Nach Festnahme in Frankreich: Freddie Gibbs soll ausgeliefert werden

Anfang Juni wurde US-Rapper Freddie Gibbs in Frankreich festgenommen. Die Anklage: Mutmaßliche Vergewaltigung. Nachdem die französischen Behörden im Auftrag Österreichs gehandelt hatten, wo die Tat angeblich im Jahr 2015 passiert sein soll, war lange unklar, was als nächstes passieren würde. Nun scheint sich etwas zu tun. 

Wie N-TV berichtet, habe das Berufungsgericht in Toulouse vor wenigen Tagen entschieden, dass Frankreich Gibbs an Österreich überstellen müsse. Das habe Gibbs' Anwalt Michaël Malka mitgeteilt.

Die österreichische Justiz hatte den europäischen Haftbefehl am 31. Mai ausgestellt, da Gibbs letztes Jahr nach einem Konzert in Wien zwei Frauen zunächst mit K.o.-Tropfen betäubt und anschließend vergewaltigt haben soll.

Zunächst sieht es aber so aus, als werde Freddie Gibbs nicht ausgeliefert. Gegen eine Kaution von 50.000 € wurde er gegen bestimmte Auflagen zunächst freigelassen. Sein französischer Anwalt betonte, Gibbs wolle sich "weder der französischen noch der österreichischen Justiz entziehen", lehne aber eine Auslieferung an Österreich ab. Um die Überstellung zu verhindern, muss Gibbs nun vor Frankreichs Obersten Gerichtshof ziehen.

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"Schockiert und wütend": Graffiti-Artist verklagt New Yorker Polizei

"Schockiert und wütend": Graffiti-Artist verklagt New Yorker Polizei

Von Michael Rubach am 03.06.2021 - 13:08

Der Graffiti-Künstler Michael McLeer nimmt es nicht hin, dass die New Yorker Polizei eines seiner Murals übermalt hat. Wie New York Daily News berichtet, hat der Artist, der in der Szene als Kaves unterwegs ist, nun Klage eingereicht. Das Engagement der Polizei "Hunderte von wertvollen, anerkannten und erlaubten Kunstwerken" in der ganzen Stadt.

New Yorker Polizei startet Initiative zur Graffiti-Entfernung

Seit dem 10. April 2021 ist die New Yorker Polizei auf spezieller Reinigungsmission. Unter einer eigens eingerichteten E-Mail-Adresse können Bürger*innen sich melden und auf Bereiche in der Stadt hinweisen, die "dringender Aufmerksamkeit" bedürfen. Allein letztes Jahr sollen bei der Polizei 6.000 Beschwerden wegen Graffiti eingegangen sein. Bei der Vorstellung der Initiative sagte ein Vertreter der Polizei gemäß New York Post:

"Wir werden eine Menge von diesem Graffiti entfernen, das wirklich überall in der Nachbarschaft zu finden ist und diese schlecht aussehen lässt."

Bei diesem Vorgehen ist offenkundig ein Mural von Kaves, das gemeinsam mit dem New Yorker Graffiti-Artist Revs entstanden ist, ins Visier geraten. Das Werk mit dem Titel "Death From Above" war seit 2008 in Brooklyn zu sehen. Die Polizei hat auf Twitter ein paar Eindrücke ihrer Putzaktion geteilt.

Graffti-Artist reagiert geschockt – und klagt

"Death From Above" hatte für Kaves offenbar auch einen besonderen emotionalen Wert. Es sei eines seiner ältesten öffentlichen Werke gewesen.

"Als ich herausfand, dass dieses Stück zerstört wurde, war ich am Boden zerstört. Als ich diese Arbeit machte, war ich voller Stolz. Ich hatte das Gefühl, dass es eine epische Qualität hatte. Es war ein meiner Mutter gewidmetes Piece und wurde zu einem meiner ältesten öffentlichen Pieces, das 13 Jahre lang unberührt geblieben ist."

Der Einschätzung des Künstlers nach haben "ungeschulte Polizisten und unbezahlte sogenannte Freiwillige" seine Arbeit beseitigt. Außerdem gibt er an, vor 13 Jahren eine Erlaubnis für das Mural eingeholt zu haben. Das Vorgehen der Polizei habe ihn "schockiert und wütend" zurückgelassen. Das gelte übrigens auch für den Eigentümer des Grundstücks, den Mieter des Grundstücks und die Anwohner*innen. Es sei nichts anderes, als würde man ein Museum oder eine Galerie besuchen und über die Arbeiten an der Wand rübermalen.

Für seine Klage hat er sich einen Anwalt ins Boot geholt, der vor ein paar Jahren bereits eine Millionenentschädigung für die Künstler*innen der berühmten 5 Pointz-Graffiti herausholte. Kaves fordert die New Yorker Polizei auf, das beseitigte Werke als Kunst anzuerkennen und ebenfalls von der Kampagne betroffene Artists zu entschädigen.

Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters war die New Yorker Polizei zu keiner Stellungnahme bereit.


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