Polizeigewalt in Essen: PA Sports kriegt Antwort vom Bürgermeister

PA Sports hat sich am vergangenen Dienstag gegen Polizeigewalt ausgesprochen. Ein Instagram-Nutzer namens Omar Ayoub hatte zuvor ein Video hochgeladen, in dem er über die Polizeigewalt berichtet, der er und seine Familie zu Opfer geworden seien.

Der Instagram-Bericht wurde inzwischen über eine Millionen Mal aufgerufen, in der Zwischenzeit haben viele den Vorfall angeprangert. Darunter Dardan, Rooz und PA Sports. Letzterer hat nun eine Antwort vom Essener Bürgermeister bekommen, welcher zur Sache Stellung bezieht. 

PA Sports und viele andere sprechen sich gegen Polizeigewalt aus

Omar Ayoub hat am 28. April in einem zehn-minütigen Bericht von einem Vorfall berichtet, der sich letzten Samstag zugetragen haben soll. Unter dem Vorwand der nächtlichen Ruhestörung, sei die Polizei bei Omar und seiner Familie aufgetaucht und habe ohne Durchsuchungsbefehl das Haus betreten. Darauf seien Beleidigungen, Drohungen und Schläge für Omar und seine Familienmitglieder gefolgt.  

PA Sports, Dardan & viele andere prangern Polizeigewalt an

Aktuell machen wieder einmal Fälle von Polizeigewalt die Runde. Besonders zwei Fälle werden gerade angeprangert und auch von Rappern verbreitet. Unter anderem machen sich Dardan und PA Sports gegen den Machtmissbrauch der Staatsdiener stark. Der Aufruf zum Teilen findet großes Gehör. Vielleicht ändert sich ja dieses Mal endlich etwas.

Der komplette Bericht ist auf Omars Account online: 



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Ein Beitrag geteilt von Omar Ayoub (@omarayo96) am

Kurz darauf hat PA Sports, wie viele andere seiner Kollegen, das Video geteilt und sich gegen den Gewaltvorfall ausgesprochen. Gleichzeitig hat er von ähnlichen Geschehnissen erzählt, die er als Augenzeuge mitbekommen habe und auf die Größe des Problems aufmerksam gemacht. 

Essener Bürgermeister antwortet PA und bezieht Stellung

Am Freitagmorgen hat der Rapper eine Instagram-Nachricht in seiner Story gepostet, die er vom Bürgermeister der Stadt Essen bekommen hat. Dieser hat Stellung zum Vorfall bezogen:

"Guten Tag, Sie haben mich auf das Video aus Essen zum Thema Polizeigewalt aufmerksam gemacht. Auch ich habe ein Interesse daran, Klarheit über die Vorgänge zu bekommen. Die Polizei liegt nicht in meiner Zuständigkeit, sondern ist eine Landesbehörde. Deshalb habe ich mich bereits gestern beim Polizeipräsidenten erkundigt, der mir versicherte, dass der Vorfall aufgearbeitet wird. Das ist richtig und wichtig. Die Polizei in Bochum überprüft den Sachverhalt und die Vorwürfe. Die Polizei Essen hat Strafverfahren gegen zwei Mitglieder der Familie gestellt. Gleichzeitig wurde ein Strafverfahren gegen die beteiligten Polizeibeamten eingeleitet. Bis der Fall aufgeklärt ist, sollten alle Seiten ein Interesse daran haben, keine Vorverurteilungen zu treffen. Es gilt ganz klar: Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt haben in unserer Gesellschaft keinen Platz! Mit freundlichen Grüßen, Thomas Kufen"

Geschehnisse wie diese sind längst keine Einzelfälle. Umso besser, dass Thomas Kufen als Bürgermeister von Essen engagiert ist, die Sache aufklären zu lassen. Wie er PA aber bereits erklärt hat: Die Polizei liegt nicht in seiner Zuständigkeit – die Polizeibehörde prüfe die Sache selbst. Diese hat wahrscheinlich kein allzu großes Interesse daran, ihre eigene Aktion als rassistisch und vollkommen maßlos zu enttarnen. Das Ergebnis einer solchen Untersuchung ist also mit Vorsicht zu genießen.

Die Polizei Essen hat bereits am Dienstag eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der sie erklärt, der erste Angriff sei von Omar und seiner Familie ausgegangen. Es steht also Aussage gegen Aussage. Und ganz unabhängig davon, was wirklich passiert ist: Wer hier am längeren Hebel sitzt, sollte eindeutig sein.

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"Das geht auch an KC": PA Sports mit abschließendem Statement zum Streit mit Manuellsen

"Das geht auch an KC": PA Sports mit abschließendem Statement zum Streit mit Manuellsen

Von Till Hesterbrink am 24.11.2020 - 13:37

Es wurden wieder Ansagen gedroppt und gelöscht. Nachdem PA Sports am Sonntag zu einem halbstündigen Rundumschlag gegen Manuellsen ausgeholt hatte, löschte er sein Statement nun wieder und schlug versöhnlichere Töne an. Er wolle seine Zeit jetzt nicht mit Streit verschwenden und sich stattdessen auf sein anstehendes Album "Streben nach Glück" konzentrieren.

