Marvin Game released eigene Cannabissorte "Obstsalat"

Dass Marvin Game gerne Joints raucht, ist nicht Neues. Es würde vermutlich schneller gehen, alle Lieder zu finden, in denen Cannabis nicht vorkommt als andersherum. Auch in seinem eigenen Format "Hotbox" bei 16bars dreht sich alles um das grüne Kraut. Jetzt hat der Berliner Rapper die Möglichkeit bekommen, seine zweite Leidenschaft neben dem Rappen zum Geschäft zu machen. Er vertreibt seine eigene Sorte Gras. Diese trägt den passenden Namen "Obstsalat" und wird über den Online-Shop Hanfbar verkauft, der legale Produkte rund um Hanf an den Mann und die Frau bringt. 

Jede Variante des Sortiments darf verkauft werden, weil sie angeblich nicht zum Rauchen gedacht ist – so auch "Obstsalat". Die Sorte wird als Hanfblütentee verkauft, der "mehr Gesundheit, mehr Genuss [und] mehr Geschmack" liefern soll. Das verrät Marvin Game in einem aufwändigen Werbeclip:

MARVIN GAME RELEASED CANNABISSORTE | (OBSTSALAT)

TRIFF MARVIN GAME ZUM RELEASE VON OBSTSALAT IN BERLIN!

"Obstsalat" ist ein CBD-Gras, das keine Rauschzustände hervorrufen kann. Der Aufbau des Cannabinoids ähnelt dem von THC, die chemische Formel ist gleich. Auch was Aussehen und Geruch angeht, gibt es so gut wie keine Unterschiede. Dennoch wirkt CBD nicht auf das zentrale Nervenssystem und wird daher zu medizinischen Zwecken eingesetzt. Das Cannabis, das legal im Handel erworben werden kann, hat meist einen CBD-Gehalt von zehn bis 20 Prozent und einen Rest-THC-Gehalt von 0,3 bis 0,7 Prozent.

Wer es gar nicht erwarten kann, die Sorte von Marvin zu probieren, kann beim Pop-Up-Store der Hanfbar im United Vapes in Berlin-Charlottenburg vorbeirauschen. Dort feiert die Immer Ready-Crew am 02. Juni mit Überraschungsgästen das Release von "Obstsalat" und lauert mit Hanfblüten Eistee in verschiedenen Variationen, Energy Balls mit geschälten Hanfsamen, Früchten und Vielem mehr auf. Die ersten 50 Käufer von Marvins Cannabis erhalten eine Goodie Bag, die in Zusammenarbeit mit Weedmaps entstanden ist. Klicke hier, um auf die Facebook-Veranstaltung zu kommen.

Immer Ready: Ein Movement vorbei an der Industrie

„Ihr seid nicht ready, ready, ready, ready" - dieser Auszug aus Fler & Jalils Track Bewaffnet & Ready beschreibt die Jahre relativ treffend, in denen Trap keine wirkliche Hörerschaft fand. Ganz sicher gilt sie aber nicht für die Immer Ready-Crew. Die Gruppierung aus Berlin war schon bereit zur Übernahme, bevor Deutschrap von Synthie-Sounds und 808s infiziert wurde.

Groove Attack powered by Hiphop.de

Groove Attack powered by Hiphop.de

Deine Deutschrap-Playlist powered by Hiphop.de, immer mit den aktuellsten Tracks der deutschen Hip-Hop Szene! Cover: ERRDEKA

Groove Attack ist Streaming Partner von Hiphop.de

Deine Meinung dazu?

Weiter ...

Amerikanische Weed-Branche macht Milliardenverluste

Amerikanische Weed-Branche macht Milliardenverluste

Von Michael Rubach am 16.01.2020 - 16:37

Drake und Jay-Z haben es getan. Wiz Khalifa und Snoop Dogg sowieso. Jede Menge Rapper sind in den letzten Jahren mehr oder minder groß ins Weed-Geschäft eingestiegen. Doch die Branche schwächelt gewaltig. Was 2018 noch als lohnenswertes Investment galt, gleicht heute dem Aufstieg auf ein zunehmend sinkendes Schiff.

Weed wird legalisiert – 25 Milliarden Verlust

2018 haben zuletzt Kanada und Kalifornien Cannabis als Genussmittel zugelassen. Insgesamt ungefähr 75 Millionen Menschen konnten sich fortan mit einer reglementierten Menge Weed eindecken (in Kanada bis zu 30g pro Person). Doch lange Schlangen vor den auch nur zögerlich entstehenden Abgabestellen blieben eher die Ausnahme.

Da die Marihuana-Industrie letztendlich ein recht gewöhnlicher Wirtschaftszweig ist, spiegelt sich dieses Verhalten in einem eigenen Aktien-Index. Im WEED sind ausschließlich Unternehmen gelistet, die im Cannabis-Sektor ihre Geschäfte machen. Wirtschaftlich lief es an dieser Grasbörse 2019 ziemlich bescheiden. Die Wertentwicklung war allgemein stark rückläufig und die Kurse fielen in den Keller. Allein die größten sechs Konzerne haben massiv eingebüßt. Die Zeitung Neues Deutschland beziffert den Verlust auf 25 Milliarden Dollar.

