Mit Gratiskonzerten: Marteria, Casper, Trettmann und K.I.Z setzen Zeichen gegen rechte Hetze

Marteria, Casper, Trettmann und K.I.Z wollen nach den erschreckenden Ereignissen in Chemnitz in den vergangenen Tagen ein Zeichen gegen rechte Hetze und Gewalt setzen. Am kommenden Montag geben sie den Startschuss zu einer Konzertreihe unter dem Motto "Wir sind mehr".

EDIT: Inzwischen sind auch Nura, Feine Sahne Fischfilet, Kraftklub und die Toten Hosen dabei.

Stattfinden wird das Ganze vor dem Karl-Marx-Monument, auch "Nüschel" genannt. Jener Ort, wo am Montag Hooligans, Neonazis und "besorgte Bürger" bei einer Großdemonstration offen ihr rassistisches Gedankengut teilweise mit dem Hitlergruß zur Schau stellten. 

Eine Entwicklung, die Marteria, Casper und Co. nicht hinnehmen. Ab 17 Uhr spielen sie am nächsten Montag vor dem Denkmal – und zwar gratis. Damit supporten sie auch die Gegendemonstranten, die sich in den vergangenen Tagen gegen die Rechten stellten, wie es in der Facebook-Veranstaltung heißt:

"Es waren jedoch auch tausende Leute auf der Straße, die diese Hetze nicht hinnehmen wollten. Jede einzelne Person von euch feiern wir. Diesem rassistischen Mob hat man nicht unwidersprochen die Straße zu überlassen. Wir freuen uns, wenn noch viel mehr Leute den Arsch hochbekommen und wenn die Menschen, die sich diesen Zuständen immer wieder in den Weg stellen, auch mal Kraft tanken können. All den Menschen, die von den Neonazis angegriffen wurden wollen wir zeigen, dass sie nicht alleine sind."

casper xoxo. on Twitter

aufstehen gegen rechte hetze! wir kommen am montag nach chemnitz! der eintritt ist frei, kommt alle rum! ihr seid nicht allein, #wirsindmehr (alle infos: https://t.co/Tpe2YxVxWC )

TRETTMANN on Twitter

AUCH ICH SPIELE AM MONTAG AM NÜSCHEL! ALLE NACH KARL-MARX-STADT! ZUSAMMEN! #wirsindmehr

K.I.Z.

Yoyo! Wir spitten am Montag in Chemnitz am Karl-Marx-Kopf. Eintritt frei, kommt alle ran! #wirsindmehr

Schon am Sonntag war es zu einer von Hooligans initiierten Spontandemo gekommen, in deren Folge unter anderem Passanten mit ausländischem Aussehen verbal und körperlich angegriffen wurden. Auslöser der rechten Aufrufe war der durch eine Messerstecherei ausgelöste Tod eines 35-Jährigen in der Nacht zu Sonntag nach dem Chemnitzer Stadtfest. Als tatverdächtig gelten ein Iraker und ein Syrer, die inzwischen in Untersuchungshaft sitzen.

Den Umstand nahmen die Rechtsradikalen zum Anlass, Stimmung gegen Migranten zu machen und das Opfer zu instrumentalisieren. Die tragische Ironie: Der Verstorbene hatte selbst kubanische Wurzeln und auf Facebook unter anderem Seiten gegen Nazis und von der Partei Die Linke gelikt.

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Trettmann hatte sich bereits gestern ausführlich und besorgt zu der Situation in seiner Heimatstadt geäußert:

"Chemnitz ist unsere Stadt!": Trettmann wehrt sich gegen rechten Mob

Ein rechter Mob hat am Wochenende in Chemnitz gewütet. Die Rede ist von einer regelrechten Jagd auf Migranten ...

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Nachtclub-Schießerei: Eine Person stirbt bei Lil Durk-Party

Nachtclub-Schießerei: Eine Person stirbt bei Lil Durk-Party

Von Till Hesterbrink am 22.03.2021 - 12:21

Kürzlich veranstaltete der Chicago-Rapper Lil Durk eine Party in Dallas, bei welcher es zu einer gewaltvollen Auseinandersetzung kam. Nachdem ein Streit entbrannte, fielen Schüsse, die eine anwesende Person töteten. Durk und seine Crew blieben unverletzt.

Tödliche Schüsse bei Lil Durk-Afterparty

Lil Durk performte vor Kurzem eine ausverkaufte Show in Dallas. Bei der Afterparty entstand wohl ein Streit zwischen zwei Personen, die zu einer Schießerei führte. Laut Lil Durk gab es allerdings keinen Streit im Veranstaltungsort, sondern davor. Durch die Schüsse wurden sieben Personen verletzt, zum Teil schwer. Eine weitere Person wurde durch den Angriff getötet.

Die Polizei soll aktuell auf der Suche nach zwei Personen sein. Einerseits nach dem Schützen und zudem nach einer Person, die versucht haben soll, diesen zu beruhigen. Die Beamten gehen außerdem davon aus, dass der Streit auf der Party begann und dann draußen ausgetragen wurde.

Lil Durk mit Security unterwegs?

Eine anwesende Person postete im Nachhinein Bilder von Durk, die zeigen sollen, mit wie viel der Rapper wirklich unterwegs ist. Durkio machte in der Vergangenheit immer wieder darauf aufmerksam, dass er keinen Schutz brauche, schließlich würde die Straße ihn lieben.

Bei der Show kam es allerdings bereits vor den tödlichen Schüssen zu einem Vorfall, bei dem ein Besucher die Show versuchte zu unterbrechen. Er soll immer wieder "Long Live Duck" gerufen haben. Der Rapper FBG Duck wurde im letzten Jahr in Chicago erschossen und war ein Rivale von Lil Durk. Dieser hatte den Verstorbenen noch im Januar auf seinem Track "Should've Ducked" gedisst.

Durk selbst kommentierte unter dem Post von Akademiks und lachte über den Filmenden, der sich selbst nicht nah an den Rapper rantraute aber dann im Netz groß den Mund aufmachte.


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