Manuellsen & Prinz Pi führen leidenschaftliche Debatte über Hiphop-Werte

Am Wochenende fand erstmalig das New Fall Forum im Rahmen des New Fall Festivals in Düsseldorf statt. Die Macher der Veranstaltung vermeldeten 10.000 Besucher und ausverkaufte Konzerte. 32 Acts performten dafür an eher untypischen Orten. Am Start war unter anderem Alligatoah, der mit einem Orchester in der Düsseldorfer Tonhalle seine Hits zum Besten gab. Hinzu kamen jede Menge nationale und internationale Künstler*innen wie Nils Frahm, Apparat, Mine, William Fitzsimmons, Roosevelt oder Alllah-Las.

Das neu gegründete New Fall Forum lieferte parallel dazu "eine Plattform für kontroverse Diskussionen". Dabei ging es um nicht weniger als um die Gesellschaft der Zukunft – eine Gesellschaft, die nicht ohne die größte Jugendkultur der Welt gedacht werden kann.

Manuellsen & Prinz Pi als Star-Gäste bei lebhafter Diskussion

Beim Panel "Karren & Knarren - Werte in der Hiphop-Kultur" sollte Grundlegendes zur Sprache kommen. Dafür kam eine erstklassige Besetzung zusammen. Mit Manuellsen und Prinz Pi blickten prominente und vollkommen unterschiedliche Künstler aus der Szene heraus auf Hiphop. Kulturwissenschaftlerin Dr. Sina Nitzsche und Hiphop.de-Chefredakteur Aria Nejati komplettierten die Expertenrunde. Hiphop.de-Herausgeber Tobias Kargoll und die Journalistin Meike Glass führten durch den Talk.

Während des Gesprächs wurde nicht viel um den heißen Brei herumgeredet, sondern wahrhaftig und gemäß der Ankündigung kontrovers diskutiert. Hiphop ist schließlich eine dynamische Kultur – und so scheint es sich auch mit den Werten zu verhalten. Doch was sind diese Werte überhaupt? Wie haben sie sich verschoben und wofür steht Hiphop im Jahr 2019? Die Diskussionsteilnehmer versuchten, Antworten auf mitunter komplexe und kritische Fragen zu finden. Themen wie Rassismus, Sexismus, Rollenverständnisse oder Kriminalität gerieten immer wieder in den Fokus.

Prinz Pi verbreitete dabei optimistische Statements und maß der Kultur und dem System Hiphop weiterhin einen enormen Stellenwert bei:

"Ich sehe diese Hiphop-Kultur - speziell in Deutschland - auf einem sehr sehr guten Weg. Ich habe das Gefühl, Leute aus allen Backgrounds, aus allen Communitys fühlen sich komplett frei, ihre Musik machen zu können."

Manuellsen zeigte sich hingegen oftmals von einer pessimistischen Seite. Er erkannte zunächst kaum noch gemeinsame Werte in der Hiphop-Kultur und wünschte sich zudem weniger Hysterie um Zahlen. Das wäre für ihn "die Sache, die Hiphop wirklich retten würde".

Den knapp zweistündigen Talk findest du bald auf Hiphop.de oder direkt auf unserem YouTube-Kanal.

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Kelvyn Colt im Interview über Depression, Business & Bestimmung – Exklusiv bei Aria

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Von HHRedaktion am 11.11.2019 - 20:00

Kelvyn Colt macht Hiphop nach seinen eigenen Regeln. Der Deutsch-Nigerianer, aufgewachsen in Wiesbaden, macht aktuell starke Moves zwischen China und Los Angeles. Colt rappt auf Englisch, landet in Studios mit Größen der weltweiten Industrie, arbeitet mit Marken wie Lufthansa, Red Bull und Louis Vuitton – aber lässt auf sein Debütalbum warten. Aria traf das Multitalent in Berlin, um seinen Markenwert, den interessanten Weg hierher und persönliche Schicksalsschläge zu besprechen. Viel Spaß beim Interview!


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