Hiphop-Ikone soll Obdachlosen erstochen haben

Eine DER Hiphop-Legenden (in diesem Fall ist das Wort wirklich angebracht) könnte für ein grausames Verbrechen verantwortlich sein. Bevor Rap zur globalen Musikrichtung wurde, musste jahrzehntelang Pionierarbeit geleistet werden.

Grandmaster Flash & The Furious Five sendeten Anfang der Achtziger eine kaum zu ignorierende Message an die Welt. Rap in seiner puren Form. Bereits vor diesem Hit arbeiteten Grandmaster Flash, Melle Mel, Cowboy, Kidd Creole, Mr. Ness aka Scorpio und Rahiem zusammen an der Musik, die mittlerweile einen kaum zu stoppenden Siegeszug genommen hat. Kidd Creole, der bürgerlich Nathaniel Glover heißt, wurde nun jedoch in New York festgenommen.

Laut übereinstimmenden Medienberichten (hier oder hier) soll der 57-Jährige einen Obdachlosen umgebracht haben. Wie die News-Portale schreiben, stach Glover mehrfach auf sein Opfer ein. Inwiefern das Handeln mit der Vorgeschichte des Getöteten zusammenhängt, lässt sich vorerst nur mutmaßen. Laut der New York Post heißt der Getöte John Jolly und soll als Triebtäter polizeibekannt gewesen sein und mehrere Jahre im Gefängnis gesessen haben.

Dem Delikt sei ein Streit vorausgegangen, der dann eskalierte. Der angeklagte Musiker war zuletzt wohl als Handwerker und Wachmann tätig.

CBS New York fasst die Ereignisse in Video-Form zusammen:

The Kidd Creole Arrested In Deadly East Side Stabbing

Creole -- whose real name is Nathaniel Glover -- was led out of a precinct house on Wednesday night after being charged with murder. CBS2's Valerie Castro reports.

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Hiphop-Steuer: Swizz Beatz fordert Abgabe an die Pioniere

Hiphop-Steuer: Swizz Beatz fordert Abgabe an die Pioniere

Von Michael Rubach am 14.05.2020 - 14:00

Wenn es nach Swizz Beatz geht, dann sollte die junge Generation der alten Generation etwas zurückgeben. Damit meint er nicht ein Lob oder eine kleine Respektsbekundung, sondern Geld. Der Produzent spricht sich in einem Talk mit Joe Budden im Rahmen von Beatz's Zone Radio für eine Art Steuer aus, um den Pionieren des Hiphops finanziell unter die Arme zu greifen.

Swizz Beatz möchte Millionen für Hiphop-Ikonen sammeln

Mit dem Battle-Format "Verzuz" ist Swizz Beatz aktuell im Auftrag der Kultur auf Instagram unterwegs. Er und Timbaland haben die Reihe während der Corona-Pandemie gestartet. Dort battlen seit Wochen Artists mit ihren Hitkatalogen gegeneinander – auch ausgesprochene Herausforderungen bringen regelmäßig Schlagzeilen hervor.

Im Gespräch mit Joe Budden macht Swizz Beatz klar, dass er noch viel mehr für Kultur und insbesondere für ihre Gründer*innen zu erreichen gedenkt. Ihm schwebt eine Abgabe vor, die direkt an die Hiphop-Pioniere fließen soll.

"Die Tatsache, dass wir als Künstler*innen keine Steuern für jene Ikonen zahlen, die den Weg ebneten, hat uns einen guten Schnitt beschert, der uns ermöglicht, unsere Familie zu ernähren. [...] F*ck die Regierung! Wir müssen Steuern an die Kreativen des HipHop zahlen, die uns Redefreiheit gegeben haben, um vorwärts zu kommen. Ich werde mich vehement dafür einsetzen."

("The fact we don't pay taxes as artists to those icons that paved the way, took the lower cut for the music that allow us to feed our family... F*ck the government. We need to be paying taxes to the creatives of hip hop that gave us freedom of speech to move forward. I'm going to go so hard with that.")

DJ Premier vs. RZA: Hiphop-Sternstunden bei Instagram live

In Zeiten von Corona sorgen manche Persönlichkeiten aus dem Rapkosmos immer wieder für positive Vibes und demonstrieren, wie man kreativ mit der Krise umgehen kann. So auch die beiden Hiphop-Legenden Timbaland und Swizz Beatz, die mit dem Battle-Format Verzuz eine interessante Plattform für Live-Unterhaltung auf die Beine gestellt haben.

Dabei hat der Ehemann von Alicia Keys auch konkrete Namen im Kopf herumschwirren, die von seiner Idee profitieren sollen: Kool Herc, Sugarhill Gang, Melle Mel und Grandmaster Flash fallen ihm auf die Schnelle ein. Diesen Urvätern der Kultur möchte Swizz Beatz mit seinem Vorschlag eine großzügige Finanzspritze zukommen lassen. Insofern sie nicht bereits auf diesem Niveau angekommen ist, plant der Produzent die Generation auf Millionärs-Level zu bringen.

"Ich möchte eine Millionen für jede Ikone sammeln, die Hiphop an den Start gebracht hat."

("I want to raise a million dollars for each icon that started hip-hop")

Wie genau, er diese Idee umzusetzen gedenkt, erklärt Swizz Beatz erst einmal nicht. Er stehe aber "voller Leidenschaft" hinter seinen Plänen.


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