Rap-Challenge für Corona-Hilfe: Kronkel Dom, 257ers & viele mehr dabei

Auch wenn nicht mehr jeder Tag mit Sondersendungen überflutet wird, ist die Corona-Pandemie weiter in vollem Gange. Die in Polen gestartete Hot16challenge will mit Rap Spenden für diejenigen sammeln, die besonders von der Corona-Krise betroffen sind. Der Dortmunder Rapper Kronkel Dom hat die Challenge nun nach Deutschland gebracht. Er hat das Ziel ausgegeben, "COVID-19 durch Musik zu bekämpfen."

Kronkel Dom, 257ers & mehr liefern einen Verse für den guten Zweck

Wie Kronkel Dom uns erzählt, sind in Polen bisher rund "eine halbe Million Zloty" (mehr als 100.000 Euro) durch die Kampagne zusammengekommen. In Deutschland ist der Contest vor ein paar Tagen angelaufen. Beiträge von (natürlich) Kronkel Dom, den 257ers, Deamon, Eight O oder Jay Jiggy stehen bereits online.

Jeder der bisherigen Teilnehmer*innen hat zudem vier weitere Artists für die Challenge auserkoren. Den Nominierten bleiben 72 Stunden Zeit, um 16 Bars abzuliefern. Wohin die Einnahmen genau gehen, ist auf der GoFundMe-Seite ersichtlich. Dort hast du auch die Möglichkeit direkt zu spenden.

"Das gesamte Geld wird verwendet, um Ärzten und Krankenhäusern bei der Bekämpfung des Coronavirus zu helfen, dabei werden die Spenden zu gleichen Teilen an den Corona-Nothilfefonds des Deutschen Roten Kreuz e.V und die Aktion Deutschland Hilft e.V. weitergegeben."

Kronkel Dom hat die Spenden-Kampagne durch die Nominierung des Rappers Mr. Polska außerdem schon in die Niederlande getragen. Obwohl die Grenzen weiterhin dicht sind, scheint der reibungslose Transport einer positiven Message auch in diesen kuriosen Zeiten zu funktionieren. Das Ganze läuft unter dem Hashtag #hot16challenge2, da vor sechs Jahren die erste Auflage des Contests stattfand.

Kronkel Dom war darüber hinaus vor Kurzem bei Toxik im Interview zu Gast. Das mit entsprechendem Abstand geführte Gespräch kannst du hier auschecken:

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Wie eine Pferderennbahn zur Konzert-Location der Gegenwart wird

Wie eine Pferderennbahn zur Konzert-Location der Gegenwart wird

Von Michael Rubach am 07.07.2020 - 11:41

Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen: Im englischen Newcastle eröffnet im August ein Veranstaltungsort, der sich komplett dem Social Distancing und der Corona-Realität verschrieben hat. SSD Concerts, die sich sonst unter anderem um Festivals kümmern, stecken hinter dem Konzept.

Wie das Konzerterlebnis unter Corona-Bedingungen funktioniert

Für die Entstehung der besonderen Location, die sich Virgin Money Unity Arena nennt, wird eine Pferderennbahn modifiziert. Genauer gesagt bestücken die Initiatoren das Gelände mit 500 Plattformen. Diese sollen Platz für insgesamt 2500 Personen bieten.

Tickets müssen Interessierte im Vorfeld online erwerben. Die Besucher*innen fahren mit dem Auto vor und können vor Ort ohne direkten Kontakt zu Menschen einchecken. Daraufhin wird das Fahrzeug zu einem Parkplatz geleitet. Entgegen einer Autokino-Show ist es nun erlaubt, aus dem fahrbaren Untersatz auszusteigen.

Auf dem Weg zum persönlichen Standort sind Spots, an denen man sich Essen und Getränke abholen kann. Die letztendlichen Aufenthaltsorte haben einen Abstand von zwei Metern zueinander. Vom Parken über den Toilettenbesuch bis zum Verlassen des Areals versprechen die Veranstalter, strikt allen erdenklichen Abstands- und Hygiene-Regeln zu folgen. Hierzu sei das gesamte Mitarbeiterteam gesondert geschult worden.

Ein Vertreter der Stadt Newcastle bezeichnet das Vorhaben in The Guardian als eine "brillante Innovation", die dafür sorgen werde, dass die Menschen Auftritte von Artists auf eine "sichere, verantwortungsvolle und sozial distanzierte Weise" genießen können. Ein erstes Line-up wurde ebenfalls bekanntgegeben. Bands wie The Libertines ,Two Door Cinema Club oder Maximo Park haben sich angekündigt.

Eine eher absonderliche Idee für Clubbesuche unter Covid-19-Bedingungen lieferte jüngst eine Designfirma:

Dieser Corona-Schutzanzug soll die Zukunft der Live-Kultur sein

Auch wenn die Überlastung des Gesundheitssystems bisher (zum Glück) ausgeblieben ist - Corona ist weiterhin da draußen. Allein, dass im Sommer die gesamte Festival-Saison flach fällt, verdeutlicht ganz gut, wie sehr uns die Pandemie noch in Beschlag nehmen wird.


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