Internet-Phänomen Slim Jesus rückt mit der Wahrheit raus

Im Interview mit VladTV hat Slim Jesus, der wohl meist gehypte und meist gehasste Rapper zur Zeit, die Chance bekommen, sich zu erklären. So stellt er erst mal klar, dass er – wie vermutet – kein echter Gangster ist und die Texte fiktiv sind.

Er kenne zwar Leute, die mit dem ganzen "street sh*t" zu tun hätten, sei aber selbst nicht in so etwas involviert und sei auch noch nie bei der Polizei auffällig geworden. Die Musik mache er nur, weil er sie liebt und sie ihn am meisten inspiriert.

"Offensichtlich bin ich verdammt smart."

Rein musikalisch wird der Track Drill Time dadurch natürlich nicht schlechter. Allerdings drängt sich die alte Frage nach der Authentizität auf, die wenige so einprägsam formuliert haben wie Marsi: Was ist denn mit der Realness?

Darf ein Typ, der die sozialen Hintergründe nicht selbst erlebt hat, aus denen Drill sich entwickelt hat, diese Musik machen. Ist das cool oder respektlos gegenüber den "richtigen" Drill-Rappern wie Chief Keef und Co, wenn Slim Jesus und seine Homies mit Waffen im Video rumfuchteln und über Mord rappen?

Was jetzt aus dem Dude wird, werden wir in den nächsten Woche sehen. Im Interview verrät er auch, dass sein E-Mail-Postfach jetzt voll mit Nachrichten von Leuten ist, zu denen er aufblickt. Wäre ja schön blöd, diese Chance verstreichen zu lassen.

Check hier das Video, mit dem der Junge aus dem überschaubaren Hamilton, Ohio weltbekannt wurde!


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Kommentare

Ganz ehrlich, der soll sich begraben gehen..sowas behindertes...aber hauptsache alle springen wieder auf den hype-train auf

War doch klar dass das nicht "real" ist, da muss man doch nur das Video ansehen. Was sind denn das für Neuigkeiten? 75% deutschrap is nicht "real" und bei den amis auch lange nichtmehr alles.

Das macht den song nicht schlechter als er ohnehin ist, nein.

Slim Jesus ist doch vor einigen Tagen während eines Drive by shooting gestorben

Ist der Typ jetzt wirklich Tod oder nicht!?

@HipHop.de Antworten werden gefordert!

Nee, das wurde nur von Satire-Seiten verbreitet ;-)

CHIEF TEXTREDAKTION

Ist doch egal ob er real ist oder nicht Drill Time ist GEIL!!!! HÖR ICH IN DAUERSCHLEIFE!!!!!!

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Romantischer RnB & düsterer Drill: So klingt Pop Smokes posthumes Album

Romantischer RnB & düsterer Drill: So klingt Pop Smokes posthumes Album

Von Alina Amin am 03.07.2020 - 14:52

Langersehnt und weltweit gefeiert: Heute wurde das posthume Album "Shoot For The Stars Aim For The Moon" von Pop Smoke releast. Ursprünglich sollte es Album schon letzten Monat kommen, allerdings wurde der Release aus Respekt vor George Floyd und seinen Angehörigen nach hinten verschoben. Mit der ersten Single "Make It Rain" gab es einen kleinen Einblick in das, was wir nun endlich hören dürfen: düstere Drill-Sounds und gefühlvollen R'n'B auf einer Platte. 

50 Cent, Future & Quavo: Die Hochkaräter der Szene sind beteiligt

Wenn man sich die Tracklist anschaut, springt einem prompt die US-Rap-Elite ins Gesicht. Das Album bedient sich an Feature-Parts von Stars wie Quavo, Future und Lil Baby, die im Großteil der Songs wiederzufinden sind. Der Pop Smoke-typische Drill-Sound zieht sich natürlich durch das ganze Projekt und macht reichlich Stimmung.

Eintönig ist der Sound aber bei weitem nicht: Tracks wie "Snitchin" oder "Enjoy Yourself" sind sehr ruhig, in "Something Special" gibt's soulige Klänge und "Mood Swings" driftet teilweise in emotionalen R'n'B Sound ab. Der Einfluss von 50 Cent kann dabei nicht unerwähnt bleiben: Als Executive Producer hat er große Verantwortung für das Album übernommen und erscheint auf "The Woo", gemeinsam mit Roddy Ricch auch in rappender Form.

Drama um das Album-Cover von Virgil Abloh

Schon in den letzten Tagen sorgte das neueste Release von Pop Smoke für Medienrummel. Nicht aber wegen der ungeduldigen Fans, sondern wegen eines Shitstorms. Am Dienstag wurde das zu dem Zeitpunkt offizielle Cover für das posthume Album des Brooklyn-Rappers angekündigt. Das Bild wurde von Virgil Abloh höchstpersönlich designt – von 50 Cent aber definitiv nicht ge-co-signt. Nicht nur Ablohs anscheinend gewöhnungsbedürftige Photoshop-Skills haben Fans im Internet schockiert, das Design soll angeblich auch geklaut sein.

Schließlich ist das Cover ein schlichtes geworden. Eine verchromte Rose auf schwarzem Hintergrund bietet die erste visuelle Erfahrung zum 19-Track-Projekt. Immerhin entsprechend dem Wunsch vom verstorbenen Rapper: Pop Smoke habe Virgil Abloh kurz vor seinem Tod erzählt, dass er die dornigen Blumen auf seinem Cover haben wolle. 

Passend zum Album-Release gibt's übrigens direkt auch ein Musikvideo zu "Got It On Me" – ein Song der mit einem Banger-Beat und 50 Cent-Reminiszenz auf ganzer Linie überzeugt.

Pop Smoke - Got It On Me [Video]

Von Alina Amin am 12.06.2020 - 14:40 Pop Smokes posthumes Album ist, mit Unterstützung von 50 Cent, seit geraumer Zeit in Arbeit und sollte ursprünglich in den kommenden Tagen erscheinen. Nun hat sein ehemaliger Manager Steven Victor bekanntgegeben, dass - aus Respekt vor George Floyds Tod - das Releasedatum auf den 3.


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