Mit Disses gegen Jay-Z, Biggie, Nas & Dr. Dre: Verschollene 2Pac-Notizen aufgetaucht

Vor 22 Jahren wurde 2Pacs Studioalbum "The Don Killuminati: The 7 Day Theory" zwei Monate nach seinem Tod veröffentlicht. Jetzt tauchten offenbar 2Pacs Original "Liner Notes" (Credits auf einem Platten-Cover oder in einem CD-Booklet) zu dem Album in einem Auktionshaus auf. Und darin geht es ziemlich zur Sache.

In der handgeschriebenen Notiz nimmt 2Pac kein Blatt vor der Mund und teilt in Richtung Dr. Dre, Nas, Jay-Z, Lil Kim, The Notorius B.I.G. und einige mehr aus. Unter anderem heißt es:

"I dedicate this [...] 2 Mobb Deep 4 opening your mouth & letting me squash ya no record selling asses 2 dust [,] 2 Dr. Dre 4 being a close[s]t homo [,] 2 Nas 4 not taken my advice and minding his business."

Lil Kim bezeichnet Pac in seiner Notiz als "Fat ass", Biggie als "short stubby d*ck" und De La Soul als "fat, washed up bums". In die tatsächlichen Liner Notes haben es all die Beleidigungen am Ende nicht geschafft. Diese lesen sich nämlich wesentlich kürzer:

"WAR TIME! Worldwide, Nationwide, Citywide, Real N*ggaz Do Real Things."

Verkauft wird die kontroverse Notiz auf der Seite Gotta Have Rock and Roll, wo erklärt wird, dass ein "enger Familienfreund von 2Pac" die Liner Notes zur Verfügung gestellt habe. Das Mindestgebot liegt übrigens bei 30.000 US-Dollar. Hier kannst du sie lesen:


 

Lot Detail - Tupac Shakur Handwritten & Signed Original Controversial "Makaveli" Liner Notes

(null)

Groove Attack powered by Hiphop.de

Groove Attack powered by Hiphop.de

Deine Deutschrap-Playlist powered by Hiphop.de, immer mit den aktuellsten Tracks der deutschen Hip-Hop Szene! Cover: ERRDEKA

Groove Attack ist Streaming Partner von Hiphop.de

Kommentare

"sein soll, "

Damit hast du dich selbst disqualifiziert. Der Track ist so 100%ig ein geiler Disstrack, so wie du 100%ig ein Uhrensohn bist!

Deine Meinung dazu?

Weiter ...

Eminem, 2Pac, 50 Cent: Hat ein Brand Musikgeschichte vernichtet?

Eminem, 2Pac, 50 Cent: Hat ein Brand Musikgeschichte vernichtet?

Von Michael Rubach am 12.06.2019 - 15:50

Vor über 10 Jahren wütete ein Brand in den Universal-Studios in Hollywood. Die umfangreiche Story "The Day the Music burned" im The New York Times Magazine legt nun nahe, dass dabei ein erheblicher Schaden entstanden ist, der bisher weitestgehend vor der Öffentlichkeit geheim gehalten wurde.

Eminem, 2Pac, 50 Cent & mehr: Hat das Feuer Musikgeschichte ausgelöscht?

Der Artikel der New York Times nennt das Feuer das "größte Disaster in der Geschichte der Musikindustrie". Warum die Journalisten Jody Rosen zu dieser Einschätzung gelangt, wird deutlich, wenn man auf die im Text aufgerufenen Zahlen schaut. Die Rede ist dort von 500.000 zerstörten Songaufnahmen.

Dabei handelt es sich um Recordings aus allen möglichen Genres und von dutzenden legendären Künstlern, deren Werk für immer aus der Musikhistorie ausradiert sein soll. Darunter fallen auch Master-Aufnahmen von 2Pac, Eminem, Snoop Dogg, 50 Cent, Nirvana und vielen weiteren Artists dieser Größenordnung.

Weiterhin führt der Artikel aus, dass es wahrscheinlich sei, dass viele Musiker gar nichts von diesen Ausmaßen wissen würden. Gegenüber Billboard gab Universal nach dem Brand zunächst an, dass "keine Verluste" dieser Art zu verzeichnen gewesen seien. Es hieß, dass ausschließlich Kulissen und Besucherattraktionen der Universal-Studios im Feuer Schaden genommen haben.

Vertrauliche Berichte von Universal, auf die sich Jody Rosen beruft, kommen offenbar zu einem anderen Ergebnis. Falls die Recherche der Journalisten so zutreffend sein sollte, sind ganze Diskografien von Künstlern von dem Großbrand betroffen gewesen. Es gäbe dann schlichtweg kein gemastertes Material mehr von 2Pac, auf das jemand heutzutage zurückgreifen könnte. Diese Musik wäre verloren.

Ein ehemaliger Mitarbeiter von Universal tritt in dem Artikel als eine Art Kronzeuge auf. Er erzählt, dass Universal bewusst über die Ausmaße des Feuers hinweggetäuscht habe:

"Das Unternehmen [Universal] wusste, dass es schockierte Reaktionen und Empörung hervorrufen würde, wenn die Leute die wahre Geschichte kennen [...] Es ist ein Geheimnis, bei dem ich mich schäme, ein Teil davon gewesen zu sein."

"Irreführend": Universal wehrt sich gegen die Berichterstattung

In einem Statement gegenüber der Branchenseite Variety kritisiert Universal den Artikel des New York Times Magazine. Konkret wirft man der Journalisten vor, nicht sauber genug recherchiert und eine fehlerhafte Story abgeliefert zu haben.

"Die Story enthält zahlreiche Ungenauigkeiten, irreführende Aussagen, Widersprüche und grundsätzliche Missverständnisse über den Umfang des Vorfalls und die betroffenen Vermögenswerte."

Weiter wirft Universal Jody Rosen eine selektive Berichterstattung vor. Sie sei auf Maßnahmen, die Universal zur Sicherung von Musik eingeleitet habe, schlichtweg nicht eingegangen.

"Tatsächlich werden zehntausende von Backing-Katalogen, die wir in den letzten Jahren bereits veröffentlicht haben, praktisch ignoriert – einschließlich [...] Master-Aufnahmen, von denen der Artikel behauptet, dass sie 'zerstört' wurden."

Inwiefern das Feuer tatsächlich einen gravierenden Einschnitt in die Musikgeschichte bedeutet, lässt sich nicht eindeutig bestimmen. Verschiedene Künstler sind schon auf den Artikel aufmerksam geworden und sorgen sich nun um ihr Songmaterial. Questlove von The Roots sieht in dem Brand bereits den Grund, warum er bisher nicht weiter an einem Projekt arbeiten konnte:

Questlove De La Rose on Twitter

For everyone asking why Do You Want More & Illdelph Halflife wont get reissue treatment https://t.co/Vs0ykRcyAK


Sag uns deine Meinung zu diesem Artikel! (0 Kommentare)