Auch Snoop Dogg & Drake sind betroffen

Der Wert der Aktien des Weltmarktführers Canopy Growth etwa hat sich seit Anfang 2019 ungefähr halbiert. Drake und Snoop Dogg sind hier beide involviert. Ersterer verkündete erst vor ein paar Monaten, dass er im Cannabis-Geschäft sein Glück versuchen werde. Seine eigene Cannabis-Brand erscheint in Zusammenarbeit mit der Canopy Growth Corporation.

Drake steigt ins Weed-Business ein

Drake ist nicht nur einer der erfolgreichsten Musiker unserer Zeit, sondern auch Geschäftsmann. In dieser Rolle teast er wohl er gerade seinen Einstieg ins Cannabis-Geschäft an. Der Kanadier macht aktuell Promo für eine gewisse More Life Growth Company. UPDATE: In einer Pressemitteilung hat Drake inzwischen offiziell bestätigt, dass er mit einer eigenen Cannabis-Brand den Markt entert.

Haben die Menschen in Nordamerika etwas gegen das Kiffen? Nein, laut Umfragen sprechen sich inzwischen mehr als zwei Drittel der US-Bürger für die Legalisierung von Weed aus. In Deutschland ist ungefähr jeder Zweite cool mit Cannabis. Die generelle gesellschaftliche Akzeptanz haben Herzog oder der Plusmacher schon in ein Business umgewandelt – legal versteht sich.

Zwei deutsche Rapper steigen ins Cannabis-Geschäft ein

Von Robin Schmidt am 22.12.2019 - 15:08 Am 25. Dezember wird Nimo 24 Jahre alt. Für sein Alter hat der 385i-Rapper schon eine ganze Menge erlebt: Jugendgefängnis, die ersten Schritte im Rapbusiness mit seinem Debüt "Habeebeee", Drogenkonsum, falsche Freunde, falsche (musikalische) Entscheidungen. Nimo scheint diese Erlebnisse mittlerweile allesamt verarbeitet zu haben.

Das miese Jahr an der Börse liegt auch an ausbleibenden Finanzspritzen. Kredite seien schwierig zu bekommen. Selbst der Eröffnung eines Kontos schieben manche Banken wohl einen Riegel vor. Weed mag zwar in vielen US-Bundesstaaten legalisiert worden sein, aber ist dennoch auf bundesgesetzlicher Ebene verboten. Der Finanzsektor sieht sich scheinbar nicht mit einer Branche kooperieren, die strenggenommen nicht legal ist.

Der Schwarzmarkt ist nach statistischen Erhebungen zudem weiterhin der Hauptumschlagsplatz für Weed. Hier ist es schlichtweg billiger als in offiziellen Stores. Außerdem wird man dort als Minderjähriger eher nicht abgewiesen. Marktanalysten sehen die Branche in einer Sortierungsphase. Viele kleinere Unternehmen würden vor einer ungewissen Zukunft stehen. Sogar von einer "Insolvenzwelle" ist die Rede, die auf den jungen Industriezweig zurollen könnte.

Hoffnung spendet ein größeres Produktangebot. In Kanada läuft gerade die zweite Phase der Legalisierung an. Das heißt: Sogenannten Edibles wurden zusätzlich gestattet. Darunter fallen dann allerlei Lebensmittel wie Kekse, Kuchen oder Schokolade. Die Produkte könnten dabei helfen, neuen Schwung zumindest in den kanadischen Markt zu bringen.

Mediziner warnen vor Cannabis

Was ebenfalls nicht zu steigenden Aktienkursen führen dürfte, sind Negativschlagzeilen. Eine solche liefert aktuell die Tagesschau. Eine Verdopplung der stationären Cannabispatienten sei in Deutschland festgestellt worden - das entspricht circa 19.000 Menschen. Die Probleme mit der Droge hätten aus medizinischer Sicht zugenommen.

Aggressivere Züchtungen sollen unter anderem dazu beitragen, dass die Rauschwirkung inzwischen die "Qualität von LSD" erreicht habe, so ein zitierter Suchtexperte. Von einer Verzehnfachung des THC-Gehalts ist die Rede. Im Hinblick auf die USA sehe die Sache trotz Legalisierung ähnlich aus. Die Lage habe sich nicht verbessert. Wenn sich die Konsumenten vornehmlich auf dem Schwarzmarkt bedienen, ist das allerdings auch wenig überraschend.

Die dicken Gewinne, welche den schwerreichen Geschäftsmännern wie Jay-Z oder Drake bei ihrem Investment in die Cannabis-Industrie mutmaßlich vorschwebten, lassen vorläufig auf sich warten. Aufgrund der multiplen Einnahmequellen der Rapsuperstars dürfte sich der persönliche Schmerz jedoch in Grenzen halten. Die Industrie selbst scheint 2020 eine größere Wunde verarzten zu müssen.

Kanye West, Jay-Z, Eminem & mehr: Das sind die bestverdienenden US-Rapper*innen 2019

Das amerikanische Magazin Forbes veröffentlicht jedes Jahr ein Ranking, in dem die 40 bestverdienensten Musiker*innen gelistet sind. Natürlich spielen auch einige Rapper*innen in der Tabelle ganz oben mit. Mit 150 Millionen US-Dollar ist Kanye West der Hiphop-Act, der im Jahr 2019 die meiste Kohle gescheffelt hat.


Sag uns deine Meinung zu diesem Artikel! (0 Kommentare)