Frankfurter Rapper und Produzent wegen versuchten Totschlags angeklagt

Wie die hessenschau heute berichtet, hat die Frankfurter Staatsanwaltschaft gegen den Rapper und Produzenten Hassan Annouri Anklage erhoben. Offenbar wird ihm versuchter Totschlag und Körperverletzung vorgeworfen.

Die Tat soll sich am 14. August 2015 zugetragen haben. Gemeinsam mit einem Mittäter habe Hassan Annouri einen 38-jährigen Mann getreten und geschlagen, sodass dieser schwere Kopfverletzungen erlitt. Zuvor habe es einen Streit gegeben, die Auseinandersetzung soll sich in einem von Annouri geführten Café in der Frankfurter Innenstadt zugetragen haben.

Die Frankfurter Rundschau berichtet:

"Die ersten vier Tage konnte der Mann nur intravenös ernährt werden, die Ärzte mussten zehn Tage warten, bevor die zurückgehenden Schwellungen eine Operation überhaupt möglich machten. Der 38-Jährige wurde danach für anderthalb Jahre krankgeschrieben."

Laut einer Sprecherin der Staatsanwaltschaft habe das Opfer Hassan Annouri eindeutig als Täter identifiziert. Dieser bestreitet die Tag allerdings. Gegenüber der Frankfuter Rundschau äußerte der Musiker: "Ich habe mit dem Fall nichts zu tun, das scheint eine Verwechslung zu sein." Er sei zum Tatzeitpunkt gar nicht in Deutschland gewesen.

Hassan Annouri trat in der Vergangenheit sowohl als Rapper als auch als Produzent in Erscheinung. 2009 erschien sein Album International, auf dem unter anderem Sido, Harris, Eko Fresh, Curse und Afrob als Feature-Gäste vertreten sind.

Wie es für Hassan Annouri weitergeht, steht noch nicht fest. Einen Gerichtstermin gibt es offenbar noch nicht. Sollte er allerdings verurteilt werden, drohen Annouri mehrere Jahre Gefängnis.

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Kommentare

So ein Schwachsinn hab ich schon lange nicht mehr gehört, wer hassan Annouri kennt weiß das diese Anschuldigung nur Unsinn sein kann!!!!!!!

du kennst ihn persönlich ? du weisst mit wem er in seinen videos posiert ?

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Prozess gegen Gzuz: Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafe

Prozess gegen Gzuz: Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafe

Von Michael Rubach am 09.09.2020 - 14:41

Im Prozess gegen Gzuz plädiert die Staatsanwaltschaft für eine Freiheitsstrafe. Dem Hamburger Rapstar könnten 14 Monate im Gefängnis bevorstehen – eine weitere Bewährungsstrafe ist für den Staatsanwalt keine Option. So berichtet es unter anderem der Spiegel.

Gzuz entschuldigt sich für sein Verhalten

Bevor die Verhandlung am gestrigen Dienstag am Hamburger Amtsgericht fortgesetzt wurde, ließ Gzuz offenkundig über seinen Anwalt mitteilen, dass er sein Benehmen am vergangenen Prozesstag bereue. Gzuz flog Mitte August aus dem Gerichtssaal. Der 187er "bedauert sein Verhalten". Die damalige Befragung seiner Verlobten habe ihn sehr verärgert – das rechtfertige seinen Auftritt jedoch nicht.

Diese Entschuldigung verhindert nicht, dass die Staatsanwaltschaft einen ziemlich eindeutigen Standpunkt einnimmt: Sie hält Gzuz in sämtlichen Anklagepunkten für schuldig. Ihm wird unter anderem Waffenbesitz, Drogenbesitz sowie versuchter Diebstahl vorgeworfen. Eine Strafanzeige wegen Körperverletzung wurde während der Verhandlung zurückgezogen. Die Staatsanwaltschaft könne im Hinblick auf die ständigen Konflikte von Gzuz mit dem Gesetz zudem keine positive Sozialprognose stellen. Selbst bei laufender Bewährung werde der 187er immer wieder straffällig.

Gzuz' Verteidiger argumentiert - ebenfalls in allen Anklagepunkten - für einen Freispruch. Der Anwalt erkennt darüber hinaus eine gewisse Ungleichbehandlung, die auf die Prominenz und auf das Image seines Mandanten zurückzuführen sei: "Bei jedem anderen im Saal wäre ein solches Verfahren eingestellt worden". Diverse Zeugen haben während der Verhandlung zu Gunsten von Gzuz ausgesagt.

Gzuz wegen Drogen & Waffen vor Gericht: Zeugen entlasten ihn

Dritter Verhandlungstag für Gzuz: Das 187 Strassenbande-Mitglied hatte heute erneut ein Gastspiel vorm Amtsgericht Hamburg. Dabei sorgten zwei ungeladene Zeugen für ordentlich Wirbel, wie Tag24 berichtet. Der Richter fühlte sich gar wie "bei RTL2". Was wird Gzuz vorgeworfen? Einiges.

Das verdient Gzuz offenbar im Monat

Wie die Hamburger Morgenpost ausbreitet, soll Gzuz durchschnittlich 100.000 Dollar im Monat allein vom Major Universal erhalten. Seit der Corona-Pandemie seien die Zahlungen des Labels außerdem "exorbitant in die Höhe geschnellt". Des Weiteren hebe der Rapper regelmäßig mehrere tausend Euro Bargeld ab.

In Anbetracht einer möglichen Geldstrafe ist eine solche Offenlegung der Einkommensverhältnisse von Bedeutung. Der Richter habe den Tagesverdienst von Gzuz nach dem Checken der Kontodaten und abzüglich der Steuern sowie Management-Kosten schließlich auf 1.000 Euro geschätzt. Der Anwalt von Gzuz stellt eine abweichende Rechnung auf. Er gehe eher von 700 Euro aus.

Ein Urteil in dem Prozess soll am 29. September fallen.


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