PA Sports: "Als ich dich mit 13 kennengelernt habe, du warst ein Held für mich"

Nachdem PA Sports sich auf seinen kürzlich erschienenen "100 Bars Final Kill" selbst zum König des Ruhrpotts gekrönt hatte, entwickelte sich schnell ein Hin und Her zwischen dem Life is Pain-Boss und Manuellsen. In dieses wurden auch weitere Künstler*innen, wie PAs Signing Rua, verwickelt. Beide Seiten lieferten Livestreams und umfangreiche Statements zur ganzen Geschichte.

PA Sports veröffentlicht "Abrechnung" mit Manuellsen

In PA Sports Augen ist Manuellsen "krank". Der Life is Pain Ceo veröffentlichte ein halbstündiges Video-Statement, in dem er ausführlich über das Verhalten von Manuellsen nach dem Release des Tracks " 100 Bars Final Kill" spricht. PA macht dabei direkt zu Beginn deutlich, dass er nicht ausschließt, zukünftig einen Disstrack gegen Manuellsen zu veröffentlichen.

Nun löschte PA Sports sein knapp 30-minütiges Statement zur Streiterei wieder und richtete "Ein letztes Wort" an Manuellsen. In dem circa fünf Minuten langen Video erklärt der in Essen geborene Rapper, dass er den Konflikt an dieser Stelle beiseitelege. Zwar hätte Manu ihm Grund genug gegeben, die Auseinandersetzung weiter zu verfolgen, doch er wolle keine Energie mehr darein verschwenden. Die Kommunikation zwischen den beiden Camps sei entspannt gewesen. PA bedankt sich in seinem Video dafür, dass Manus Umfeld ihn nicht unter Druck gesetzt habe.

Von Manuellsen selbst sei PA allerdings sehr verletzt. Dieser hatte sich am Vorabend in einem weiteren Livestream zum 30-Minuten-Statement des LiP-Oberhaupts geäußert. Laut PA habe er sich dabei von der Person lenken lassen, die ihm gegenüber seit Längerem "großes Unrecht im Schilde" führe. Bereits zuvor hatte PA anklingen lassen, dass er mit bestimmten Personen im Ruhrpott ein anhaltendes Problem habe. Diese wären es auch gewesen, die das Auto seiner Mutter angezündet hätten und versucht haben sollen, über die Tochter des Rappers Druck auszuüben. Angeblich soll es dabei um Geschehnisse in einer Zeit gehen, in der PA noch kein Geld mit der Musik verdient hätte, für die nun Geld im sechsstelligen Bereich von ihm verlangt würde.

Besonders aufgrund der gemeinsamen Historie der beiden sei PA sehr verletzt dadurch, dass Manuellsen so etwas mit sich machen lassen würde.

"Lasst uns aufhören, uns gegenseitig zu hassen. Das geht auch an KC."

Nicht nur das Verhältnis von PA Sports zu Manuellsen ist belastet, auch das zu KC Rebell litt in den letzten Jahren. 2018 brachte PA einen Disstrack gegen seinen Jugendfreund raus, über den er nun sagt, er sei ihm sehr schwergefallen, da er den "Jungen sehr geliebt" habe.

PA Sports - Guilty 400 (KC Rebell Diss) [Video]

Von Paul Kruppa am 22.11.2020 - 16:14 Wer, wenn nicht Bushido weiß: " Zeiten ändern dich" - und so wirkt der vermeintliche Realtalk auf früheren Disstracks einige Jahre später gar nicht mehr so real. Mit "Leben und Tod des Kenneth Glöckler" zog Bushido 2013 gefühlt die komplette Szene auf seine Seite.

Bezüglich Manuellsen und des Vorwurfs, PA hätte, anders als KC, alle verraten und sei abgehauen, erinnert PA Sports Manu an den gemeinsamen Track "Thx I Get" aus dem Jahre 2014, den Manu angeblich mit beiden Ruhrpott-Rappern aufnehmen wollte. Er habe sich aus Respekt bereit erklärt, den Song mit Video zu machen, während KC nicht auftauchte.

PA erklärt im weiteren Verlauf, dass er es war, der die Leute, die heutzutage als Hintermänner agieren, in den Vordergrund geholt habe. Als Dank würden eben diese Personen versuchen, Streit mit ihm anzufangen. Manu solle aufhören, darüber nachzudenken, wie er der Straße danken könne und sich fragen, wie die Straße ihm danken könne. "Stabilität auf Straße" sei nichts, was PA noch interessiere.

Als Zeichen des Friedens habe er sein Statement offline genommen. Von Manuellsen erwarte er dafür auch eine Gegenleistung, wobei PA offenlässt, welche das sei. Manu wisse jedoch, was PA sich wünsche.

Sein Video beendet PA mit versöhnlichen Worten an sowohl Manuellsen als auch KC Rebell und Grüßen nach NRW.


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