Nach Shitstorm: Ben Salomo mit Statement zum kontroversen BMCL-Titelmatch von Ssynic und Mighty Mo

Das BMCL-Titelmatch von Rap am Mittwoch wurde am vergangenen Freitag auch auf YouTube veröffentlicht. Seitdem schlägt das Video hohe Wellen, denn insbesondere eine kontroverse Line von Mighty Mo sorgt für Aufregung. Ben Salomo spricht ihn nach dem Battle darauf an, übt Kritik und musste daraufhin selbst viel Kritik einstecken.

Nach dem "kleinen Shitstorm" über das Wochenende sieht sich Ben Salomo dazu veranlasst, ein Statement zu der Angelegenheit abzugeben:

"Wer RAM wirklich länger verfolgt, der weiß, dass ich in 7 Jahren bereits unzählige Judenlines gehört und abbekommen habe, zu denen ich mich nie veranlasst sah, irgendein Statement abzugeben, obwohl diese Lines schon ALLES waren:

Von einfach geschmacklos über politisch unkorrekt, von Holocaust-Lines über Lines mit Bezug auf religiös-jüdische Praktiken, bis hin zur Israel Verachtung war ALLES dabei und NIE gabs von mir ein Problem...doch jetzt wurde die Sache auf eine neue Stufe gestellt und zwar Rassismus...und DAS hat absolut nichts mehr mit HipHop zu tun!

Wenn da draußen jetzt aber so viele der Ansicht sind, dass Rassismus und explizit rassistische Hetzbegriffe in ein Rap-Battle gehören, dann gründet eure Rassisten-Liga und macht euer Ding! In meiner Liga wird sich das nicht durchsetzen, dafür werde ich sorgen! Ehe das passiert, schließe ich Rap am Mittwoch, damit das klar ist! [sic]"

In einem zusätzlichen Nachtrag unterteilt Ben Salomo die Welt in Sehende und Blinde.

"Die Blinden erkennen innerhalb der Grauzonen absolut keine Schattierungen, obwohl es sie gibt, während die Sehenden diese Schattierungen deutlich wahrnehmen, als wären es Komplimentärfarben! Die Anzahl der Sehenden, scheint innerhalb der Gesellschaft inzwischen schon in der Unterzahl zu sein, was mich nur noch wehementer antreibt, den an Grauem Star erkrankten Blinden, argumentativ die Augen zu öffnen! Sicher wird das nicht bei allen klappen und viele sind schon so lange blind, dass es zu spät sein wird, aber wenn wir es nicht wenigstens versuchen, ist jede Hoffnung von vornherein verloren! Dann haben wir irgendwann eine Gesellschaft und einen "HipHop" in dem Nazis und Rassisten ganz selbstverständlich den Freiraum für Ihre Hetze bekommen! Den betreffenden Rappern unterstelle jetzt auf KEINEN Fall pauschal Rassismus, aber wenn wir bei rassistischen Hetz- und Schlagbegriffen JETZT keine klare Kante zeigen, wird sich unsere HipHop Kultur von innen zersetzen und der Zustrom, von Menschen mit rassistischen und diversitätsverachtenden Ansichten, wird wachsen! Ich will das definitiv NICHT! Deshalb sage ich NEIN zu rassistischen Hetzbegriffen und Schlagworten aus dem Naziwortschatz! [sic]"

BEN SALOMO

So...nach dem kleinen Shitstorm, der sich wegen der Konroverse im BMCL-Titelmatch über das Wochenende entwickelt hat, widme ich den Kritikern mal ein paar klare Worte: Wer RAM wirklich länger...

Wie siehst du die Angelegenheit? Findest du auch, dass die Lines in Ordnung gehen, während andere kein Problem darstellen? Welche Kritik kannst du besser nachvollziehen?

Hier kannst du dir das Battle zwischen Ssynic und Mighty Mo samt der Diskussion danach in voller Länge geben:

Rap Am Mittwoch BMCL: Ssynic und Mighty Mo battlen sich kontrovers um den Titel [Video]

Nach der Ankündigung vor über zwei Monaten war es Anfang Juni soweit. Das Titelmatch in der Battle-Liga Rap Am Mittwoch zwischen Ssynic und Mighty Mo wurde ausgetragen. Jetzt kann man die lyrische Schlacht auch auf YouTube anschauen. Das Match hatte dem Anlass entsprechend eine Jury, in der unter anderem Morlockk Dilemma einen Platz einnahm.

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Kommentare

Alles legitim was er sagt

Orn und Gast sind Ben Salomo

nichts aus der geschichte gelernt und ein armutszeugnis für deutschrap

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George Floyd stirbt durch Polizeigewalt: Reaktionen von 50 Cent, Cardi B, Manuellsen & mehr

George Floyd stirbt durch Polizeigewalt: Reaktionen von 50 Cent, Cardi B, Manuellsen & mehr

Von Michael Rubach am 28.05.2020 - 11:59

Ein Video erschüttert die Welt: Der Afroamerikaner George Floyd wird von einem weißen Polizisten regelrecht hingerichtet. Wenn irgendjemand noch ein Zeitdokument gebraucht hat, um zu checken, wie verwurzelt Rassismus 2020 in unserer Gesellschaft ist – hier ist es. Der Fall macht fassungslos. US-Stars schwanken in den sozialen Medien zwischen Trauer und Wut. Wut gegenüber einem System, das dem Leben eines Mannes mit dunkler Hautfarbe scheinbar keinen Wert beimisst.

