Kasimir1441 & badmómzjay mit "Ohne dich" an der Charts-Spitze

Kasimir1441 und badmómzjay feiern mit "Ohne dich" gemeinsam ihre erste Nummer 1 in den Charts. Der Rapper und die Rapperin, die beide erst nach der Jahrtausendwende geboren wurden, erreichen damit auch einen Meilenstein für die neue Generation von Künstler*innen, die sich in den letzten Jahren nach oben gekämpft und etabliert hat. Der bislang größte kommerzielle Erfolg aus diesen Reihen, Pashanims "Airwaves", wurde bereits mit Gold ausgezeichnet, erreichte allerdings "nur" Platz 2 der Singlecharts.

"Ohne dich" von Kasimir1441 & badmómzjay in den Charts auf Platz 1

Nachdem die Kombo letzte Woche die meisten überrascht hatte, zeigte sich schnell, dass der Song mit dem unumgänglichen Ohrwurm-Faktor es weit nach oben schaffen würde. Sowohl auf Apple Music als auch auf Spotify war die Spitze der Streaming-Charts die gesamte Woche für das junge Duo reserviert. Selbst heute, nach acht Tagen, sammelt "Ohne dich" allein auf Spotify noch eine Million Streams täglich und wird dieses Wochenende schon im achtstelligen Bereich landen.

Parallel zum Erfolg von Kasi und badmómzjay ging auch das Debütalbum "Inhale/Exhale" von 187 Strassenbande Member LX auf Platz 1 der Charts:

Produziert wurde der Song mit den catchy Gitarren-Riffs von den Wildbwoys, zu denen auch Gorex zählt. Der Producer aus dem Ruhrpott versorgte zuletzt vorwiegend Azad sowie Bushido und Animus mit Beats, aber hat auch einige Songs für Fard, Majoe, Manuellsen, Micel O, Pillath und viele mehr in seiner Diskografie stehen. Eine Nummer-1-Single ist auch für ihn ein Novum.

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Ignorant & rassistisch: Deutschrapper*innen reagieren auf CDU-Werbespot
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Ignorant & rassistisch: Deutschrapper*innen reagieren auf CDU-Werbespot

Von Alina Amin am 17.02.2021 - 19:21

Kürzlich veröffentlichte die CDU einen Wahlwerbespot auf ihren Social Media Kanälen, der auch in der Deutschrap-Szene für Empörung sorgt. In dem Spot geht es um die neue Gesetzesreform zur Verhinderung von Geldwäsche, die letzten Donnerstag verabschiedet wurde. Dafür werden in dem kurzen Clip zwei Männer abgebildet, die als Clan-Mitglieder betitelt werden. Aussage: Geldwäsche härter bestrafen.

Dabei ist die CDU wohl über das Ziel hinausgeschossen. Von vielen Menschen wurde das Video als rassistisch empfunden und die Regierungspartei erfuhr daraufhin dermaßen viel Kritik, dass sie den Clip nun von allen ihren Kanälen entfernt hat.

Wieso der CDU-Wahlwerbespot rassistisch ist

In dem Clip ist zu sehen, wie zwei Männer in einem Ferrari sitzen. Während ein Polizei-Bully an dem Auto vorbei fährt, erklärt eine Frauenstimme: "Damit kriminelle Clans nicht mehr Ferrari fahren, sondern Mercedes". Mit Mercedes wird auf den Autohersteller angespielt, der in dem fiktiven Spot für Polizeiautos zuständig ist.

Der Journalist Tarek Baé erklärt, wieso das rassistisch ist. Im Grunde geht es darum, dass die CDU in ihrem Video Geldwäsche einer konkreten Minderheit zuschreibt. Wie Tarek erklärt, widerspricht dies stark der aktuellen Faktenlage. Man bediene sich trotz dessen an dem Klischee der "kriminellen Clans". Die CDU reproduziere und verstärke durch diese verzerrte Darstellung lediglich rassistische Stereotypen. Dazu trägt besonders bei, dass die CDU explizit Männer für die Rolle castete, die einer bestimmten Herkunft zugeschrieben werden könnten.

Deutschrap reagiert: CDU-Werbespot zur Clan-Kriminalität & Geldwäsche

Auch diverse Deutschrapper*innen empfanden den fragwürdigen Wahlwerbespot als rassistisch und AfD-nah. So schrieben beispielsweise Celo und Abdi unter den mittlerweile gelöschten Post, ob die CDU ihre verlorenen AfD-Wähler zurückgewinnen wolle oder etwas gegen italienische Autos hätte.

Badmómzjay bezeichnete den Spot als einen von "Stereotype[n] geprägte[n] Rassismus". 


Foto:

Badmómzjay / instagram @badmomzjay

Ra'is fragt die CDU, ob "sonst noch alles cool" bei ihnen sei. Auch Katja Krasavice zeigt sich schockiert: "Platzt doch ihr Nazis!". Marcus Staiger widmet sich auf Twitter dem Thema und erklärt, dass er beim Gedanken an Geldwäsche an Wolkenkratzer denken würde, "in denen [Bänker*innen] Superreichen dabei helfen, die Gesellschaft zu verarschen & noch reicher zu werden".


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