Mac Millers Dealer muss für 11 Jahre ins Gefängnis

 

Einer der Männer, die sich im Fall um Mac Millers Tod verantworten mussten, wurde nun zu rund elf Jahren Gefängnis verurteilt. Der Dealer hatte dem Rapper tödliche, mit Fentanyl gestreckte Pillen verkauft – eine Droge, die Miller laut seiner Mutter niemals angefasst hätte.

Urteilsverkündung gegen Mac Millers Dealer

Laut eines Berichts des Rolling Stone Magazins wurde der 39-jährige Ryan Michael Reavis zu zehn Jahren und elf Monaten Gefängnis verurteilt. Er war einer der drei Männer, die sich im Falle von Mac Millers Überdosis verantworten mussten. Reavis war die Person, die die mit Fentanyl gestreckten Pillen direkt an den Rapper verkaufte. Noch ein Jahr nach dessen Tod dealte er mit den Tabletten, obwohl er wusste, dass diese tödlich sein können. Dies geht aus einer seiner Textnachrichten hervor. Darin schrieb er, dass "Menschen links und rechts" von besagten Drogen sterben würden.

Bei der Urteilsverkündung wurde zudem ein Statement von Mac Millers Mutter vorgelesen:

"Mein Leben hat sich verdunkelt an dem Tag, an dem Malcolm diese Welt verlassen hat. Malcolm war meine Person, mehr als ein Sohn. Wir hatten eine Verbindung und eine Verwandtschaft, die tief und besonders und unersetzlich war. Wir haben fast jeden Tag über alles gesprochen – über sein Leben, Pläne, Musik, Träume."

Außerdem heißt es in der Erklärung seiner Mutter, dass Mac Miller [Malcolm, Anm. d. Red] niemals bewusst eine Pille Fentanyl genommen hätte. Er habe sich auf die Zukunft gefreut. Trotzdem sprach Miller während seiner Musikkarriere auch stets offen über seine Suchtprobleme.

Ein letztes Urteil steht noch aus 

Auch der verurteilte Reavis kam vor Gericht noch einmal zu Wort und gab an, dass sich "sein Herz" und seine "Perspektive" geändert haben. Er sagte:

"Das ist nicht einfach nur ein normaler Drogenfall. Jemand ist gestorben und eine Familie bekommt niemals ihren Sohn zurück. Meine Familie wäre zerstört, wenn ich das gewesen wäre. Sie wären nie wieder in Ordnung, würden niemals darüber hinwegkommen. Darüber denke ich die ganze Zeit nach. Und ich weiß, was auch immer heute passiert, ich bin derjenige, der Glück hatte, weil meine Familie hier ist und ich hier bin und ich werde irgendwann wieder mit ihnen zusammen sein. Ich fühle mich furchtbar. Das ist nicht, wer ich wirklich bin."

Im vergangenen Oktober hatte bereits einer im Fall der Angeklagten, Stephen Andrew Walter, einen Deal mit der Staatsanwaltschaft angenommen, der ihn zu 17 Jahren Gefängnis verurteilte. Er hatte Reavis mit den Fentanyl-gestreckten Pillen beliefert. Im Fall des dritten Mannes, Cameron James Pettit, steht die Verhandlung noch aus.

Mehr zu Stephen Walters Schuldbekenntnis lest ihr hier:

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