 236,5 Millionen in den Staaten.

Spotify on Twitter

He's done it again. @PostMalone's 'beerbongs & bentleys' has broken the first week streaming record both globally (411,816,710) and in the U.S. (236,500,546) https://t.co/55Q4EGK0NL

Heute kann der Texaner sich über sein erstes Nummer-1-Album freuen. Mit 461.000 abgesetzen Albumeinheiten (inklusive Streaming) feiert "Beerbongs & Bentleys" auch die stärkste erste Verkaufswoche 2018 in den USA.

billboard on Twitter

@PostMalone's 'Beerbongs & Bentleys' Breaks Streaming Record, Debuts at No. 1 on Billboard 200 Albums Chart https://t.co/TayByTY88v

Die Kritik stützt den kommerziellen Erfolg der Platte nur bedingt. Viel Liebe gibt es für gute Produktionen und Hooks, die direkt im Kopf bleiben. Für weniger Begeisterung sorgen die oft relativ flachen Texte und eine gewisse Eintönigkeit im Sound nach der vollen Laufzeit der Platte.

Hat Postys zweites Studioalbum dich überzeugt? Wer "Beerbongs & Bentleys" noch nicht gehört hat, kann sich hier ein eigenes Bild machen:

Post Malone - Beerbongs & Bentleys

Nach seinem gefeierten Debüt "Stoney", der Nummer-1-Single "Rockstar" und mehr Hits gibt's jetzt wieder Post Malone auf Albumlänge. Ohrwürmer vorprogrammiert!

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Spotify vs. Apple: Beef zwischen Streaming-Giganten

Spotify vs. Apple: Beef zwischen Streaming-Giganten

Von Michael Rubach am 20.03.2019 - 15:51

Es herrscht aktuell ein rauer Ton zwischen Spotify und Apple. Bereits letzten Mittwoch reichte Spotify eine offizielle Beschwerde gegen Apple bei der EU-Kommission ein. Der schwedische Streaming-Riese fühlt sich ungerecht behandelt und beklagt einen Wettbewerbsnachteil. Apple setzt sich gegen die Anschuldigungen zur Wehr.

"Time to play fair": Spotifys fünf Vorwürfe gegen Apple

In einem Blogpost machte Spotify CEO Daniel Ek deutlich, wo er das Problem mit Apple sieht. Er führt aus, dass Apple seine Marktmacht im hauseigenen App Store missbrauche und Spotify darunter zu leiden habe. Apple verhalte sich diskriminierend und unfair. Zur Verdeutlichung des Sachverhalts hat Spotify die Kampagne "Time to play fair" gestartet.

Time to Play Fair

Our Message to Apple. Visit https://timetoplayfair.com to learn more.

Der schwedische Konzern stört sich an einer 30-prozentigen Abgabe, die an Apple bei digitalen Käufen entrichtet werden muss. Andere Apps wie Uber, Deliveroo oder der Hauptkonkurrent im Streaming-Geschäft Apple Music müssten diese Form von Steuer nicht abführen. Darüber hinaus würde Apple diverse Promotionangebote von Spotify blockieren. Dazu zähle auch, dass ein Upgrade zu einem Premium-Account nur sehr umständlich möglich sei. Außerdem unterbinde Apple Verbesserungen der Spotify-App und verhindere, dass Spotify auf Geräten wie der Apple Watch oder dem HomePod stattfinden kann.

Daniel Ek weist zudem daraufhin, dass die ganze Angelegenheit eine größere Bedeutung habe. Demnach ziele die Kartellbeschwerde auf ein generelles Ungleichgewicht ab, dass man nicht länger akzeptieren wolle.

"Ich möchte klarstellen, dass es nicht um eine Spotify-gegen-Apple-Sache geht. Wir wollen die gleichen fairen Regeln für alle Arten von Firmen – jung und alt, groß und klein."

Apple kontert Spotify prompt

In einem ausführlichen Statement reagierte Apple auf die Anschuldigungen aus Stockholm. Spotify strebe nach noch mehr Umsatz und verlange die Vorteile einer kostenlosen App, ohne eine kostenlose App zu sein:

"Nachdem Spotify den App Store jahrelang genutzt hat, um sein Geschäft enorm auszubauen, ist Spotify bestrebt, alle Vorteile des App Store-Ökosystems - einschließlich der beträchtlichen Einnahmen, die es mit Kunden des App Store erzielt - einzubehalten, ohne einen Beitrag zu diesem Marktplatz zu leisten."

Die angeführte Abgabe von 30 Prozent reduziere sich nach einem Jahr auf 15 Prozent. Dieses Detail habe man wohl "vergessen zu erwähnen". Zudem sei Spotifys Politik keineswegs am Wohlergehen der Künstler orientiert – stattdessen würden Klagen gegen die Urheber von Musik erfolgen. Zu dem Vorwurf der gezielten Blockierung einzelner Dienste sagt Apple:

"Wir haben im Auftrag von Spotify fast 200 App-Updates genehmigt und verteilt, was zu über 300 Millionen Downloads der Spotify-App geführt hat."

Gegenüber Variety erklärte ein Vertreter von Spotify, dass die Antwort Apples, der eines typischen Monopolisten gleiche. Die Beschwerde bei der EU sei erfolgt, da Apple dem Wettbewerb und dem Konsumenten schade.

Inzwischen hat ebenso die Sicherheitsfirma Kaspersky Lab gegen die Vorgaben des Apple-App-Stores eine Beschwerde bei der russischen Wettbewerbsbehörde eingereicht. Auch hier wird Apple vorgeworfen, keine fairen Bedingungen zuzulassen.


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