Tod durch Polizeigewalt: George Floyd flehte um sein Leben

Es geschieht in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota am helllichten Tag: Ein Cop drückt sein Knie fast zehn Minuten auf den Halsbereich von George Floyd. Die quälenden Rufe des Festgenommenen ignoriert der Beamte mit einer kaum zu ertragenden Ruhe. "Ich kann nicht atmen", bringt der am Boden liegende Mann hervor. Was ebenfalls zu vernehmen ist: "Tötet mich nicht."

Doch George Floyd stirbt kurze Zeit später im Krankenhaus. Es ist ein Tod, der an so einem universellen Wert wie Menschlichkeit zweifeln lässt. Die vier beteiligten Polizisten wurden nach der Tat entlassen. Der Bürgermeister von Minneapolis erklärt in einem Statement etwas, das eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte.

"Es sollte in Amerika kein Todesurteil sein, schwarz zu sein."

Laut SZ habe in der polizeilichen Darstellung der Ereignisse nichts auf die Brutalität des Einsatzes hingedeutet. Die Festnahme soll im Rahmen eines Betrugsfalls erfolgt sein. Letztendlich sind es die millionenfach geteilten Handyaufnahmen, welche den grausamen Tod von George Floyd enttarnen. US-Präsident Donald Trump hat sich bereits eingeschaltet und will sich dafür einsetzen, dass der Gerechtigkeit schnellstmöglich "Genüge getan" werde. Auch das FBI ist für die Ermittlungen hinzugezogen worden.

Snoop Dogg, 50 Cent, Cardi B, LeBron James fordern Gerechtigkeit

Prominente aus der Sport-, Musik- oder Filmbranche zeigen sich in den sozialen Netzwerken erzürnt, bestürzt und ringen mit ihren Emotionen. Sie agieren als reichweitenstarker Arm derer, die sich bei Demonstrationen auf den Straßen Amerikas mit gutem Grund fragen, ob das Leben aller Amerikaner tatsächlich den gleichen Wert besitzt. LeBron James, Snoop Dogg, Cardi B, Meek Mill, Diddy, 50 Cent, Ice-T und viele mehr fordern nun Gerechtigkeit.



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no justice just us

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IT’S NOT US! #GeorgeFloyd

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COMMON on Twitter

BlackLivesMatter: George Floyd. https://t.co/lDfE2L3aC1

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5PM in honor of #GeorgeFloyd

ICE T on Twitter

They Killed another Brother.. On Video. https://t.co/RnuUqfU5o8

Missy Elliott on Twitter

GeorgeFloyd No family should have to go through this pain of seeing their loved one beg for their lifeIt not right no matter how you look at it

George Floyd hat eine Rap-Vergangenheit

Der verstorbene George Floyd war selbst ein Teil der US-Rapszene. Der 46-Jährige hat seine musikalischen Spuren in Houston hinterlassen. Wie die Zeitung Houston Chronicle schreibt, arbeitete er dort in den Neunzigern mit dem legendären DJ Screw zusammen. Unter dem Künstlernamen Big Floyd sei George Floyd unter anderem auf Mixtapes zu hören.

Tod von George Floyd: Manuellsen, Sugar MMFK & Jerome Boateng äußern sich

Auch in Deutschland sorgt die Tat für Entsetzen. In vielen Insta-Storys gehen Artists auf die Geschehnisse in den Staaten ein. Dass Rassismus nicht an den Grenzen Amerikas aufhört, muss man schließlich nicht gesondert erklären. Manuellsen macht der Tod schlichtweg sprachlos. Sugar MMFK sucht den Dialog mit seiner Community. Credibil lässt seinen Fans die Wahl, ob sie sich die Szene wirklich anschauen wollen. Aus Ahzumjot spricht die bloße Wut. Mit Jerome Boateng ergreift auch ein deutscher Spitzensportler das Wort und betet für die Angehörigen von George Floyd.



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#NOCOMMENT

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alan degeneres on Twitter

ändert die news: es kam kein schwarzer mann nach brutalem polizeieinsatz ums leben. ein schwarzer mann wurde grundlos auf offener straße vor unzähligen zeugen von 4 polizisten ermordet #Minneapolis #GeorgeFloyd #icantbreathe

alan degeneres on Twitter

und jetzt fragt mich bitte nochmal, warum mich mittlerweile der kleinste anflug von rassismus aggressiv macht

Jerome Boateng on Twitter

His name was George Floyd. Say his name. Pray for his family. I Can't believe it happened again, even in broad daylight and while being recorded. #BlackLivesMatter #JusticeForGeorgeFloyd

Ebenso ist das Thema Polizeigewalt in letzter Zeit vermehrt in Deutschland angekommen. Dardan und PA Sports haben hier kürzlich deutlich auf Fälle von Machtmissbrauch aufmerksam gemacht.

PA Sports, Dardan & viele andere prangern Polizeigewalt an

Aktuell machen wieder einmal Fälle von Polizeigewalt die Runde. Besonders zwei Fälle werden gerade angeprangert und auch von Rappern verbreitet. Unter anderem machen sich Dardan und PA Sports gegen den Machtmissbrauch der Staatsdiener stark. Der Aufruf zum Teilen findet großes Gehör. Vielleicht ändert sich ja dieses Mal endlich etwas.


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