Nach Festnahme in Frankreich: Freddie Gibbs soll ausgeliefert werden

 

Anfang Juni wurde US-Rapper Freddie Gibbs in Frankreich festgenommen. Die Anklage: Mutmaßliche Vergewaltigung. Nachdem die französischen Behörden im Auftrag Österreichs gehandelt hatten, wo die Tat angeblich im Jahr 2015 passiert sein soll, war lange unklar, was als nächstes passieren würde. Nun scheint sich etwas zu tun. 

Wie N-TV berichtet, habe das Berufungsgericht in Toulouse vor wenigen Tagen entschieden, dass Frankreich Gibbs an Österreich überstellen müsse. Das habe Gibbs' Anwalt Michaël Malka mitgeteilt.

Die österreichische Justiz hatte den europäischen Haftbefehl am 31. Mai ausgestellt, da Gibbs letztes Jahr nach einem Konzert in Wien zwei Frauen zunächst mit K.o.-Tropfen betäubt und anschließend vergewaltigt haben soll.

Zunächst sieht es aber so aus, als werde Freddie Gibbs nicht ausgeliefert. Gegen eine Kaution von 50.000 € wurde er gegen bestimmte Auflagen zunächst freigelassen. Sein französischer Anwalt betonte, Gibbs wolle sich "weder der französischen noch der österreichischen Justiz entziehen", lehne aber eine Auslieferung an Österreich ab. Um die Überstellung zu verhindern, muss Gibbs nun vor Frankreichs Obersten Gerichtshof ziehen.

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